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Steuerberater hat nicht in meinem Sinne gearbeitet


22.12.2017 10:57 |
Preis: 25,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt



Guten Tag,
ich bin seit 7 Jahren Selbstständig und hatte von 2010-januar 2017 einen Steuerberter. Dieser ist in Rente gegangen, also habe ich mir ein im Umfeld liegendes Steuerbüro gesucht.

Vorab gesagt, ich bin eher der Praktische und folge dem was der Steuerberater mir empfiehlt oder sagt.

Das neue Steuerbüro (Inhaber & eine Angestellte) war sehr freundlich, angagiert und offen.

Am 10.10.2017 erhielt ich auf einmal Post vom Finanzamt mit einer Schätzung von 30Tausend Euro.
Resultierend daraus das im Februar, März, April, Mai, Juni (ausgesetzt), Juli, August, September 2017 KEINE Voranmeldung der Umsatzsteuer abgegeben wurde.

Somit wurden mir alle Konten gespeert und der Steuerberater war nicht mehr zu erreichen.

Am 11.10.2017 kündigte ich ihm sofort jegliches mandat und in meinem Namen zu handeln. Am 11.10.2017 besorgte ich mir einen Steuerberater der ein befreundetes Großunternehmen Berät. (Demnach wird er wissen was er tut und das vertrauen ist natürlich demnach größer).

Mein neuer Steuerberater gab Vollgas um alles zu richten. Am 29.10.2017 hatte ich die Schätzung zusammen udn konnte meine Steuerschätzung überweisen sodass die KOnten wieder frei sind.

Am 29.10.2017 erhielt ich post das die abgegeben Voranmeldungen nun da seien und die Schätzung auf 15Tausend reduziert wird. Beudetet : DER ALTE STEUERBERATER hat trotz Mandatskündigung dinge eingereicht in meinem Namen.

Der Neue Steuerberater hat natürlich Gas gegeben und die Monate aufgearbeitet und auch eingereicht. Demnach wurde es doppelt eingereicht.

Durch dieses ganze hin und her sind mir unglaubliche Kosten entstanden.

Ich möchte gerne mein Geld zurück. Ein verfasstes Schreiben (welches ich noch nicht abgeschickt habe) ist vorbereitet. Nur weiss ich nicht ob es eine Grundlage hat.

Das Schreiben sieht wie folgt aus, jedoch weiss ich nicht ob dies alles greifbar ist oder ob ich da nochmehr rausholen kann.

Schreiben :






Betreff: Versäumniszuschläge und angefallene Kosten


Sehr geehrter Herr XYZ,
aus meinen Unterlagen ist ersichtlich, das folgende Honorare an Sie gezahlt wurden mit folgenden Leistungen, bzw. nicht Leistungen.

13.03.2017 500,00€ Nur Lohnabrechnungen, keine Voranmeldung ,
29.03.2017 500,00€ Nur Lohnabrechnungen, keine Voranmeldung
28.04.2017 500,00€ Nur Lohnabrechnungen, keine Voranmeldung
30.05.2017 500,00€ Nur Lohnabrechnungen, keine Voranmeldung
29.06.2017 500,00€ Lohnabrechnungen + Voranmeldung
28.07.2017 500,00€ Nur Lohnabrechnungen, keine Voranmeldung
30.08.2017 500,00€ Nur Lohnabrechnungen, keine Voranmeldung
29.09.2017 500,00€ Keine Lohnabrechnung, keine Voranmeldung, keine Buchungen


gesamt 4.000,00€



Die Buchhaltung für September 2017 wurde nicht erstellt. Die Buchhaltungen der Vormonate waren unvollständig, die Konten nicht abgestimmt.
Umsatzsteuer-Voranmeldungen für März bis August 2017 wurden dem Finanzamt bis zur Kündigung der steuerlichen Vertretung bis zum 11.10.2017 nicht übermittelt.

Des weiteren ist aufgefallen das es für keinen Abrechnugsmonat eine Abrechnung Ihres sich gezahlten Honorares gibt. Somit kann ich auch dafür keine Vorsteuer geltend machen. Ohne Abrechnung der Monate müsste ich den Gesamtbetrag zurückverlangen. Ich bitte dies zu korrigieren.


Nach dem 11.10.2017 (bereits gekündigtes Mandat) wurden dem Finanzamt Rückwirkend Unterlagen durch Sie eingereicht. Aufgrund der schnellen Bearbeitung und Aufarbeitung meiner Unterlagen durch den neuen Steuerberater erfolgte eine Doppelabgabe der Unterlagen was für weitere Schwierigkeiten führte.


Ferner sind durch nicht abgegebenen Umsatzsteuer-Voranmeldungen folgende Verspätungszuschläge angefallen

Mrz 17 240,00€
Apr 17 80,00€
Mai 17 140,00€
Jul 17 35,00€
Aug 17 50,00€

gesamt 545,00€



Die Versäumniszuschläge resultieren aus der nicht Abgabe der Voranmeldungen.

