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Steuererklärung 2019 mit zweifachem Auslandssachverhalt

| 02.02.2020 13:23 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Ich hatte im Jahr 2019 vom 01.01-31.03 meinen Wohnsitz in Italien und war für einen Österreichischen Arbeitgeber von 01.01.-31.05 tätig der auch für diesen Zeitraum die Lohnsteuer in Östereich einbehalten hat.

Vom 01.04-31.12 war mein Wohnsitz dann in Deutschland und mein Arbeitgeber hat für diese 2 Monate die Lohnsteuer in Deutschland abgeführt sowie auch in Österreich.

01.06-30.06 war ich wegen einvernehmlicher Kündigung nicht beschäftigt.

Vom 01.07-31.12 habe ich für meinen neuen Arbeitgeber in der Schweiz gearbeitet wo ich aufgrund des DBA CH-DE unter die 60 Tage Regelung falle und somit in der Schweiz zum Vollen Quellensteuertarif versteuert werde.

Mir liegen folgende Lohnbescheinigungen aus den jeweiligen Ländern vor (Beträge fiktiv)

01.01-31.05 10.000€ Brutto
Jahreslohnzettel L1 Österreich

01.04-31.05 10.000€ Brutto Lohnsteuerbescheinigung Deutschland

01.07.-31.12 35.000€ Lohnsteuerkarte Schweiz

Dabei habe ich festgrstellt, dass die in Deutschland versteuerten Einnahmen vom 01.04 bis 31.05 auch auf der Österreichischen Steuerkarte inkludiert sind und ich somit für diese 10.000€ in Deutschland und Österreich versteuert wurde. Die Doppelte Steuerlast kann ich allerdings aus Österreich ohne Probleme wider zurückholen.

Wo genau muss ich nun meine Lohnbestandteile aus Österreich und der Schweiz in die Anlage N-Aus eintragen für die Berücksichtigung des Progressionsvorbehaltes?
Ist die Zeile 36 in Anlage N-AUS zu verwenden und in zweifacher Auführung (Einmal für Österreich und einmal für Schweiz)

N-AUS 1
35: 10000 (Deutscher Lohn)
36: 10000 (Österr. Lohn)

N-AUS 2
35 10000 (Deutscher Lohn)
36 35000 (Schweizer Lohn)

Die Aufteilung in Arbeitstage ist mir bekannt.
Sind die Angaben in Anlage N-AUS somit Korrekt?

Danke im Voraus

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst gilt es, die Anlage AUS auszufüllen, und zwar auf Seite 1 Zeilen 4 bis 10 – "Steuerpflichtige ausländische Einkünfte":

Die im steuerpflichtigen Einkünfte sind grundsätzlich auf den Anlagen der entsprechenden Einkunftsart einzutragen, beispielsweise in der Anlage N, der Anlage V oder Anlage KAP.

In den Zeilen 4 bis 10 der Anlage N-AUS beantragen Sie, dass Ihnen im Ausland gezahlte Steuern auf Ihre deutsche Einkommensteuer angerechnet werden.

In Zeile 5 geht es zunächst um die Quelle der Einkunft, in Zeile 6 wird danach gefragt, in welchen Anlagen (beispielsweise Anlage N-AUS) und Zeilen diese Einkünfte enthalten sind. In den Zeilen 7 und 8 machen Sie die gefragten Angaben zur Gesamthöhe der Einkünfte (Zeile 7) sowie zur Höher der in Zeile 7 enthaltenen Einkünfte, für die das Teileinkünfteverfahren greift.

Das Finanzamt wird anschließend prüfen, in welchem Umfang eine steuerliche Berücksichtigung stattfinden kann. Dies ist von Staat zu Staat verschieden, weshalb in der Anlage AUS alle Daten auch getrennt nach Staaten angegeben werden müssen.

Sodann in den Zeilen 36 bis 44 – "Nach DBA steuerfreie Einkünfte / Progressionsvorbehalt":

Nach DBA steuerfreie Einkünfte sind ausschließlich in der Anlage AUS einzutragen. Diese Einnahmen werden in Deutschland nicht besteuert, wirken sich aber auf die Höhe Ihrer steuerpflichtigen Einkünfte aus („Progressionsvorbehalt").

Sie machen also alles richtig, wenn Sie die österreichischen und schweizerischen Arbeitseinkünfte getrennt eintragen.

Ich hoffe, Ihre Frage beantwortet zu haben, ansonsten fragen Sie gerne nach.

Mit freundlichen Grüßen!

Elisabeth v. Dorrien
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 04.02.2020 | 13:18

Ich danke Ihnen sehr für Ihre Anführungen.

Letztere Frage ist ob ich jeweils eine Anlage-AUS für Österreich und die Schweiz anfertigen muss?Anlage N-AUS ist für mich vollkommen klar dass diese pro Staat einmal ausgefüllt werden muss.

Lg

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.02.2020 | 13:38

Vielen Dank für Ihre freundliche Nachfrage!

Die Anlage AUS bietet Platz für die Angabe der (Lohn-) Einkünfte aus mehreren Staaten, insofern müssen Sie nicht getrennte Anlagen ausfüllen, sondern es genügt die jeweils konkrete Angabe in den Zeilen 31 ff.

Nochmals viele Grüße!

Bewertung des Fragestellers 06.02.2020 | 00:21

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Stellungnahme vom Anwalt:

Das freut mich - vielen Dank!