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Steuerart bei der Veräußerung meiner Anteile an einer GmbH

| 28.01.2016 10:49 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung:

Veräußerungsgewinne aus GmbH Anteilen sind als Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu versteuern, soweit der Freibetrag von 9.060 € überschritten wird.

Ich habe 2007 zusammen mit einem Geschäftspartner eine Firma, GmbH, gegündet. Dabei habe ich nur Geld aus meinem Privatvermögen eingesetzt. Meine einzige Funktion in der Firma war die eines kapitalgebenden Gesellschafters; ich hatte keine operative Funktion in der Firma. Der Firmenwert wurde u.a. durch den Einstieg eines Investors gesteigert.
Nun habe ich meine kompletten Anteile an der GmbH an meinen Geschäftspartner, der auch Geschäftsführer war, verkauft.
Wie muss ich meinen Gewinn aus der Veräußerung versteuern: 1) als Einkünfte aus Kapitalvermögen oder 2) Einkünfte aus Gewerbebetrieb?
Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne helfe ich Ihnen weiter und gebe Ihnen noch ein paar weitergehende Hinweise zur Ihrer Fragestellung:

Der von Ihnen angefragte Fall ist vom Gesetzgeber eindeutig geklärt. In § 17 Abs. 1 Satz 1 EStG lautet es: "Zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb gehört auch der Gewinn aus der Veräußerung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft, wenn der Veräußerer innerhalb der letzten fünf Jahre am Kapital der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 1 Prozent beteiligt war."

Zu diesen Anteilen an einer Kapitalgesellschaft gehören nach § 17 Abs. 1 Satz 3 EStG ausdrücklich auch Gesellschaftsanteile aus einer GmbH. Sie müssen den Gewinn also als Einkunft aus Gewerbebetrieb in Ihrer Einkommensteuererklärung angeben.

Bitte beachten Sie, dass insoweit zu Ihren Gunsten sogar ein Freibetrag greift. Einen Veräußerungsanteil müssen Sie bis zu einer Höhe von 9.060,00 € nicht versteuern (§ 17 Abs. 3 Satz 1 EStG .

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 28.01.2016 | 11:44

Liebe Frau Fritsch,
vielen Dank fuer die klare Antwort. Ich habe eine Nachfrage:

was meinen Sie mit:
"Bitte beachten Sie, dass insoweit zu Ihren Gunsten sogar ein Freibetrag greift. Einen Veräußerungsanteil müssen Sie bis zu einer Höhe von 9.060,00 € nicht versteuern (§ 17 Abs. 3 Satz 1 EStG ."
Konkret: Mein Anteil an der GmbH betrug 45%. Der Veräusserungsgewinn war 70.000 Euro. Wie hoch ist der Freibetrag?
Gilt das Teileinkünfteverfahren? Wie hoch ist mein zu versteuernder Veräußerungsgewinn nach § 17 EStG ?
Vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.01.2016 | 12:09

Sehr geehrter Fragesteller,

mit Ihrer Angabe dahingehend, dass Ihr Gesellschaftsanteil 45 % betrug, lässt sich der Freibetrag noch nicht exakt berechnen. Das Teileinkünfteverfahren nach § 3c EStG findet Anwendung. Ein Beispiel:

Verkaufserlös Ihrer Anteile: 70.000 €, davon abzuziehen sind Anschaffungskosten und Veräußerungskosten Ihres Anteils. Ich rechne in dem Beispiel mit:

- 10.000 € für die Anschaffung und
- 5.000 € für die Veräußerung.
= Veräußerungsgewinn: 55.000 €. Steuerpflichtig nach dem Teileinkünfteverfahren - 60 %: 33.000 €

Die Ermittlung des Freibetrags bestimmt sich sodann nach Ihrem GmbH Anteil, also 45 %.
Ihnen stehen damit grundsätzlich 45 % des maximalen Freibetrages von 9.060 € zur Verfügung: 4.077 €

Sodann: Veräußerungsgewinn (33.000 €) abzgl. 45 % von 36.000 € (§ 17 Abs. 3 Satz 2 EStG ): - 16.200 €
16.800 €

Um diesen Betrag ermäßigt sich der Freibetrag. In diesem Beispiel ergäbe sich also kein Freibetrag (4.077 € - 16.800 € = - 12.723 €). Dieser Betrag wäre bei einem positiven Ergebnis als Freibetrag von Ihrem Veräußerungsgewinn abzuziehen.

Da mir Ihre Kosten nicht bekannt sind, habe ich hier ein vereinfachtes Beispiel gewählt, in welches Sie Ihre Zahlen einsetzen können. Je nachdem kann es sein, dass der Freibetrag höher oder niedriger ausfällt, oder ganz ausscheidet.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 28.01.2016 | 12:23

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