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Steuerklasse bei Ehepartner in der Schweiz

20.08.2015 18:15 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Guten Tag

Ich hoffe, Sie können mir bei dieser komplizierten Situation helfen: Ich bin Schweizerin und verheiratet mit einem Deutschen Staatsangehörigen. Er hat eine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz und zahlt auch da seine Steuern. Nun werde ich nach Deutschland ziehen weil wir unsere gemeinsame Zukunft hier aufbauen wollen. Er wird aber vorerst weiterhin in der Schweiz arbeiten.

Derzeit bin ich auch aktiv auf Stellensuche und mich dann in der Schweiz abmelden sobald ich etwas gefunden habe. Ich vermute, dass ich dann in Deutschland die Steuern bezahlen werde. Nun möchte ich gerne wissen in welche Steuerklasse ich da komme?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Einsatz editiert am 20.08.2015 19:02:04

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Davon ausgehend, dass Sie sich gemeinsam eine Zukunft in Deutschland aufbauen möchten, gehe ich davon aus, dass ihr Ehemann ebenfalls in Deutschland seinen Wohnsitz hat bzw. haben wird. Für die unbeschränkte Steuerpflicht genügt bereits der Besitz des Hausschlüssels zur Ehewohnung.

Ehegatten können zwischen den Steuerklassenkombinationen III/V, IV/IV oder IV/IV wählen.Welche Kombination sinnvoller ist, hängt von der jeweiligen Einkommenshöhe der Ehepartner ab.

Sie sollten zunächst überlegen, ob Sie eine Einzel- oder eine Zusammenveranlagung wählen möchten. Sofern bei Eheleuten keine Einzelveranlagung beim zuständigen Finanzamt beantragt wird, geht der Gesetzgeber grundsätzlich von einer Zusammenveranlagung aus.

Bei einer Zusammenveranlagung sind die Einkünfte Ihres Mannes zwar nicht bei der Einkommenssteuererklärung als Einkünfte anzusetzen, jedoch unterliegen diese dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass das in Deutschland zu versteuernde Einkommen einem höheren Steuersatz unterliegt.

Bei einer getrennten Veranlagung müssen Sie je nach Steuerklassenmodell mit einer Steuernachzahlung rechnen.

Da mir Ihre Einkünfte und die Ihres Mannes nicht bekannt sind, kann ich dazu keine konkrete Empfehlung abgeben.

Zur Berechnung der optimalsten Lösung sollten Sie einen Steuerberater hinzuziehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 20.08.2015 | 20:39

Vielen Dank für Ihre Antwort Frau Gansel

Leider bestehen bei mir noch ein paar Unklarheiten.

Es ist so, dass es noch eine Zeit dauern wird bis mein Mann nach Deutschland zurückkehrt. Wie bereits erwähnt, zahlt er seine Steuern vollumfänglich in der Schweiz. Da ich aber bereits jetzt eine Arbeitsstelle in Aussicht habe ist für mich nach wie vor unklar in welche Klasse ich nun eingestuft werde. Habe ich da dennoch die Wahl? und wenn ja, welche konkret? Mein Mann hat Deutschland weiterhin als Zweitwohnsitz. Hat das eventuell zur Folge, dass er künftig wieder in Deutschland veranlagt wird?

Vielen Dank.

Rückfrage vom Fragesteller 20.08.2015 | 20:39

Vielen Dank für Ihre Antwort Frau Gansel

Leider bestehen bei mir noch ein paar Unklarheiten.

Es ist so, dass es noch eine Zeit dauern wird bis mein Mann nach Deutschland zurückkehrt. Wie bereits erwähnt, zahlt er seine Steuern vollumfänglich in der Schweiz. Da ich aber bereits jetzt eine Arbeitsstelle in Aussicht habe ist für mich nach wie vor unklar in welche Klasse ich nun eingestuft werde. Habe ich da dennoch die Wahl? und wenn ja, welche konkret? Mein Mann hat Deutschland weiterhin als Zweitwohnsitz. Hat das eventuell zur Folge, dass er künftig wieder in Deutschland veranlagt wird?

