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Steuererklärung: behindertengerechter Umbau einer Wohnung

27.07.2017 11:53 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Richard Claas


Guten Tag,

einfache Frage: müssen Handwerkerrechnungen, die für den behindertengerechten Umbau einer Wohnung deklariert werden, gesondert ausgewiesen werden? Es handelt sich um ganze und abgeschlossene Gewerke für den behindertengerechten Umbau.

Hintergrund: das FA hat den Teil meiner Erklärung zum behindertengerechten Umbau komplett abgelehnt mit der Begründung "Grundsätzlich muss dieser Anteil [der behindertengerechten Umgestaltung] in der Handwerkerrechnung gesondert ausgewiesen werden".

Haben Sie vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe bei meiner Antwort davon aus, dass Sie den behindertengerechten Umbau als außergewöhnliche Belastung i.S.d. § 33 EStG geltend gemacht haben.

Grundsätzlich können die Aufwendungen eines Steuerpflichtigen für die krankheitsbedingte oder behindertengerechte Gestaltung der Wohnung als außergewöhnliche Belastung bei der Einkommensteuer zu berücksichtigen sein.

Es ist dabei zu berücksichtigen, dass regelmäßig nicht die gesamten Aufwendungen für den genutzten Wohnraum, sondern nur die auf der behindertengerechten Ausgestaltung des Objekts beruhenden Mehrkosten sowie die darauf entfallenden Schuldzinsen als außergewöhnliche Belastungen gemäß § 33 EStG abzugsfähig sind.

Die Tatbestandsvoraussetzungen des § 33 EStG sind durch den Steuerpflichtigen grundsätzlich nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen. Hinsichtlich der geltend gemachten Aufwendungen ergibt sich dies zum einen aus der Mitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen insbesondere hinsichtlich Tatsachen, die in seiner Sphäre liegen, zum andern aus dem allg. Grundsatz, dass der Steuerpflichtige für Steuermindernde Tatsachen die Feststellungslast (objektive Beweislast) trägt.

Gesetzliche Regelungen oder Rechtsprechung, nach welcher dieser Nachweis bzw. die entsprechende Glaubhaftmachung mit der Begründung "Grundsätzlich muss dieser Anteil [der behindertengerechten Umgestaltung] in der Handwerkerrechnung gesondert ausgewiesen werden" erfolgen muss, sind mir nicht bekannt.

Der Bundesfinanzhof hat 2011 entschieden, dass ggf. das Finanzgericht zu der Frage, welche baulichen Maßnahmen durch die Behinderung des Steuerpflichtigen oder eines seiner Angehörigen veranlasst sind, und zur Quantifizierung der darauf entfallenden Kosten ein Sachverständigengutachten einzuholen hat (BFH, 24.02.2011 - VI R 16/10).

Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen verständlich beantwortet habe und Ihnen eine entsprechende erste Orientierung bieten konnte. Bei Unklarheiten können Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion nutzen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung. Meine Kanzlei ist auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Claas
Rechtsanwalt

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