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Steuerklasse 1 trotz verheiratet

| 22.05.2008 02:42 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
meine Frage bezieht sich auf meine Steuerklasse.
Ich bin verbeamteter Lehrer und als solcher seit Anfang 2006 an einer deutschen Auslandsschule in Südamerika tätig. Bezahlt werde ich in Deutschland, wo ich demzufolge auch meine Steuern abführe.
Der Grund nach Südamerika zu gehen bestand in der Möglichkeit, mit meiner damaligen Freundin, die aus Südamerika stammt, zusammenleben zu können. Wir haben 2007 geheiratet und sind Ende 2007 Eltern geworden.
Nach wie vor verweigern die Behörden in meiner Heimatgemeinde (Finanzamt und Einwohnermeldeamt), meine Steuerklasse auf Klasse 3 umzustellen, da meine Frau nicht uneingeschränkt in Deutschland steuerpflichtig ist. Ich werde steuertechnisch immer noch als ledig geführt (Klasse 1), obwohl ich ja einen Dreipersonenhaushalt unterhalte (meine Frau arbeitet seit unserer Hochzeit nicht mehr). Kindergeld erhalte ich nur zur Hälfte, da die andere Hälfte - so die Logik - ja meine Frau in ihrer Heimat erhalten würde, was nicht den Tatsachen entspricht. Eine diesbezügliche Erklärung ihrerseits wird nicht anerkannt. Während meine Frau keinen Wohnsitz in Deutschland hat, habe ich meinen alten Wohnsitz behalten und mir ist es auch gelungen, meinen Sohn hier anzumelden.
Meine Frage: Habe ich irgendeine rechtliche Möglichkeit in die Klasse 3 und an das volle Kindergeld zu kommen? Im Falle einer negativen Antwort: Könnte ich steuerlich in anderer Form die Ausgaben für meine Familien geltend machen, um die Ungleichstellung zu kompensieren?
Danke für Ihre Bemühungen.
Mit freundlichen Grüßen,
ein Ratsuchender

Sehr geehrter Fragesteller,

ich danke zunächst für Ihre Anfrage, die ich im Folgenden gerne beantworte.

Die Rechtsansicht des Finanzamtes ist zutreffend. Der Splitting Tarif ist Ihnen unter diesen Umständen verwährt.

Bei intakter Ehe und Unterhaltsbedürftigkeit Ihrer Frau können Sie die Unterhaltsleistungen an Ihre Frau allerdings als außergewöhnliche Belastung gemäß § 33a Abs. 1 EStG bis zu einem Höchstbetrag von EUR 7.680 geltend machen. Allerdings ist dieser Betrag länderspezifisch zu kürzen. Für die meisten südamerikanischen Länder ist eine Kürzung um 50% vorgesehen.

Des Weiteren möchte ich vorsorglich darauf hinweisen, dass die Finanzbehörden in der Regel hohe Anforderungen an den Nachweis der Unterhaltsbedürftigkeit und die tatsächliche Leistung des Unterhaltes stellen. Die Geltendmachung könnte daher mit einem entsprechend hohem Zeitaufwand für Sie verbunden sein.

Ich hoffe, Ihnen in dieser Angelegenheit weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 22.05.2008 | 13:50

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Lehmann,
danke für Ihre Antwort, die leider bestätigt, was mir gesagt wurde.
Können Sie bitte noch auf die Frage zum Kindergeld eingehen? - Danke.
Mit freundlichen Grüßen,
ein Ratsuchender

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.05.2008 | 00:27

Sehr geehrter Fragesteller,

die Argumentation der Familienkasse kann ich so nicht nachvollziehen. Sofern die Familienkasse davon ausgeht, dass Sie im Ausland eine dem Kindergeld vergleichbare Leistung erhalten oder auf Antrag erhalten könnten, würden Sie (unabhängig von der Höhe dieser Leistung) überhaupt keinen Anspruch auf Kindergeld haben. Andernfalls besteht Anspruch in voller Höhe.

Sofern Ihr Tätigkeitsstaat eine entsprechende Leistung nicht gewähren sollte, wäre hier tatsächlich ein Einspruch in Erwägung zu ziehen.

So lange Sie Kindergeld (wenn auch nicht in voller Höhe) erhalten, ist eine Geltendmachung im Rahmen einer außergewöhnlichen Belastung ausgeschlossen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt

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