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Steuerberater Rechnung


| 07.02.2018 11:56 |
Preis: 25,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Für eine Kontierung von Belegen als Hilfeleistung für die Einrichtung einer Buchführung erhält der Steuerberater eine 1/10 bis 6/10 Monatsgebühr der vollen Gebühr nach Anlage C, § 33 Abs. 2 StBVV. Ein Gebührenanspruch setzt eine vorherige Beauftragung voraus.


Hallo,
mein Mann ist selbstständiger Musiker und wir hatten jahrelang eine Steuerberaterin die uns für Gewinnermittlung,
Umsatzsteuerklärung, Einkommenssteuererklärung zwischen 600 und 800 Euro berechnet hat. Nun ist sie in Rente
gegangen und wir haben die erste Rechnung von unserem neuen Steuerberater bekommen. Bei ungefähr gleichem
Jahresumsatz berechnet der uns jetzt mehr als das doppelte 1854,00 Euro.
Da Freiberufler ja keine Gewerbesteuer bezahlen ist eine aufwändige Buchführung und Bilanz nicht nötig, trotzdem
gibt es einen Posten in der Rechnung über Buchführung einschließlich des Kontierens der Belege nach Buchungszeiten über
781,20 Euro.
Ein meiner Meinung nach unnötiger Posten, den unsere vorherige Steuerberatering nie auf der Rechnung hatte.
Wir geben alle Unterlagen organisiert und in einer Mappe geordnet ab. Mein Mann hat 1-2 Auftritte in der Woche
Wir fühlen uns abgezockt und würden gerne wissen ob und was wir gegen die mehr als doppelt so hohe Rechnung tun können.
Eine Mail in der ich mich über den Posten beschwert habe wurde nicht beantwortet und ein Telefonat wurde nach 2 Minuten
Laut und unsachlich....
Mit freundlichen Grüßen
07.02.2018 | 19:30

Antwort

von


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01067 Dresden
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach § 33 Absatz 2 der Steuerberatervergütungsordnung (StBVV) erhält der Steuerberater für das Kontieren der Belege als Hilfeleistung bei der Einrichtung einer Buchführung 1/10 bis 6/10 einer vollen Monatsgebühr nach Anlage C:

Gegenstandswert volle Gebühr in Euro

15 000:  61
17 500:   67
 20 000:  74
 22 500:  79
 25 000:  85
 30 000:  91
 35 000:  98
 40 000: 103
 45 000: 109
 50 000: 116
 62 500: 122
 75 000: 133
 87 500: 146
100 000: 158
125 000: 176
150 000: 194
200 000: 231
250 000: 267
300 000: 303
350 000: 340
400 000: 371
450 000: 400
500 000: 431
vom Mehrbetrag über 500 000 Euro je angefangene 50 000 Euro  30

Gegenstandswert ist der jeweils höchste Betrag, der sich aus dem Jahresumsatz oder aus der Summe des Aufwandes ergibt (§ 33 Abs. 6 StBVV).

Ein Zeit- oder Stundenhonorar kann nur verlangt werden, wenn es ausdrücklich vereinbart wurde (§§ 13 Satz 1 Nr. 1, 33 Absatz 7 StBVV). Andernfalls kann der Steuerberater nur 1/10 bis 6/10 Monatsgebühr nach § 33 Absatz 2 StBVV, Anlage C verlangen.

Ob eine Kontierung der eingereichten Belege für eine Fertigung der Steuererklärung durch den Steuerberater erforderlich war, kann ich nicht beurteilen.

In jedem Fall braucht sich niemand eine Leistung von einem Steuerberater aufdrängen zu lassen. Ohne Beauftragung zur Kontierung ist der Steuerberater nicht berechtigt, eine Gebühr oder Honorar für das Kontieren in Rechnung zu stellen. Wenn eine Erstellung der Steuererklärung(en) bzw. des Jahresabschlusses nur möglich war, wenn die von Ihrem Mann eingereichten Belege vorher kontiert werden, hätte der Steuerberater Sie darauf hinweisen und anfragen müssen, ob Sie dies wünschen.

Dass die vorherige Steuerberaterin keine Kontierungsgebühr berechnet hat, bedeutet nicht, dass eine Kontierung nicht erforderlich war. Denkbar ist auch, dass die vorherige Steuerberaterin die entsprechende Gebühr nur nicht berechnet hat.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Carsten Neumann

Nachfrage vom Fragesteller 07.02.2018 | 19:49

Vielen Dank für Ihre Antwort,
Wie sollen wir jetzt weiter vorgehen? Einspruch gegen die Rechnung erheben und als Grund Ihre Erklärung
angeben? Kommen wir in Zahlungsverzug wenn wir Einspruch erheben? Die Rechnung kam vor 4 Wochen.
Wie raten Sie uns weiter vorzugehen?
Ich bin rechtschutzversichert
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.02.2018 | 20:23

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn man eine zu Unrecht gestellte Rechnung nicht bezahlt, kommt man nicht in Verzug.

Gegen eine unberechtigte Rechnung muss man nicht formell Einspruch erheben.

Es empfiehlt sich aber gleichwohl, dem Rechnungsaussteller mitzuteilen, weshalb man seine Rechnung nicht bezahlt. Auf diese Weise kann er von einer gerichtlichen Verfolgung seines vermeintlichen Anspruchs abgehalten werden. Dies erspart einem selbst Unannehmlichkeiten, die mit einer Forderungsabwehr in einem Gerichtsverfahren verbunden wären.

Gern übernehme ich für Sie die Forderungsabwehr.

Wenn Sie dies wünschen, darf ich Sie bitten, mir eine Kopie der Rechnung zu übersenden und mir Ihre Rechtsschutzversicherung mitzuteilen.

Mit freundlichen Grüßen,

Carsten Neumann
Rechtsanwalt

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E-Mail: anwaltsbuero-neumann@gmx.de
Fax: 0351/33257002
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Bewertung des Fragestellers 09.02.2018 | 11:18


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