Aufgrund der nichteingereichten Voranmeldung resultieren daraus auch die Säumniszuschläge der Umsatzsteuer


Mrz 17 239,00€
Apr 17 213,50€
Mai 17 171,00€
Jul 17 80,00€
Aug 17 8,50€

gesamt 788,50€




Aufgrund dessen wurden ich geschätzt und hat mich und meinen Betrieb in eine Finanzielle Notlage gebracht. Die Kosten der Pfändung und der Belaufenden Rückbelastungsbeiträge wurden aufgrund der hohen Schätzung zu meinen Ungunsten belastet.

Die Mahnkosten aufgrund des gepfändeten Kontos und Rückbelastungen setzen sich wie folgt zusammen:

Konto 1 – in der Zeit der Pfändung : 42 x 2,50€ = 105,00€
Konto 2 – in der Zeit der Pfändung : 13 x 2,50€ = 32,50€
Konto 3 – in der Zeit der Pfändung : 2 x 2,50€ = 5,00€
Konto 4 – in der Zeit der Pfändung: 12 x 2,50€ = 30,00€
Konto Privat – in der Zeit der Pfändung : 5 x 2,50€ = 12,50€

Gesamt: = 190,00€




Die Kontokorrent in Anspruchnahme von 10.000€ über den Zeitraum von 6 Wochen betragen 131,25€

Bedingt durch die Unstimmigkeiten in den Kassenbuchungen der Vormonate mussten durch die Kanzlei XYZ korrigiert werden. Auch hier sind kosten durch Ihre unsachgemäße Arbeit angefallen. Diese Kosten betragen : 1264,50€ nur die Aufarbeitung der Unterlagen

Diese Schlechtleistung aus unserer Vereinbarung möchte ich so nicht hinnehmen und bitte um eine Schriftlichen Vorschlag der Rückzahlung.

Auflistung der mir entstandenen Kosten durch Schlechtleistung und resultierend aus nicht erledigter Arbeit

Versäumniszuschläge der Umsatzsteuer Voranmeldung : 545,00€
Mahnkosten aufgrund der Pfändung: 190,00€
Kontokorrent in Anspruchnahme: 131,25€
Gezahltes Honorar September 2017 ohne Leistung 500,00€
Säumniszuschläge 788,50€
Aufarbeitung der Unterlagen 1264,50€

Gesamt : 3419,25€

Die Gesamtkosten von 3419,25€ fordere ich hiermit zurück und bitte um
Überweisung des Betrages auf mein Ihnen bekanntes Konto.

Darüber hinaus bitte ich Sie, mir bis zum 10.01.2018 einen Vorschlag zu machen wie wir uns über die zu viel gezahlten Honoarkosten wegen nicht erbrachter Leistung einigen können.

Mit freundlichem Gruß,






Ich hoffe Sie verstehen meine Lage und auch meine Frage...

Kurz : Kann ich es so abschicken, hat es grundlade, kann ich was beifügen weil mich das ganze tausende telefonate, termine, lieferantentermine, schwierigkeiten etc erbracht hat? Kann ich nochwas rausschlagen?

Natürlich ist der Satz "merkst du nicht das du keine Steuern gezahlt hast"... ehrlich gesagt, ich bin froh das dass geschäft läuft und wenn geld rein kommt und der Steuerberater mit allen vollmachten sagt "alles in ordnung"... dann nehme ich das so hin .


Vielen dank für ihre antworten

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Es handelt sich um Schadensersatzrecht. Hier haben wir den Grundsatz, dass man nur das als Schaden geltend machen kann, was tatsächlich (an Geld) angefallen ist. Dementsprechend haben Sie zutreffend bereits nur die Positionen aufgelistet, die Ihnen Mehrkosten verursacht haben.

Sie können das vorbereitete Schreiben so abschicken. Sicherlich wird der Steuerberater entgegnen, dass Sie auch die Pflicht gehabt hätten, mit zu überprüfen, ob Erklärungen abgegeben wurden, bzw., dass es Ihnen auf den Kontoauszügen aufgefallen sein müsste, dass das FA nicht die USt. abgebucht hat, bzw. falls keine Abbuchungsermächtigung erteilt wurde, keine Zahlungsaufforderungen geschickt hat.
Zudem wird der Stb. sich möglicherweise darauf berufen, dass er auch nach dem Entzug des Mandats seiner vertraglichen Verpflichtung nachkommen musste und die Erklärungen noch abgeben.

Sie haben ja bereits selbst eine Einigungsmöglichkeit in Betracht gezogen. Das Schreiben ist aber um einen Anfang zu machen, sicherlich tauglich.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Draudt
Rechtsanwältin


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