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Steuerhinterziehung bei Aktien und Dividenden?

13.07.2010 22:27 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Florian Würzburg


Angenommen eine Person X besitzt im Jahr 2007 ein Aktiendepot von ca. 500000 Euro. ( Telekom, Lycos u.a. ) bei einer deutschen Bank.
Diese Person gibt bei der Einkommenssteuererklärung als Einnahmen aus Kapitalvermögen lediglich 1800 Euro an. Gab es im Jahr 2007 schon die pauschale Besteuerung oder nicht. Wenn nicht, ist die Zahl dann nicht unrealistisch?
Person X verschiebt permanent die Aktien ( teilweise mehrfach im Jahr) von einer Bank zur nächsten. Auch telegrafische Überweisungen von hohen Summen ( hier 90000 Euro) in die USA fanden statt. Was könnte dahinter stecken?
Muss man bei der Steuererklärung alle Dividenden und auch Zinsen für Guthaben angeben?
Z.B. hat diese Person X allein für das Jahr 2009 für ca. 50000Euro Telekommaktien 3000 Euro Dividende erhalten. Sind dann nicht 1800 Euro Kapitaleinahmen für 500000 Euro eher unrealistisch?
Wenn das Finanzamt dahinterkommt, wie wird es dann vorgehen, was kann strafrechtlich gesehen passieren?

Sehr geehrte Fragestellerin,

aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben sollte sich X mit einem steuerrechtlich erfahrenen Rechtsanwalt, bzw. Steuerberater in Verbindung setzen, um gegebenenfalls drohenden Schaden zu begrenzen.

Die durch X erklärten Einkünfte aus Kapitalvermögen erscheinen nach Ihren Angaben zumindest unwahrscheinlich.

Sollten die Einkommensteuererklärungen des X tatsächlich falsch sein, könnte der Straftatbestand der Steuerhinterziehung gem. § 370 AO erfüllt sein. Diese Norm sieht einen Strafrahmen bis zu 5 Jahren Freiheisstrafe vor. Strafrechtlicher Verfolgung könnte X gegebenenfalls durch die Erstattung einer Selbstanzeige gem. § 371 AO entgehen.

Der Steuerabzug für Kapitalerträge (Kapitalertragsteuer) gem. §§ 43 ff. EStG erfolgte bereits im Veranlagungsjahr 2007.

Sollten Finanzverwaltung/Steuerfahndung einen begründeten Verdacht haben, werden diese den X "durchleuchten" und Auskünfte gem. §§ 93 ff. AO (auch bei Banken) einholen.

Nachfrage vom Fragesteller 13.07.2010 | 23:48

Vielen Dank für die rasche Antwort. Die Kapitalertragssteuer bezieht sich doch auf die Zinsen die man mit Guthaben erwirtschaftet, oder?
Aber müssen nicht auch die Dividenden aus dem beträchtlichen Aktienpaket angegeben werden? Und liege ich hier richtig in der Annahme, das man für 500000Euro Aktien im Jahr 2007 mehr als 1800 Euro Dividende erziehlt hat? Der DAX schloss doch Ende 2007 mit 8000 Punkten ab, und bei diesem Aktienpaket handelte es sich überwiegend um Aktien aus dem DAX. Teilen die Banken denn nicht die erwirtschafteten Dividenden dem Finanzamt automatisch mit?
Mfg




Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.07.2010 | 08:13

Vollkommen korrekt, Zinsen und Dividenden sind in der zur Einkommensteuererkläung gehördenden Anlage KAP (Enkünfte aus Kapitalvermögen zu erklären).

Eine Ausnahme kann dann bestehen wenn durch den Steuerpflichtigen nicht mehr als der Sparerfreibetrag erwirtschaftet wurde, was in dem von Ihnen beschriebenen Fall offensichtlich nicht zu bejahen ist.

Banken teilen den Finanzämtern erhaltene Zinsabschläge ihrer Kunden mit.

Die von Ihnen erwähnte 1.800 EUR-Dividende klingt tatsächlich niedrig, jedoch ist es keine Rechtsfrage, welche Dividenden in 2007 ausgeschüttet worden sind - sicher haben Sie Verständnis.

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