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Steuerberater hat eingereichte Belege nicht überprüft

| 03.12.2019 20:38 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Betrifft Steuererklärung :
Beim Zusammenrechnen von Einkommensbelegen über Excel ist mir ein Fehler passiert und es ist bei am Ende eine zu niedrige Summe errechnet worden. Diese Summe wurde ungeprüft durch den Steuerberater in die Steuererklärung eingetragen . Die Einzelbelege wurden dem Steuerberater mit übergeben.
Nun ist das Finanzamt auf den Fehler aufmerksam geworden und hat ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung gegen mich eingeleitet.
Frage : Ist der Steuerberater verpflichtet , die Einzelbelege zu prüfen und selbst zusammenzurechnen oder darf er sich auf meine Zusammenrechnung verlassen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das hängt tatsächlich davon ab, was Sie mit Ihrem Steuerberater vereinbart haben. Wenn der Steuerberater mit Ihnen keine Abschlussprüfung oder prüferische Durchsicht der von Ihnen eingereichten Unterlagen vereinbart, sondern nur die Übertragung der von Ihnen gelieferten Daten in die von ihm zu fertigende (elektronisch übermittelte) Steuererklärung zugesagt hat, dann wird er die mit eingereichten Belege nicht eigens zusammengerechnet und die von Ihnen ermittelte Summe nicht kontrolliert haben. Er wird dann auch keinen einen Bestätigungsvermerk oder eine Bescheinigung "nach prüferischer Durchsicht" erteilt haben. Das können Sie mittels der von Ihrem Steuerberater Ihnen übermittelten Unterlagen nachprüfen.

Ich würde Ihnen aber ganz unabhängig von der Mitwirkung Ihres Steuerberaters die Einleitung eines Steuerstrafverfahrens nicht einfach hinnehmen. Wenn eine schlichte Fehlerrechnung vorliegt, dann würde ich das auch genauso dem Finanzamt mitteilen, Schreiben Sie einen Brief (dazu brauchen Sie keinen Rechtsanwalt), in dem Sie möglichst genau schildern, wie es zu der falschen Summenbildung in der Excel-Tabelle gekommen ist, und entschuldigen Sie sich für den Fehler.

Das Finanzamt ist manchmal (das ist regional sehr verschieden) schnell dabei, ein Steuerstrafverfahren einzuleiten und einen Verdacht auf Steuerhinterziehung zu äußern, obwohl es dafür keine anderen Anhaltspunkte gibt, als dass eben ein "Fehler" passiert ist. Dass objektiv eine Steuerverkürzung vorliegt, heißt noch nicht, dass diese auch dem Steuerpflichtigen bekannt war und er diese gewollt hat (Vorsatz). Diesen Steuerhinterziehungsvorsatz gemäß § 370 AO: Steuerhinterziehung muss die Behörde Ihnen nachweisen, auch wenn da oft nach dem Motto "Das muss der doch gemerkt haben, also hat er das beabsichtigt!" verfahren wird.

Es kann aber auch eine bloß leichtfertige Steuerverkürzung nach § 378 AO: Leichtfertige Steuerverkürzung (Bußgeldtatbestand) vorliegen - dazu sollten Sie sich (untechnisch) äußern, indem Sie - wie gesagt - schildern, wie es zu dem Flüchtigkeitsfehler bei der Zusammenrechnung gekommen ist. Je genauer Sie den Vorgang beschreiben, desto eher wird die Behörde geneigt sein, diese Ausführungen nicht als bloße Schutzbehauptung anzusehen.

Sollten Sie noch Fragen haben, so wenden Sie sich gerne an mich. Mit freundlichem Gruß!

Rechtsanwältin Elisabeth v. Dorrien

Rückfrage vom Fragesteller 03.12.2019 | 22:22

Mit dem Steuerberater gibt es nur eine mündliche Vereinbarung. Was gilt dann : Nur die Übertragung ins Steuerformular oder auch die rechnerische Prüfung ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.12.2019 | 22:27

Es kommt nicht darauf an, ob mündliche oder schriftliche Vereinbarung, sondern WAS vereinbart wurde und ob Sie diese Vereinbarung nachweisen können, bei mündlicher Vereinbarung etwa durch Zeugen.

Bewertung des Fragestellers 05.12.2019 | 15:00

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