Vielen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.08.2015 | 21:25

Da Ihr Ehemann in Deutschland einen Zweitwohnsitz unterhält, ist er unabhängig davon, dass seine Einkünfte in der Schweiz der Besteuerung unterliegen, auch in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig. Entscheidend dafür ist der Wohnsitz, der nach Ihren Angaben auch in Deutschland liegt (Zweitwohnsitz). Eine evtl. Doppelbesteuerung wird jedoch durch besondere Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen Deutschland und der Schweiz vermieden. Im Grunde genommen ändert sich an der Besteuerung bei Ihrem Ehemann nichts.

Das Einkommen Ihres Mannes hat für Sie jedoch bei einer Zusammenveranlagung Auswirkungen, weil dann das Einkommen dem Progressionsvorbehalt in Deutschland unterliegt und sich so der Steuersatz erhöht. Dies sollten Sie daher von einem Steuerberater durchrechnen lassen, ob für Sie eine Zusammenveranlagung oder eine Einzelveranlagung günstiger ist.

Für Ihre Steuerklassenwahl gilt, dass Sie und Ihr Ehemann entweder in die Lohnsteuerklassen III und V oder beide in IV eingeordnet werden können. Welche Kombination für Sie die Richtige ist, hängt von der Einkommenshöhe ab.

Die erste Kombination ist sinnvoll, wenn einer der Ehegatten wesentlich mehr als der andere verdient. Grund hierfür ist, dass in der Lohnsteuerklasse III der Lohnsteuerfreibetrag wesentlich höher ist als bei der Lohnsteuerklasse V. Wenn beide gleich viel verdienen, empfiehlt sich die letztere Variante, also beide in IV.

Wie bereits gesagt, welche Steuerklasse konkret zu wählen ist, kann ich Ihnen leider nicht sagen, weil ich die Einkünfte nicht kenne.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage verständlich beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Gansel
Rechtsanwältin

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.08.2015 | 21:25

Da Ihr Ehemann in Deutschland einen Zweitwohnsitz unterhält, ist er unabhängig davon, dass seine Einkünfte in der Schweiz der Besteuerung unterliegen, auch in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig. Entscheidend dafür ist der Wohnsitz, der nach Ihren Angaben auch in Deutschland liegt (Zweitwohnsitz). Eine evtl. Doppelbesteuerung wird jedoch durch besondere Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen Deutschland und der Schweiz vermieden. Im Grunde genommen ändert sich an der Besteuerung bei Ihrem Ehemann nichts.

Das Einkommen Ihres Mannes hat für Sie jedoch bei einer Zusammenveranlagung Auswirkungen, weil dann das Einkommen dem Progressionsvorbehalt in Deutschland unterliegt und sich so der Steuersatz erhöht. Dies sollten Sie daher von einem Steuerberater durchrechnen lassen, ob für Sie eine Zusammenveranlagung oder eine Einzelveranlagung günstiger ist.

Für Ihre Steuerklassenwahl gilt, dass Sie und Ihr Ehemann entweder in die Lohnsteuerklassen III und V oder beide in IV eingeordnet werden können. Welche Kombination für Sie die Richtige ist, hängt von der Einkommenshöhe ab.

Die erste Kombination ist sinnvoll, wenn einer der Ehegatten wesentlich mehr als der andere verdient. Grund hierfür ist, dass in der Lohnsteuerklasse III der Lohnsteuerfreibetrag wesentlich höher ist als bei der Lohnsteuerklasse V. Wenn beide gleich viel verdienen, empfiehlt sich die letztere Variante, also beide in IV.

Wie bereits gesagt, welche Steuerklasse konkret zu wählen ist, kann ich Ihnen leider nicht sagen, weil ich die Einkünfte nicht kenne.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage verständlich beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Gansel
Rechtsanwältin

Ergänzung vom Anwalt 20.08.2015 | 22:07

Ich möchte meine Antwort dahingehend ergänzen, dass für die Steuerklassenwahl die Einkommenshöhe des nur in Deutschland lohnsteuerpflichtigen Arbeitseinkommen entscheidend ist. Da Ihr Ehemann in Deutschland kein lohnsteuerpflichtiges Arbeitseinkommen erzielt, ist bei einer Zusammenveranlagung die Lohnsteuerklasse III für Sie die sinnvollste Lösung.

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