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Steuerfreibetrage fur Kind


18.07.2007 19:53 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers



Nov.1997 haben meine Eltern mir ihr Haus in Deutschland ueberschrieben sodass ich Eigentuemerin bin. Sie behielten sich ein notariel festgelegtes Niessbrauchrecht im weitesten Sinn. Inzwischen ist meine Mutter im Pflegeheim. Mein Vater lebt im Haus. Ich lebe schon seit Jahrzenten in der USA und habe auch die amerikanische Staatsbuergerschaft.

Im Sterbefall meines Vaters kann ich das Niessbrauchrecht meiner Mutter bezahlen und das Haus verkaufen. Steht mir der Freibetrag eines Kindes zu obwohl ich nicht deutsche Staatsbuergerin bin und keinen Wohnsitz in Deutschland habe? Oder falle ich in die Rubrik der “beschraenkten Steuerpflicht” mit dem viel niedrigeren Freibetrag?

Vielen Dank fuer eine Antwort!
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Nach § 16 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG (i.V.m. § 2 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG) steht Ihnen als Kind der Schenker/Erblasser ein Freibetrag in Höhe von 205.000,00 EUR zu. Die Höhe des dem Erwerber zustehenden Freibetrags bestimmt sich nach dieser Vorschrift i. V. m. § 15 ErbStG allein nach dessen Verwandtschaftsverhältnis zum Schenker/Erblasser. Es ist daher unerheblich, dass Sie weder die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen noch keinen Wohnsitz in Deutschland haben. Der Freibetrag steht Ihnen sowohl im Verhältnis zu Ihrem Vater als auch zu Ihrer Mutter zu. Stand das Ihnen übertragene Haus im gemeinschaftlichen Eigentum Ihrer Eltern, verdoppelt sich also dieser Freibetrag.

Ich hoffe, ich habe Ihnen mit dieser Antwort weiterhelfen können.

Mit freundlichen Grüßen
Achim Schroers
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.07.2007 | 17:57

Sehr geehrter Herr Schroers:
Vielen Dank fuer Ihre Antwort. Sie hilft mir gut weiter. Eine ganz kurze Erklaerung bitte: Was bedeutet i. V. m.?
Also nochmals besten Dank.

Brigitte Quinsey

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.07.2007 | 16:13

Sehr geehrte Fragstellerin,

i.V.m. ist die Abkürzung für "in Verbindung mit". § 2 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG, auf den § 16 Abs. 1 ErbStG verweist, regelt genau Ihren Fall. Und in § 15 ErbStG ist in Abhängigkeit vom Verwandtschaftsverhältnis des Erwerbers zum Schenker bzw. Erblasser, dessen Zugehörigkeit zu einer der drei Steuerklassen festgelegt, von denen in § 16 ErbStG die Rede ist.

Mit freundlichen Grüßen
Achim Schroers
Rechtsanwalt

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