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Steuerklassen und Eigenheimzulage


19.08.2005 12:16 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag,
ich lebe seit 2003 von meinem Mann getrennt. Wir haben zwei gemeinsame Kinder (6 und 17). Ich bin angestellt. Er war/ist selbstständig und bis 2002 haben wir eine gemeinsam veranlagte Einkommenssteuererklärung beim Finanzamt abgegeben.
Seit 2003 haben wir uns getrennt veranlagen lassen. Für das Jahr 2004 habe ich bis 07/2004 die Lohnsteuerklasse 3 beansprucht und erst ab 08/2004 die Lohnsteurklasse ändern lassen auf 4. Ich bin berufstätig, alleinerziehend mit den Kindern und lebe in einem eigenen Haushalt.
In diesem Jahr (2005) habe ich mir die Lohnsteuerklasse 2 zuteilen lassen.
Für das Jahr 2004 habe ich jetzt schon meine Steuererklärung abgegeben, in der Hoffnung Geld erstattet zu bekommen. Vom Finanzamt habe ich nun schon mal den mündl. Tipp bekommen, mir einen Steuerberater zu nehmen, da ich normalerweise die Lohnsteuerklasse 1 im Jahr 2004 hätte beantragen müssen, und nun statt Erstattung, eine Zahlung fällig wäre.
Meine Frage:
Würde mir, als Alleinerziehende nicht sogar für 2004 die Steuerklasse 2 zustehen?
Kann ich das rückwirkend ändern?
Sind die Steuerabgaben für die Lohnsteuerklasse 4 und 1 nicht ähnlich?
Bin ich überhaupt dazu verpflichtet eine Steuererklärung zu machen, kann ich die eingereichte für 2004 zurückziehen?
Wie wirkt sich auf meiner Steuererklärung die Kennzeichnung auf der Anlage Kind, Seite 2, Zeile 34 aus (kann ich das für beide Kinder nutzen?).
Kann ich den Erziehungsfreibetrag allein in Anspruch nehmen oder muss ich das Abstimmen mit dem Vater der Kinder? (Mein Einkommen liegt bei 2900 Euro Brutto).
Kann man überhaupt, mit Aussicht auf Erfolg, einen Steuerbescheid vom Finanzamt anfechten, nachdem schon Einspruch eingelegt wurde und dieser abgewiesen wird?

Betrifft Eigenheimzulage:

Wir besaßen bis 2004 ein gemeinsames Haus. 2004 wurde es verkauft und wir sind in eine andere Stadt gezogen, 2 Wohnungen in derselben Stadt. Mein Noch-Ehemann erhielt totzdem für 2005 die gesamte Eigenheimzulage vom jetzt zuständigen Finanzamt. Er sagte mir gegenüber, dass der Betrag vom Finanzamt Anfang des Jahres wieder zurückgebucht wurde. Eine Rückforderungsschreiben vom Finanzamt haben wir allerdings jeweils jetzt erhalten, indem Sie uns auffordern, den zu unrecht gezahlten Betrag (ca. 2550 Euro) zurückzubuchen.
Ich habe mich auf die damalige Aussage meines „Noch-Ehemannes“ verlassen.
Meine Frage: Kann ich dafür belangt werden, wenn er den Betrag jetzt nicht fristgerecht zurückzahlen will/kann. Ich habe von dem Geld nichts erhalten, geschweige gewusst. Kann mein Konto ev. gepfändet werden? Wie kann ich mich schützen? Ist eine Rechtsschutzversicherung in diesem Falle ratsam?

Betrifft: Scheidungsfolgenvereinbarung

Wir haben einvernehmlich die Scheidung beantragt.
In der Scheidungsfolgenvereinbarung habe ich darauf bestanden, den Punkt: "gemeinsame Schulden" mit aufzunehmen.
Die Schuld beeinhaltet die Abzahlung eines Kredites über ein ehemaliges Leasingfahrzeug. Wir haben uns intern geeinigt, dass wir die Schuld halbieren. In der SFV ist ein genau definierter Betrag der Restschuld angegeben, Stand 12/2004, sowie das jede Partei für die Hälfte aufkommt und derjenigen Partei, die diese Vereinbarung nicht einhält, in voller Höhe der halbierten Summe+Zinsen haftet.
Seit 01/2005 erfolgten keine Einzahlungen mehr seiten meines Noch-Mannes, trotzdem er versichert, er zahle regelmäßig ein.
Meine Frage:
Müßte ich, wenn ich meine Hälfte der Kreditschuld abgezahlt habe und noch immer die Restschuld besteht, für die mein "Noch-Ehemann" laut SFV aufkommen müßte, den Sachverhalt gerichtl. regeln lassen, sodaß ich für die ausstehende Summe+Zinsen nicht belangt werden könne. Greift da auch eine Rechtsschutzversicherung?

Vielen Dank!
Eingrenzung vom Fragesteller
19.08.2005 | 12:50
Eingrenzung vom Fragesteller
19.08.2005 | 12:53
Guten Tag,

danke vorab für die Eingrenzung der Frage. Sie werden verstehen, daß eine qualifizierte anwaltliche Tätigkeit auch Ihren Preis hat.

Für das Jahr 2004 hätten Sie tatsächlich nicht mehr die Steuerklasse III eintragen dürfen. Dies ist aber nicht ganz so dramatisch, da die Steuerklasse selbst ja nur die Beträge bestimmt, die monatlich von Ihrem Einkommen über den Arbeitgeber abgezogen und an das Finanzamt weitergeleitet werden.

Die tatsächliche Steuerbelastung richtet sich demgegenüber nicht nach der eingetragenen Steuerklasse, sondern nach den tatsächlichen Verhältnissen. Hier hätte für Sie ein Abzug nach der Steuerklasse II erfolgen müssen, da Sie als alleinerziehende Mutter Anspruch auf den Entlastungsbetrag fur Alleinerziehende hatten. Hiernach können Sie pro Kalenderjahr 1.308 EUR von der Summe der Einkünfte abziehen. Es kommt dabei nicht auf die Anzahl der Kinder an.

Sie sollten dennoch bereits jetzt einen Anwalt oder Steuerberater vor Ort aufsuchen, um diesen Sachverhalt dem Finanzamt deutlich zu machen. Solange noch keine Steuerbescheid ergangen ist, können Sie Ihre Steuererklärung jederzeit noch ergänzen. Ist ein Steuerbescheid ergangen, müßten Sie binnen eines Monats ab der Zustellung Einspruch einlegen und den Sachverhalt noch einmal darlegen.

Gegen einen Bescheid, mit dem der Einspruch zurückgewiesen wurde, können Sie binnen eines Monats Klage beim Finanzgericht einreichen. Inwieweit diese Klage Erfolg hängt natürlich vom Einzelfall ab und kann anhand der bisherigen Daten von mir nicht eingeschätzt werden.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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