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Steuerguthaben

24.09.2010 08:43 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Mein Sohn hat 1997 hier eine Eigentumswohnung gekauft. Zu dieser Zeit lebte und arbeitete er für deutsche Firmen bzw. deren Auslandsfirmen in China und Japan. Der Steuerberater erreichte damals beim Finanzamt, dass er als beschränkt steuerpflichtig galt und die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung für die Wohnung (Schuldzinsen etc.) hier in Deutschland geltend machen konnte. Der Gewinn und Verlust wurde über die Jahre in einem Steuerguthaben aufgesammelt, welches bis zum Lebensende stehen bleiben kann. Ausgezahlt wurde nie etwas, nur verrechnet bzw. soll es nur mit Steuerschulden in Deutschland verrechnet werden können.
Jetzt steht ein Verkauf der Wohnung an, weil der Lebensmittelpunkt seiner Familie in Asien bleiben wird und dort eine Anschaffung einer Wohnung ansteht. Beruflich ist er schon länger freiberuflich tätig und es gibt keinerlei Bindungen an deutsche Firmen oder andere steuerliche Zusammenhänge in Deutschland.
Fragen: Kann es Ansätze für eine Auszahlung des Steuerguthabens geben? Oder muss man davon ausgehen, dass nach dem Verkauf der Wohnung das Guthaben stehen bleibt und letztlich ohne steuerliche Gegenrechnungen (weil kein Aufenthalt in Deutschland mehr) das Guthaben verfallen wird? Ist da etwas übertragbar auf Verwandte oder gibt es andere Ansätze zum Erhalt des Guthabens?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich möchte Ihre Frage anhand des dargestellten Sachverhaltes und des ausgelobten Einsatzes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:

Das fragliche "Steuerguthaben" ist ein Verlust der aus alten Veranlagungszeiträumen vorgetragen werden kann. Der Verlustvortrag ist immer dann möglich wenn Verluste entstehen, die mit dem davorliegenden Veranlagungszeitraum nicht vollständig verrechnet werden können, der verbleibende Verlust wird per Bescheid festgestellt und in den jeweils folgenden Jahren teilweise verrechnet. Wichtig ist vor allem, den verbleibenden Verlust jedes Jahr neu feststellen zu lassen, erfolgt der Antrag nicht in der Steuererklärung, weil keine abgegeben werden muss bspw., ist der Antrag gesondert zu stellen.

Die Verlustverrechnung erfolgt aber nur mit positiven Einkünften. Dies bedeutet, dass sobald ihr Sohn keine positiven Einkünfte mehr hat diese auch nicht verrechnet werden können, aber diese können weiterhin festgestellt werden und in der Zukunft falls jemals wieder positive Einkünfte vorliegen verrechnet werden.

Um ein echtes Steuerguthaben, d.h. einen auszahlungsfähigen Betrag handelt es sich dabei nicht, sondern um lediglich verrechenbare Verluste. Die zugrundeliegende Norm ist §10d EStG .

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