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Steuererklärung fuer Grenzgänger in die Schweiz

| 15.03.2009 20:38 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Holger J. Haberbosch


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frage ist, ob und wie ich als Grenzgänger unter den gegebenen Bedingungen Einkommensteuererklärung in Deutschland ausfühle:

In 2008 war ich im Angestelltenverhältnis in der Schweiz beschäftigt und in Deutschland wohnhaft, also Grenzgänger aus deutscher Sicht. Mit dem Zug benötigte ich für heimweg nach Deutschland mehr als zwei Stunden. Unter den gegebenen Bedingungen war es für mich nicht zumutbar täglich nach Hause zurückzukehren. In dieser Zeit hane innerhalb der Woche in der Schweiz gewohnt und erst an Wochenenden einmal in der Woche nach Hause (nach Deutschland) gekommen.

Der Einkommensteuer (der heisst in der Schweiz Quellensteuer) wurde von meinem schweizer Gehalt direkt abgezogen.

In selben Jahr habe ich in Deutschland ein Immobilien gekauft und vermietet, also auch Einkünfte in Deutschland gehabt.

Nun bin ich vom Finanzamt aufgefordert, eine Steuererklärung abzugeben.

1. Trifft für mich die 60-Tage-Regelung zu, wonach ich keine Einkommensteuer in Deutschland zahlen sollte?

2. Wie genau soll ich in der Steuererklärung meine Einkunfte optimal fur mich deklarieren (ich bin alleinstehend, Einkommensgruppe 1):

- Muss ich meine schon versteuerte Einkünfte in der Schweiz offenlegen?
- Wenn ja, wie genau: unter welcher Ziffer der Steuererklärung.
- Muss ich bei der Steuererklärung auch mein schweizer Einkommensnachweis beilegen.
- Wenn nein (ich nehme an, das ist günstiger für mich), wie soll ich das deklarieren: als null-Wert (unter welcher Ziffer der Steuererklärung) oder geben gar keine Angaben. Soll ich das begründen?, wie?

3. Kann ich meine heimreise ein Mal in der Woche steuerlich absetzen?

4. Welche andere Steuervergünstugungen Ihrer Meinung nach kämen für mich in die Frage?

Es würde mir sehr viel helfen, wenn Sie bitte innerhalb 7-10 Tagen antworten könnten.

Vielen Dank im voraus,
Mit freundlichen Grüssen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich anhand Ihrer Angaben und des von Ihnen ausgelobten Einsatzes wie folgt beantworten:

1.Anhand Ihrer Angaben, dass Sie jeweils nur für die Wochenenden nach D zurückgekehrt sind, würde die 60-Tage-Regelung greifen. Dies müssten Sie dem Finanzamt jedoch auch belegen können, insbesondere durch Vorlage Mietvertrag CH, Angabe von Gründen, Nachweise über Einkäufe in CH usw. Sollte die 60-Tage-Regel belegt werden können, würde diese greifen und Ihre schweizer Einkünfte würden in D nicht besteuert werden.

2. Sie müssten diese Einkünfte jedoch in der Anlage N-Gre angeben, da diese Einkünfte im Rahmen des Progressionsvorbehaltes berücksichtig werden.
Das Formular finden Sie unter https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form/display.do?%24context=1

Hier müssen Sie alle Angaben machen und letztlich auch die schweizer Bescheinigung beilegen. Gleichfalls sollten Sie angeben, dass Sie unter die 60-Tage Regel fallen.

3.Für den Fall, dass Sie unter die 60-Tage Regel fallen, werden Ihre Arbeitseinkünfte nicht in D besteuert sondern lediglich für die Besteuerung Ihrer Immobilien-Einkünfte zum Progressionsvorbehalt herangezogen. Aus diesem Grunde sind Ihre Kosten für die Fahrten nach D auch nicht abzugsfähig. Möglicherweise ist dies jedoch im Rahmen der schweizer Besteuerung der Fall.

4. Für Sie kommen lediglich die Werbungskosten im Rahmen Ihrer Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung in Betracht, gleichfalls Vorsorgeaufwendungen welche Sie in Deutschland getätigt haben.

Bewertung des Fragestellers 29.03.2009 | 20:59

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