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Steuerliche Behandlung einer Software - Finanzamt erkennt Kauf nicht an.

09.10.2015 18:37 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Kay Fietkau


Meine A GmbH hat in 2013 von der ebenfalls mir gehörenden B GmbH eine von der B GmbH selbst entwickelte Software für Finanzgeschäfte zum Preis von EUR 10.000 gekauft. (Der Preis entspricht den Programmierkosten, die tatsächlich angefallen sind.)

B GmbH wurde zwischenzeitlich liquidiert.

Seit 2013 schreibt die A GmbH die Software ab.

Weil "Finanzgeschäfte" nichts mit dem Geschäftsgegenstand der A GmbH zu tun haben, hat das Finanzamt bei einer Betriebsprüfung angekündift, dass der Vorgang steuerlich nicht anerkannt wird.

Hier meine Fragen:

1.) Handelt es sich um eine verdeckte Gewinnausschüttung?

2.) Was sind die steuerlichen Folgen?

3.) Was wären die steuerlichen Folgen, wenn...

3a) ... ich den Geschäftsgegenstand der A GmbH um "Finanzgeschäfte" erweitern würde?

3b) ... die A GmbH die Software zum Einstandspreis an eine von mir neu zu gründende weitere GmbH mit Geschäftsgegenstand "Finanzgeschäfte" verkaufen würde? (Die neue GmbH würde die Software dann tatsächlich einsetzen.)

Vielen Dank für Ihre Antworten!

Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen zusammenfassend wie folgt beantworten:

Zu 1 . und 2.:

Abzugsfähig sind grundsätzlich Aufwendungen für sogenannten Betriebsausgaben. Hierunter versteht man nach § 4 Abs. 4 EStG, der auch für die Körperschaftsteuer maßgeblich ist, Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind. Wenn Sie eine Software anschaffen, die nicht für das Unternehmen eingesetzt wird bzw. im Zusammenhang mit der Tätigkeit steht, liegt keine Betriebsausgabe vor. Aufgrund der von Ihnen dargestellten Verflechtung der betreffenden Unternehmen ist richtigerweise von einer verdeckten Gewinnausschüttung (vGA) nach § 8 Abs. 3 Satz 2 KStG auszugehen. Insoweit ist der Abzug als Betriebsausgabe ebenfalls versagt.

zu 3.:

a) Dies dürfte funktionieren. Hier müssten Sie dem Finanzamt nur noch belegen, dass Sie die Software bereits in der Absicht, Ihre Tätigkeit zu erweitern, angeschafft haben. Einem Abzug dürfte dann nichts mehr im Wege stehen.

b) Dies würde zu einer sogenannten Sachgründung führen. Bei dieser müsste dann zusätzlich noch die Software im Rahmen eines Sachstandsberichtes bewertet werden. Der Aufwand dürfte hier in keinem Zusammenhang mit der von Ihnen verfolgten Absicht stehen. Sollten Sie dennoch diesen Weg wählen, empfiehlt es sich diesbezüglich ausführlich bei eine Steuerberater oder Rechtsanwalt bei Ihnen vor Ort beraten zu lassen. Dies kann innerhalb der Erstberatung dieses Portals nicht gewährleistet werden.

Ich hoffe Ihnen, mit den vorstehenden Ausführungen eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Ich möchte Sie an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass die vorstehende Antwort ausschließlich auf den von Ihnen gemachten Angaben beruht. Das Hinzufügen oder Weglassen von Angaben kann zu einem anderen Ergebnis führen.


Mit freundlichen Grüßen

Kay Fietkau
Rechtsanwalt

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