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Steuerliche Geltendmachung Unterhalt / Anlage U


25.10.2006 21:11 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers



Ich lebe seit März letzten Jahres von meiner Frau getrennt. Wir streben für das Jahr 2005 dennoch eine gemeinsame steuerliche Veranlagung an. Ich habe im letzten Jahr meiner Frau monatlich 1.000 € an Unterhalt bezahlt.

Ich habe dazu folgende Fragen:

1. Kann ich trotz der gemeinsamen Veranlagung den Unterhalt steuerlich geltend machen?

2. Welche Belege über die Zahlung des Unterhalts sind der Anlage U beizufügen? Reicht eine Quittung meiner Frau über den Erhalt des Unterhalts aus oder müssen Kontoauszüge oder dergleichen eingereicht werden?

3. Da meine Frau neben den Unterhaltszahlungen keine weiteren Einkünfte hat, stellt sich die Frage, ob der gezahlte Unterhalt in Höhe von 9.000 EUR von meiner Frau versteuert werden muss und wenn ja, wie?
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Ihre Frau muß die Unterhaltszahlungen als sonstige Einkünfte gemäß § 22 Nr. 1a EStG versteuern. Daher macht das Realsplitting, also der Abzug der Unterhaltsleistungen als Sonderausgaben, bei gleichzeitiger Zusammenveranlagung überhaupt keinen Sinn. Es wäre ein Nullsummenspiel, da bei der Zusammenveranlagung ja die Einkünfte der Ehegatten zusammengerechnet werden.

Sie haben daher nur die Wahl zwischen Zusammenveranlagung und getrennter Veranlagung mit Realsplitting. Was günstiger ist, hängt vom konkreten Einzelfall ab. Da Ihre Frau, wie Sie schreiben, keine weiteren Einkünfte hat, dürfte letzteres für Sie beide günstiger sein.

Grundsätzlich genügt eine Quittung Ihrer Frau zum Nachweis der Unterhaltszahlungen. Da für steuermindernde Tatsachen der Steuerpflichtige die Beweislast trägt, empfehle ich Ihnen dennoch die unbare Zahlung, die Sie dannggf. durch Vorlage der Kontoauszüge nachweisen können. Zahlungsnachweise müssen Sie der Anlage "U" nicht beifügen

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