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Steuererklärung nach unterjährigem Umzug von Deutschland nach Österreich (unselbst.)

19.03.2021 15:25 |
Preis: 75,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hoffe Sie können mir beim folgenden Sachverhalt helfen:
Wohnsitz in Österreich seit 12/2016 (wo ich aufgrund meines Lebensgefährten auch meinen Lebensmittelpunkt habe). Ab 10/2018 unselbstständige Erwerbstätigkeit in Augsburg/Deutschland mit eigenem Wohnsitz aufgrund der Entfernung (Wohnsitz in Österreich weiterhin aufrecht). Steuererklärung 2018 und 2019 unproblematisch, auch die doppelte Haushaltsführung wurde ohne Probleme akzeptiert (Steuererklärung in Deutschland).

Nun habe ich (auch aufgrund der COVID-Situation) meine unselbstständige Tätigkeit in Deutschland per 15.07.2020 beendet (Wohnsitz bereits mit Ende Mai 2020 gekündigt, eigentlich bereits ab März 2020 im Homeoffice in Österreich). Von 16.07.2020 bis 01.09.2020 arbeitslos gemeldet in Österreich. Ab 01.09.2020 wieder unselbstständig erwerbstätig in Österreich.

Nun stellt sich mir die Frage, in welchem Land eine Steuererklärung zu machen ist?
1) In Deutschland
2) In Österreich
3) In beiden Ländern?

Angenommen eine Steuererklärung wäre in beiden Ländern zu machen, wo wäre dann der Progressionsvorbehalt anzugeben?
1) Muss ich in der deutschen Steuererklärung die österreichischen Einkünfte angeben, und diese werden dann für die Durchschnittssteuersatzberechnung herangezogen?
2) Oder ist das in Österreich notwendig?
3) Oder in beiden (das würde dann aber zu höheren Steuerabgaben führen)?

Auch wäre mir wichtig, dass ich die doppelte Haushaltsführung in Deutschland für 2020 noch absetzen kann.

Ich würde Sie um eine Antwort bitten, wie und wo ich die Steuererklärungen rechtssicher und steuereffizient (auch unter Berücksichtigung des doppelten Haushalts) abzugeben habe und auch in welcher (Länder-) Reihenfolge.

Danke und beste Grüße


19.03.2021 | 16:13

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,
gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.
Zu Ihren Fragen…

Nun stellt sich mir die Frage, in welchem Land eine Steuererklärung zu machen ist?

Für das Jahr des Umzuges werden Sie in beiden Ländern Steuererklärungen abzugeben haben.

Den Progressionsvorbehalt geben Sie ja insoweit nicht an, sondern erklären lediglich Ihre gesamten Welteinkünfte. Insoweit also auch die Einkünfte aus Deutschland in Österreich und umgekehrt.
Entsprechend werden in Österreich die in Deutschland bis zu Ihrem Umzug vereinnahmten Einkünfte der Progression unterfallen und umgekehrt.
Das wird zwangsläufig in beiden Ländern zu einem progressiven und somit höheren Steuersatz für die Besteuerung des jeweils steuerbaren Einkommens führen.

Für die Zeit der unbeschränkten Steuerpflicht, also dem Innehaben einer Wohnung oder ständigen Wohnsitz, sollte beim Vorliegen der Voraussetzungen für die Abzugsfähigkeit der Kosten der doppelten Haushaltsführung (das ergibt sich also aus der Natur der Sache) diese berücksichtigt werden können.

Wie und wo Sie die entsprechende Steuererklärung in Österreich abzugeben haben, vermag ich nicht zu sagen, dass wird Ihnen aber auch sicherlich Ihr örtlich zuständiges österreichisches Finanzamt auf Nachfrage mitteilen.
In Deutschland haben Sie bis zum 31.07.2021 die Steuererklärung abzugeben. Das können Sie auch über das Portal „Mein Elster" https://www.elster.de/eportal/start einreichen. Dazu benötigen Sie aber eine Zertifikatsdatei. Arbeitnehmer können aber immer noch die Erklärung in Papierform abgeben.

Eine Reihenfolge der Erklärungen ist nicht einzuhalten.

Ich möchte dabei zusätzlich anmerken, dass so Sie bereits seit 2016 einen Wohnsitz in beiden Ländern inne hatten, waren Sie bisher ohnehin dazu verpflichtet in beiden Ländern eine Steuererklärung abzugeben und in beiden ihr gesamtes Welteinkommen zu erklären.
Entsprechend des DBA hätten die Steuerbehörden zu ermitteln, welchem der Vertragsstaaten für die jeweiligen Einkünfte das Besteuerungsrecht zufällt.

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen




Rechtsanwalt Andreas Wehle

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