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Steuerliche Nachteile durch Wohnungserbe?

| 26.10.2016 08:01 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Florian Bretzel


Hallo,

mein Vater hat eine abbezahlte Wohnung auf Gran Canaria, inzwischen in Rente. Ursprünglich wollte er ein Testament auflegen, das ich die Wohnung oder den Erlös erben sollte. Da aber in Spanien die Erbsteuer wohl sehr hoch ist, wollte er mich dann doch lieber ins Grundbuch eintragen lassen. Nun ist er aber plötzlich davon ab mit der Begündung, das ich bei einer Eintragung zu viele Nachteile hätte finanziell, wohl bei der Steuererklärung.
Ist da was dran? Ich habe ja keine Einkünfte aus dieser Wohnung.


Vielen Dank für Ihre Antwort im vorraus.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich verstehe Ihre Anfrage so, dass Ihr Vater Ihnen eigentlich bereits jetzt die Wohnung übertragen wollte, nun aber doch erst eine Übertragung im Todesfall per Testament erfolgen soll. (Nebenbei bemerkt: ein Testament wäre dazu eigentlich nicht erforderlich, da Sie als direkter Abkömmling ohnehin gesetzlicher Erbe werden).

Beide Fälle sind m. E. steuerlich gleich zu behandeln, wobei ich unterstelle, dass Ihr Vater Inländer ist (also seinen Wohnsitz oder regelmäßigen Aufenthaltsort in Deutschland hat). Dann richten sich beide Fälle nach deutschem Erbschaftsteuerrecht, wonach sowohl eine Vermögensübertragung im Wege der Erbschaft als auch eine Schenkung zu Lebenszeiten steuerpflichtig ist. Für beide Fälle gibt es aber Freibeträge, für Kinder liegt dieser bei 400.000 Euro (§ 16 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG).

Liegt der Wert der Wohnung unter diesem Betrag, sehe ich steuerlich im Hinblick auf die Übertragung der Wohnung keinen Unterschied. Wenn die Wohnung auch keine laufenden Einnahmen generiert (weil sie nicht vermietet ist), kann ich auch diesbezüglich keine steuerlichen Nachteile erkennen, wenn Sie bereits jetzt (zu Lebzeiten des Vaters) Eigentümer durch Übertragung werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.10.2016 | 07:11

Hallo und vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich denke, das Ihre Antwort ausreichend ist, aber um den Sachverhalt zu ergänzen: mein Vater hat seit 10 Jahren die spanische Staatsbürgerschaft. Er hat jetzt eine Freundin, evtl. wollen sie heiraten. Wie sieht es dann aus im Todesfall?
Vielen Dank nochmal für Ihre Hilfe!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.10.2016 | 13:34

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Erbrechtlich ändert sich hierdurch tatsächlich etwas, es gilt insoweit die EU-Verordnung 650/2012. Besitzt Ihr Vater nur noch die spanische Staatsbürgerschaft, gilt dann tatsächlich das spanische Erb- und Erbschaftsteuerrecht, zu dem ich aber nichts sagen kann. Hat er dagegen daneben auch noch die deutsche Staatsbürgerschaft, kann er das anzuwendende Erbrecht im Testament bestimmen (Art. 22 der Verordnung). D. h. er könnte deutsches Erbrecht wählen, so dass dann m. E. auch die Versteuerung nach dem ErbStG erfolgt. In diesem Fall käme meine o. g. Ersteinschätzung wieder zum Tragen.


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Bewertung des Fragestellers 27.10.2016 | 14:36

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