Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Steuerliche Betrachtung von Gegenleistungen für ein Wohnrecht

| 12.08.2019 15:48 |
Preis: 80,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Zur Ausgangslage:
Ich plane meiner Mutter ihre Eigentumswohnung für 430.000€ (Verkehrswert) abzukaufen.
Zeitgleich soll meiner Mutter ein dingliches Wohnrecht zu ihrer Sicherheit eingeräumt werden.
Im Gegenzug für das Wohnrecht wird der Kaufpreis um 50.000€ reduziert, und meine Mutter zahlt mir monatlich 700€, so lange sie das Wohnrecht ausübt. Der restliche Kaufpreis von 380.000€ wird über einen Bankkredit finanziert. All das soll im Kaufvertrag festgehalten werden.

Nun stellen sich mir die folgenden Fragen:

1) Wie wird die monatliche Zahlung steuerlich behandelt? Zählt sie als Einkunft aus Vermietung und Verpachtung? Kann ich die mit der Wohnung verbundenen Aufwendungen wie z.b. Kreditzinsen, Grundsteuer und Nebenkosten abschreiben?

2) Wäre es evtl. steuerlich sinnvoller an Stelle der monatlichen Zahlung einen normalen Mietvertrag mit entsprechender Kaltmiete zusätzlich zum Wohnrecht abzuschließen?

3) Wie wird der Jahreswert des Wohnrechts in diesem Fall berechnet? Auf Grundlage der örtlichen Vergleichsmiete (1000€ mtl.), oder werden die 700€ Gegenleistung von der Vergleichsmiete abgezogen (d.h. 300€ mtl.)?

Beste Grüße
13.08.2019 | 08:58

Antwort

von


(48)
Grünberger Str. 54
10245 Berlin
Tel: 0302939920
Web: http://www.rechtsanwalt-braun.berlin
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der übermittelten Informationen, beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Sie können ein dingliches Wohnrecht mit korrespondierender Nutzungsvereinbarung abschließen oder eine Wohnrecht mit Mietvertrag vereinbaren.

zu 1.)
Die Zuflüsse aus der Nutzungsvereinbarung wären auch Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung und Sie können wohnungsbezogene Aufwendungen als Werbungskosten geltend machen. Hinsichtlich etwaiger Renovierungskosten müssen Sie dann zwischen Erhaltungs- und Herstellungsaufwand abgrenzen.

zu 2.)
Ich würde mich für die Kombination Wohnrecht und Mietvertrag entscheiden. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass es für alle Beteiligten klarer ist und bei der Erstellung der ESt-Erklärung, Sie die Einnahmen unkomplizierter ausweisen können. Da ein Mietvertrag allen, auch dem Finanzamt bekannt, ist.

zu 3.)
Der Wer des Wohnrechts errechnet sich aus den Angaben des Mietspiegels, bzw. der örtlichen Vergleichsmiete, wenn es keinen Mietspiegel gibt. Dazu kommt die Lebenserwartung des Nutzungsberechtigten und der Kapitalisierungszinssatz. der Wert des Wohnrechts ergibt sich dann aus folgenden Formeln:

a.)
Jahresmiete der Wohnung

Wohnfläche x Kaltmiete pro qm2 nach Mietspiegel x 12 Monate = Jährliche Mieteinnahmen

Sowie ein potenzieller Zu- oder Abschlag, je nach Ausstattung.

b.)
Dann schätzen Sie die Lebenserwartung des Nutzungsberechtigten mithilfe der amtlichen Sterbetafeln.

Für den Wert des Wohnrechts errechnen Sie zuerst den Kapitalwert nach folgender Formel, wobei der Zinssatz 5,5 % beträgt:

Miete pro Jahr x Zinssatz / 100 * Lebenserwartung in Jahren = Kapitalwert

c.)
Wert des Wohnrechts:
Miete pro Jahr x Kapitalwert

4.) Bei der Höhe der "Miete" bzw. Nutzungsentschädigung beachten Sie bitte, dass Sie über 66 % der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen sollten, damit 100 % der Werbungskosten als abziehbar angesehen werden.

Für eventuelle Nachfragen benutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 13.08.2019 | 11:17

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Antwort hat alle meine Fragen zufriedenstellend beantwortet."
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Sebastian Braun »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 13.08.2019
5/5,0

Die Antwort hat alle meine Fragen zufriedenstellend beantwortet.


ANTWORT VON

(48)

Grünberger Str. 54
10245 Berlin
Tel: 0302939920
Web: http://www.rechtsanwalt-braun.berlin
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht, Erbrecht