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Steuerhinterziehung?


20.09.2006 17:25 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Ich habe eine Frage bzgl. Steuerstrafrecht und hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Ich fahre seit 3 Jahren einen Dienstwagen, den ich auch privat nutzen kann und versteuere jeden Kilometer Wohnung-Arbeitsstätte. Ich war - wie mir durch das Schreiben vom Finanzamz aufgefallen ist - bisher in dem Irrtum, dass sich die Versteuerung über die Steuererklärung regelt. Vor 2 Jahren bin ich also umgezogen und habe nichts weiter veranlasst, da ich der Meinung war, das ginge irgendwie "automatisch". Habe also immer in der Steuererklärung meine "neue" Entfernung angegeben und scheinbar durch meinen Arbeitgeber aber immer nur die "alte" versteuert (rund 40 km weniger). Nachdem das Finanzamt nachgefragt hat, habe ich dies auch sofort richtiggestellt und natürlich sofort angegeben, dass die Nachversteuerung auch für 2004 erfolgen muss. Zudem hat man dann natürlich die ganze Erklärung auf Herz und Nieren geprüft und ist darüber gestolpert, dass ich Bewirtungskosten angebe, die an meinem Wohnort anstatt an meinem Arbeitsort angefallen sind. Das sei unlogisch, sagt der Finanzbeamte. Die Begründung dafür ist, dass ich mein Arbeitszimmer an meinem Wohnort habe und außerdem keine Lust habe, abends oder am Wochenende noch mehr Kilometer zu fahren. Also bitte ich meine Kollegen, sich an meinem Wohnort "beköstigen" zu lassen - wem das zu weit ist, soll eben zuhause bleiben. Kann ja verstehen, dass das für einen Außenstehenden ungläubig klingt, aber so ist es nunmal.

Mein Antwortschreiben ist nun 4 Wochen her und ich habe seither nichts mehr gehört. Ehrlich gesagt, geht mir nun etwas die Muffe. Ist das ein gutes Zeichen (gut im Sinne von, es wird gerade ausgerechnet inkl. Zinsen, wieviel ich nachzahlen muss und die Bewirtungskosten wurden entweder anerkannt oder eben rausgerechnet) oder ein schlechtes, indem man mich der Steuerhinterziehung anklagen wird? Welche Strafe könnte mich bei zweiterem Fall erwarten?
Sehr geehrter Fragesteller,

die bisher verstrichene Reaktionszeit von vier Wochen ist zunächst weder ein gutes noch ein schlechtes Zeichen, sondern liegt durchaus noch im Bereich des Möglichen.
Hinsichtlich der Bewirtungskosten gehe ich im übrigen davon aus,daß Sie aufgrund der Einträge auf den Bewirtungsbelegen jederzeit nachweisen können, mit wem das Arbeitsessen stattgefunden hat und dass diese das auch bezeugen können, so dass Sie hier wohl eher nichts zu befürchten haben.

Soweit Sie in Ihren Steuererklärungen für 2004 und 2005 jeweils die richtige Entfernung Wohnung - Arbeitsstätte angegeben haben, haben Sie insoweit steuerstrafrechtlich ebenfalls nichts zu befürchten.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen ersten Angaben geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 20.09.2006 | 17:37

Sehr geehrter Herr Meisen,

wie in meiner Anfrage angegeben, habe ich in 2004 und 2005 die richtig Entfernung (70 km) erklärt, aber ja nur die "alte" Entfernung, die seinerzeit Grundlage für die Festsetzung des Besteuerung war, versteuert (30 km). Ergeben sich daraus dennoch keine strafrechtlichen Konsequenzen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.09.2006 | 17:40

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben die richtige Entfernung erklärt. Dass in der Steuerveranlagung dann nicht Ihre Angabe, sondern die falsche des Arbeitgebers zugrunde gelegt wurde, ist - zumindest strafrechtlich - nicht Ihr Problem. Lediglich steuerlich besteht unter Umständen das Risiko eines zu Ihren Ungunsten geänderten Steuerbescheides.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

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