Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
505.147
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Steuererklärung in der Wohlverhaltensperiode

11.06.2014 10:08 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin seid 17.08.2010 in der Privatinsolvenz und seit dem 17.01.2013 in
der Wohlverhaltensperiode.
Mein Treuhändler hat nie Unterlagen für eine Steuererklärung von mir gefordert gehabt. Ich habe auch nie eine Abtretung für eine Steuererklärung gemacht.
Nun meine Fragen: Wenn ich jetzt eine Steuererklärung mache für 2014, muss ich das Geld teilen mit meinem Anwalt oder nicht? Und wie sieht das aus mit dem Jahr 2010, 2011, 2012, 2013?Wenn ich für die Jahre eine Steuererklärung machen lasse, muss ich dem Anwalt dort das Geld geben?
Ich möchte halt keinen Fehler machen in meiner Insolvenz und würde mich freuen wenn Sie mir drauf eine Antwort geben.
Mit freundlichen Grüßen und besten Dank im Voraus

Sehr geehrter Fragesteller,

es kommt darauf an, was in Ihren Beschluss über die Aufhebung des Insolvenzverfahrens steht. Das Gericht könnte dort eine so genannte Nachtragsverteilung für den Zeitraum vor und während des Insolvenzverfahrens angeordnet haben. Dann würden alle Steuerrückerstattungen, die sich auf Zeiträume vor oder während des laufenden Insolvenzverfahrens beziehen, zur Insolvenzmasse gehören. Das würde dann bedeuten, dass - sofern sich aus Ihren Steuererklärungen bis zum 17.1.2013 Rückzahlungen an Sie ergeben - Sie diese vollständig an die Insolvenzmasse (also den Treuhänder) abführen müssten.

Sollte eine solche Nachtragsverteilung nicht angeordnet worden sein, kann dies aber auch noch nachträglich erfolgen. Es steht im Ermessen des Insolvenzgerichts gemäß § 203 Abs. 2 InsO eine Anordnung der Nachtragsverteilung zu erteilen. Die vorzitierte Vorschrift besagt, dass die Aufhebung des Verfahrens einer Anordnung einer Nachtragsverteilung nicht entgegensteht.

Wegen der Erklärung für 2014 müssten Sie keine Erstattungen an den Treuhänder abführen. Allerdings dürfte das Finanzamt - sofern es noch Forderungen gegen Sie hat - damit aufrechnen. (BGH IX ZR 115/04 vom 21. Juli 2005)

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 65414 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Die Antwort war sehr schnell, im großen und ganzen, bis auf paar Fremdwörter, deren Bedeutung man aber schnell im Duden recherchieren konnte, ausführlich, der Sinn der Fragestellung wurde erkannt und wenn man den vereinbarten ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle Rückmeldung, angemessene Erklärung, sehr freundlicher Ton, Sachverhalt konnte mit der Agentur für Arbeit daraufhin geklärt werden, herzlichen Dank, sehr empfehlenswerter Anwalt ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Top Beratung! Viel Dank! ...
FRAGESTELLER