Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Steuerbefreite Vererbung von mehreren Wohneinheiten

| 25.05.2011 15:50 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Nach dem neuen ErbStG gibt es meines Erachtens Steuererbefreiungen im Erbfall, wenn man mehr als eine bestimmte Anzahl von Wohneinheiten im Eigentum hat. Wo liegt hier die Grenze, die überschritten sein muß, was genau sind die Details, und in welcher Norm kann ich dies nachlesen? Gilt diese Erleichterung, egal in welcher Form die Wohnungen im Eigentum stehen, dh auch für das Privateigentum, oder müssen die Wohneinheiten dann in eine Gesellschaft eingebracht sein? Falls ja, welche Rechtsformen sind hier möglich, um von der Steuerbefreiung zu profitieren?

Sehr geehrte Fragstellerin,

entschuldigen Sie, ich hatte Probleme bei dem Einstellen der Antwort.
Ich bin mir nicht sicher, was Sie meinen.
Umfangreiches Immobilienvermögen im Privatbesitz konnte früher steuergünstig über den Weg einer gewerblich geprägten Immobilien GmbH & Co. KG als Betriebsvermögen auf die nächste Generation übertragen werden. Dieser geht nach der Erbschaftsteuerreform nicht mehr u.a. aufgrund der geänderten Bewertungsvorschriften. Sonderregelung für „Wohnungsunternehmen" ein neues Gestaltungsmittel an die Hand gegeben.

Wohnungsunternehmen haben per gesetzlicher Definition stets die begünstigte Eigenschaft als Betriebsvermögen (= Verschonungsabschlag von 85 % bzw. optional 100 % und einen sog. Abzugsbetrag von bis zu 150.000 €). Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der Beschenkte bestimmte Behaltensfristen einhält und Arbeitsplätze im Unternehmen sichert.

Um dieses Steuerprivileg nutzen zu können, muss das Immobilienvermögen
drei Kriterien erfüllen.

Erstens: Es muss sich um Betriebsvermögen handeln. Zweitens: Hauptzweck des Betriebs muss die Vermietung von Wohnungen sein und drittens braucht es einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb.

Ebenfalls unproblematisch ist das zweite Merkmal der Transformation des Immobilienvermögens im Weg einer Sacheinlage bei Gründung der Gesellschaft bzw. als Erhöhung der Kommanditeinlage bei bereits eingetragener Gesellschaft. Die Einbringung der Immobilien in die GmbH erfolgt zum gemeinen Wert bzw. Verkehrswert, auf dessen Basis dann die Abschreibungen erfolgen.

Hauptzweck der GmbH & Co KG muss zwingend die Vermietung von Wohnungen sein, was im Gesellschaftsvertrag zum Ausdruck kommen sollte. Unschädlich ist u.E. eine untergeordnete Vermietung (bis zu 49 %) von Grundstücksteilen zu gewerblichen, freiberuflichen oder öffentlichen Zwecken. Maßgeblich hierfür sind die Grundbesitzwerte im Verhältnis zu den begünstigten Vermietungszwecken, was ggf. im Wege der Schätzung bei gemischtgenutzten Grundstücken zu erfolgen hat.

Als casus cnactus erweist sich in der Praxis das letzte Merkmal des sog. „wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs", da das Gesetz insoweit auf § 14 AO verweist. Die Vorschrift besagt, dass kein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, sondern Verwaltungsvermögen vorliegt, wenn unbewegliches Vermögen vermietet oder verpachtet wird. Da die Vorschrift damit ad absurdum geführt wird, hat der Finanzausschuss im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens dazu protokollieren lassen, dass auch Unternehmen, deren Wohnungsüberlassung im Rahmen eines in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetriebs erfolgt, von der Verschonungsregel für betriebliches Vermögen profitieren sollen, da diese in nicht „unerheblichem Umfang Arbeitsplätze zur Verfügung stellen" (Bericht des Finanzausschusses, BT-Drs. 16/11107 S. 12 ). Ob ein kaufmännischer Geschäftsbetrieb vorliegt, ist anhand einer Gesamtwürdigung der Umstände zu beurteilen. Wann dies der Fall ist und wann nicht, soll insbesondere an der Beschäftigung von Arbeitnehmern festgemacht werden.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 27.05.2011 | 15:12

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Alles bestens, vielen Dank, Sie haben mir sehr geholfen!

"