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Steuer auf dieTodesfallleistungen von Risiko-Lebensversicherungen?

| 16.06.2016 12:19 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Bei Versicherungsnehmern, die gleichzeitig Begünstigte sind, die eine andere Person versichern und die Prämien selbst zahlen ( bei Eheleuten spricht man von "gekreuzten Lebendsversicherungen") fällt weder Schenkungssteuer noch Erbschaftssteuer an.


Sehr geehrte Damen und Herren,

Zur Beantwortung meiner Frage habe ich folgende Fakten aufgelistet:

1. Vor Beginn des Kalenderjahres 2005 habe ich als Versicherungsnehmerin zwei Risiko-Lebensversicherungen mit Laufzeitbegrenzungen abgeschlossen, um die Versicherungssumme gleichmäßig aufzuteilen. Zugleich war ich auch die im Versicherungsvertrag genannte alleinige Begünstigte.

2. Versicherte Person war mein innerhalb der Laufzeit beider Versicherungsverträge verstorbener Ehemann.

3. Die jährlichen Versicherungs-Beiträge wurden ausschließlich von mir selbst gezahlt.

4. Die Risiko-Lebensversicherungen wurde von mir nicht gekündigt, sondern endeten mit dem Tod meines Ehemannes.

5. Die Risiko-Lebensversicherungen beinhalten keine Überschüsse, sondern die reinen Todesfallversicherungssummen.

6. Beide Versicherungsgesellschaften haben es auf einen jahrelangen Rechtsstreit ankommen lassen. Eine Versicherungsgesellschaft lenkt aber jetzt ein und macht ein akzeptables Vergleichsangebot. Die andere Versicherungsgesellschaft hat schon vor Prozessbeginn einen inakzeptablen Vergleichsvorschlag gemacht, den ich nicht annehmen wollte.

Soweit die Fakten.

Nach meinem bisherigen Wissensstand sind Todesfallleistungen bei Risiko-Lebensversicherungen grundsätzlich steuerbefreit (ausgenommen Erbschaftssteuer, die aber in meinem Fall entfällt). Das gilt meines Wissens auch dann, wenn eine einzelne Person mehrere Risiko-Lebensversicherungen –unabhängig von der Höhe der Versicherungssummen- abgeschlossen hat.

Nun will aber mein Finanzberater irgendwo gelesen haben, dass aufgrund einer Gesetzesänderung im Jahr 2005 Todesfallleistungen von Versicherungsgesellschaften steuerpflichtig sein sollen.

Da mich diese Aussage verunsichert hat und ich vor Auszahlung der zu erstreitenden Versicherungssummen gerne die steuerliche Situation kennen möchte, hätte ich hierzu gerne eine fachanwaltlich versierte Antwort.

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Fragestellerin

20.06.2016 | 07:15

Antwort

von


(712)
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18055 Rostock
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich hat ihr Finanzberater Recht und die Auszahlung der Lebensversicherung muss versteuert werden. Der Bezugsberechtigte muss dies nach § 3 Abs.1 Nr. 4 ErbStG , der Erbe (die Versicherungssumme fällt in den Nachlass , wenn kein bezugsberechtigter genannt ist ) nach § 3 Abs. 1. Nr. 1 ErbStG .

In ihrer Konstellation ist es allerdings so, dass sie Versicherungsnehmer sind und die Prämien selbst gezahlt haben. Versichert war ihr Ehegatte. Damit unterfällt die Lebensversicherung weder der Schenkungssteuer noch der Erbschaftssteuer. Denn es war von Anfang an ihre eigene Versicherung, die sie als Versicherungsnehmerin erworben und unterhalten haben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Doreen Prochnow

Rückfrage vom Fragesteller 21.06.2016 | 00:32

Sehr geehrte Frau Prochnow,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Meine Frage lautete: „Steuer auf die Todesfallleistungen von Risiko-Lebensversicherungen?" Dazu schreiben Sie: „Damit unterfällt die Lebensversicherung weder der Schenkungssteuer noch der Erbschaftssteuer."

Gibt es denn noch andere Steuerarten, in in Betracht kommen könnten, insbesondere die Einkommenssteuer? Oder heißt die Auflistung lediglich der Schenkungssteuer und Erbschaftssteuer, dass für Todesfallleistungen bei Risiko-Lebensversicherungen andere Steuerarten ohnehin nicht in Betracht kommen?

Wie das gemeint ist, ist für einen Laien nicht so ohne Weiteres ersichtlich.

Dann war da aber in meinen Ausführungen vom 16.06.2016 auch noch die Frage, ob es steuerlich einen Unterschied macht, wenn eine einzelne Person statt einer einzigen mehrere Risiko-Lebensversicherungen mit identischen Bedingungen abschließt, d.h. eine Versicherungssumme so auf mehrere Versicherungsverträge mit derselben versicherten Person verteilt hat und auch, ob die Höhe der Versicherungssumme steuerlich von Bedeutung ist.

Ich will ja nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, aber bei Immobilien beispielsweise wird man einkommenssteuerpflichtig, wenn man mehrere Objekte innerhalb eines bestimmten Zeitraumes verkauft.

Kapitalerträge werden übrigens für die Beitragszahlungen bei Risiko-Lebensversicherungen nicht erzielt, ebensowenig Überschusszahlungen. Ausgezahlt wird die reine Todesfallleistung, wie schon bei meiner Fragestellung vom 16.06.2016 erwähnt.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Fragestellerin

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21.06.2016 | 06:56

Lieber Fragesteller, gerne beantworte ich die Nachfrage.

Es spielt keine Rolle wieviele Verträge sie haben. Bei Immobilen, werden sie dann steuerpflichtig, wenn sie mehr als 3 in einem gewissem Zeitraum verkaufen, da dies dann als gewerblicher Handel gilt. Deswegen zahlen sie dann Einkommenssteuer. Dies ist jedoch bei Versicherungen auf den Todesfall nicht möglich, denn es gibt hier persè kein Gewerbe.

Eine andere Steuerart kommt neben Schenkungs- und Erbschaftsssteuer kommt mangels Gewerbe bzw. Einkommenssschaffung ( z.B. Einkommens-, Lohnsteuer) nicht in Betracht. Auch eine Vermögenssteuer gibt es in Deutschland nicht. Bei Grundstücken klann immer noch die Grundstückssteuer ( Jährliche Steuer für das Eigentum am Grundstück) sowie die Grunderwerbssteuer (bei Kaufpreiszahlung) eine Rolle spielen. Bei Lebensversicherungen und Erbschaften (insgesamt also Erwerben von Todes wegen) spielt immer die Schenkungssteuer und die Erbschaftssteuer eine Rolle.

Ich hoffe alles verständlich beantwortet zu haben, sonst stehe ich gern zur Verfügung.

mit freundlichen Grüßen

Doreen Prochnow

Bewertung des Fragestellers 21.06.2016 | 10:57

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 21.06.2016
5/5,0

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