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Steuerhinterziehung - Soll ich Selbstanzeige erstatten?

| 05.11.2008 17:40 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Sehr geehrte damen und herren



Ich lebe von meine frau getrennt und in scheidung folgendes problem ist jetzt da im märz 2008 hab ich eine steuer erstattung aus dem jahre 2005 bekommen von etwas über 2000,- € was sich jetzt heraus gestellt hat ist das in die erklärung einige angaben nicht die wahrheit entsprechen wie zb entfernung wohnort - arbeitsstätte und die bereits vom arbeitgeber bekommene spesen sind noch mal eingereicht worden und habe ich auch bekommen. Sie weißt davon und erpresst mich jetzt damit.


Jetzt habe ich folgende fragen:

Soll ich selbstanzeige erstatten ?
Welche strafe bekomme ich ?
Kann man die zuviel bekommene rückzahlung verrechnen mit die steuererklärung 2006 und 2007?
kann mann sonst raten zahung anbieten ?

Ich habe nämlich von steuern keine ahnung und habe blind unterschrieben.

Soll ich

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst danke ich für Ihre Anfrage, die ich Folgenden gerne beantworte.

In der Tat werden Steuerstraftaten häufig erst durch Hinweise aus dem allernächsten Umfeld des Steuerpflichtigen entdeckt. Die Drohung Ihrer Frau ist daher zumindest in soweit ernst zu nehmen, als dass die Steuerbehörden solchen Hinweisen in der Regel nachgehen.

Sofern Sie in Ihrer Steuererklärung nicht bewusst unzutreffende Angaben gemacht haben, mit dem Ziel, Ihre Steuern zu verkürzen, läge jedoch mangels Vorsatz bereits kein strafbares Verhalten vor. Als Fahrlässigkeitstat könnte diesbezüglich allerdings ein Bußgeld verhängt werden. Letztlich wäre die Frage des Vorsatzes von der tatrichterlichen Würdigung abhängig. Die Höhe einer eventuellen Geldstrafe zu schätzen, ist kaum möglich. Es könnte auch durchaus sein, dass ein solches Verfahren gegen Auflage eingesellt würde. Die zu unrecht erhaltene Steuerrückzahlung wäre aber in jedem Falle zu erstatten.

Sofern Sie diese Angaben nun selbst korrigieren sollten, wäre eine Bestrafung jedoch ohnehin nicht mehr möglich. Eine Verrechnung können Sie nur dann vornehmen, wenn die Veranlagung für die Jahre 2006 und 2007 bereits erfolgt ist. In diesem Falle würde das Finanzamt aber von sich aus mit Ihren Erstattungsansprüchen aufrechen.

Hinterzogene Steuern sind grundsätzlich nicht stundungswürdig. In der Praxis lassen sich die Finanzämter aber regelmäßig dennoch auf Ratenzahlungsvereinbarungen ein, soweit der Steueranspruch dadurch nicht gefährdet würde. Ein Rechtsanspruch darauf besteht allerdings nicht.

Haben Sie bitte Verständnis, dass ich Ihnen die Entscheidung nicht abnehmen kann. Sofern Sie sich dazu entschließen sollten, die Angaben Ihrer Steuererklärung zu korrigieren, sollten Sie dies auf einen Irrtum schieben. Mit Nachzahlung der zuwenig entrichteten Steuern hätte sich die Sache dann für Sie erledigt, was sicherlich keine schlechte Perspektive wäre.

Bitte nutzen Sie bei Unklarheiten die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 05.11.2008 | 20:32

wie bereits gesagt wurde ich gerne "selbstanzeige" erstatten.
Soll ich dieses denn auch als "selbstanzeige"formulieren oder ist es besser das ich schreibe das es mir aufgefallen ist das ich ein fehler meinerseits in die unterlagen gefunden habe und dieses demnächst bei das FA einreiche. Ich möchte wenigstens so schnell wie möglich schon das FA informieren. was wäre hier am besten ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.11.2008 | 20:45

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Eine Selbstanzeige ist nichts anderes, als eine nachträgliche Berichtigung der unvollständigen oder falschen Angaben. Die Bezeichnung als Selbstanzeige ist nicht erforderlich. Wenn Sie Ihr Schreiben als solches bezeichnen würden, so würden Sie damit gleichzeitig erklären, bei Abgabe der Steuererklärung vorsätzlich gehandelt zu haben. Davon würde ich abraten, insbesondere, da Sie nicht sicher sind, ob Sie die Steuern fristgerecht nachzahlen können.

Ich würde Ihnen empfehlen anzugeben, nach Erhalt des Steuerbescheides den Irrtum bemerkt zu haben und um eine entsprechende Korrektur des Steuerbescheides bitten so wie Sie es in Ihrer Nachfrage geschrieben haben.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage hiermit zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 11.01.2009 | 12:45

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