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Steuerfreier Verkauf von geerbten und geschenkten Grundstück

| 11.03.2017 21:20 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Guten Tag,
ich schildere zunächst den Sachverhalt.
Am 17.02.2007 ist mein Onkel verstorben.Er hat meinem Vater und mir ein
Grundstück vermacht.Mein Vater und ich waren zum Anteil von je 50 % Vermächnisnehmer.
Das Grundstück ist damals laut Finanzamt sofort in unser Eigentum übergegangen.Die Erschaftssteuer wurde sofort fällig und auf unseren Antrag hin aber ausgesetzt,da wir diese damals nicht zahlen konnten.
Der Frau des Onkels wurde ein Nießbrauchrecht an dem vererbten Grundstück eingeräumt.
Mein Vater und ich haben das Vermächnis erst nach dem Tod der Tante am 30.09.2015 eingefordert.Der Grundstücksübertragungsvertrag beim Notar folgte dann am 21.11.2015.In diesem Vertrag wurde auch festgelegt das mein Vater mir seine Anteile unentgeldlich überträgt.
Der verstorbene Onkel hatte das Grundstück 2003 von seiner Schwester geerbt.Das Grundstück befand sich im Privatvermögen.
Ich beabsichtige nun das Grundstück zu verkaufen,wenn dies steuerfrei möglich ist.Die 10 Jahresfrist sollte wohl gemäß der Fußstapfentheorie schon abglaufen sein.Gilt das auch für den in 2015 von meinem Vater überlassenen Anteil,oder fängt die 10 Jahresfrist hier wieder von vorne an zu laufen ?
Die Grundstücksanteile meines Vaters wurde mir kostenfrei übertragen.Ich habe jedoch die Erbschaftssteuer meines Vaters übernommen und in 2016 gezahlt.Wirkt sich das eventuell steuerschädlich aus oder bezieht sich eine geleistete Geldleistung nur tatsächlich auf das Grundstück selber,so z.B. als hätte ich meinem Vater ausbezahlt.Laut Finanzamt zieht nur eine unentgeldliche Übertragung keine Steuerzahlung nachsich..
Sorry,ist etaws länger geworden.Ich hoffe jemad kann mir helfen.
Viele Grüße....


Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

In der Tat besteht die Gefahr, dass die Übernahme der Erbschaftssteuerschuld Ihres Vaters durch Sie von dem Finanzamt als Gegenleistung angesehen wird. Dabei kommt es jedoch entscheidend auf den Inhalt des Immobilienvertrages an. Wenn die Übernahme der Erbschaftssteuerschuld nicht im Vertrag festgeschrieben wird, sind Sie außer Gefahr. Das Gleiche gilt, wenn die Übernahme zwar im Vertrag steht, aber nur als weitere Schenkungsvereinbarung und ohne dass es als Bedingung für die Immobilienüberschreibung festgelegt wird.

Bitte lesen Sie daher nochmal den damaligen Notarsvertrag genau durch, ob und wie dort die Übernahme der Erbschaftssteuer festgeschrieben wird.

Wenn die Übernahme der Erbschaftssteuer nicht als Gegenleistung für die Immobilienüberschreibung anzusehen ist, schulden Sie keine Spekulationssteuer für den zukünftigen Verkauf der Immobilie, da dann die Frist mindestens ab dem Erbwerb durch die Schwester des Onkels lief und damit bereits abgelaufen ist.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.03.2017 | 00:17

Vielen Dank für die fachkundige und schnelle Beantwortung meiner Frage.
In dem Notarvertrag ist die Zahlung der Erbschaftssteuer nicht als Bedigung
für die Übertragung der Anteile meines Vaters genannt.Es steht lediglich unter
§ 9.......Die Erschienenen zu 2)und3)erklären,dass die Anzeige des Übertragungsvertrages bei der Erbschaftssteuerstelle nicht erforderlich ist,da die Erbschaftssteuer für den Erwerb des Vermächnisses bereits festgesetzt worden ist.Ich denke das hat mit dem angefragten sachverhalt nichts zu tun....
Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.03.2017 | 01:12

Sehr geehrter Ratsuchender,
in der Tat hat das nichts mit dem angefragten Sachverhalt zu tun. Das ist lediglich ein Vermerk, dass der Notar den Vertrag nicht dem Finanzamt vorlegen muss.
Mit freundlichen Grüßen
Robert Weber,
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.03.2017 | 00:19

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