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Steuer auf Verkauf von geerbtem Ackerland (Erbengemeinschaft)

| 29.01.2021 15:40 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Vor ca. 11 Jahren haben wir, zwei nicht verwandte Personen, ein Ackergrundstück zu gleichen Teilen geerbt. Die entsprechende Erbschaftssteuer ist damals gezahlt worden Wir sind uns einig, dass dieses Grundstück jetzt sehr zeitnah verkauft werden soll. Ein Kaufangebot liegt uns vor und wird von uns angenommen. Der notarielle Kaufvertrag und die Grundbuchänderungen sind in Bearbeitung
Der Erlös des Verkaufs geht zu gleichen Teilen an beide Personen.
Meine Frage: muss der Kauferlös versteuert werden und wenn ja, um welche Steuerart handelt es sich?
Kann man Aussagen zu der ungefähren Steuerhöhe (%) machen?
29.01.2021 | 19:32

Antwort

von


(292)
Frankenstraße 10
56626 Andernach
Tel: 01747154264
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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre steuerrechtliche Frage wie folgt:

Eine Steuer fällt nicht an, insbesondere nicht die sog. Spekulationssteuer, denn Sie haben das Grundstück bereits mehr als 10 Jahre in Ihrem (gemeinsamen) Besitz, und überdies ist Ihnen die Besitzdauer des Erblassers zuzurechnen. Hier gilt <a href="http://dejure.org/gesetze/EStG/23.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 23 EStG: Private Veräußerungsgeschäfte">§ 23 Abs. 1 S. 3 EStG</a> :

"Bei unentgeltlichem Erwerb ist dem Einzelrechtsnachfolger für Zwecke dieser Vorschrift die Anschaffung oder die Überführung des Wirtschaftsguts in das Privatvermögen durch den Rechtsvorgänger zuzurechnen."

<a target="_blank" href="https://dejure.org/gesetze/EStG/23.html" rel="nofollow">https://dejure.org/gesetze/EStG/23.html</a>

Das entsprechende Schreiben des Bundesfinanzministeriums sagt dazu in der Ziffer 26:

"Bei unentgeltlichem Erwerb (Gesamtrechtsnachfolge, unentgeltliche Einzelrechtsnachfolge) ist die Nutzung des Wirtschaftsguts zu eigenen Wohnzwecken durch den Rechtsvorgänger dem Rechtsnachfolger zuzurechnen."

<a target="_blank" href="https://esth.bundesfinanzministerium.de/esth/2016/C-Anhaenge/Anhang-26/inhalt.html" rel="nofollow">https://esth.bundesfinanzministerium.de/esth/2016/C-Anhaenge/Anhang-26/inhalt.html</a>

Der gemeinsame Verkauf des Grundstücks muss daher als sog. privates Veräußerungsgeschäft nicht versteuert werden.

Wenn noch etwas unklar geblieben oder nicht ausreichend erörtert worden ist, so fragen Sie gerne nach. Vorerst verbleibe ich mit freundlichen Grüßen!

Elisabeth v. Dorrien
Rechtsanwältin <!--dejureok-->


Bewertung des Fragestellers 29.01.2021 | 19:42

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