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Steuererklärung in der Wohlverhaltensperiode


11.06.2014 10:08 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin seid 17.08.2010 in der Privatinsolvenz und seit dem 17.01.2013 in
der Wohlverhaltensperiode.
Mein Treuhändler hat nie Unterlagen für eine Steuererklärung von mir gefordert gehabt. Ich habe auch nie eine Abtretung für eine Steuererklärung gemacht.
Nun meine Fragen: Wenn ich jetzt eine Steuererklärung mache für 2014, muss ich das Geld teilen mit meinem Anwalt oder nicht? Und wie sieht das aus mit dem Jahr 2010, 2011, 2012, 2013?Wenn ich für die Jahre eine Steuererklärung machen lasse, muss ich dem Anwalt dort das Geld geben?
Ich möchte halt keinen Fehler machen in meiner Insolvenz und würde mich freuen wenn Sie mir drauf eine Antwort geben.
Mit freundlichen Grüßen und besten Dank im Voraus

Sehr geehrter Fragesteller,

es kommt darauf an, was in Ihren Beschluss über die Aufhebung des Insolvenzverfahrens steht. Das Gericht könnte dort eine so genannte Nachtragsverteilung für den Zeitraum vor und während des Insolvenzverfahrens angeordnet haben. Dann würden alle Steuerrückerstattungen, die sich auf Zeiträume vor oder während des laufenden Insolvenzverfahrens beziehen, zur Insolvenzmasse gehören. Das würde dann bedeuten, dass - sofern sich aus Ihren Steuererklärungen bis zum 17.1.2013 Rückzahlungen an Sie ergeben - Sie diese vollständig an die Insolvenzmasse (also den Treuhänder) abführen müssten.

Sollte eine solche Nachtragsverteilung nicht angeordnet worden sein, kann dies aber auch noch nachträglich erfolgen. Es steht im Ermessen des Insolvenzgerichts gemäß § 203 Abs. 2 InsO eine Anordnung der Nachtragsverteilung zu erteilen. Die vorzitierte Vorschrift besagt, dass die Aufhebung des Verfahrens einer Anordnung einer Nachtragsverteilung nicht entgegensteht.

Wegen der Erklärung für 2014 müssten Sie keine Erstattungen an den Treuhänder abführen. Allerdings dürfte das Finanzamt - sofern es noch Forderungen gegen Sie hat - damit aufrechnen. (BGH IX ZR 115/04 vom 21. Juli 2005)

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


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