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Steuer auf Miete bei Wohnsitz im Ausland

| 30.01.2017 03:35 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Falk-Christian Barzik, Diplom-Finanzwirt (FH)


Zusammenfassung: Vermietung in Deutschland, Wohnsitz in Kanada, Besteuerung nach DBA Kanada

Hallo,
ich besitze eine vermietete Eigentumswohung in Deutschland (Berlin). Ich bin italienischer Staatsbürger und bin im November 2014 von Berlin nach Kanada gezogen. Dort habe ich bis Juni 2015 gearbeitet und war dann 14 Monate auf Weltreise. September 2016 war ich für 2 Monate in Italien und seit November 2016 arbeite ich wieder in Kanda. Das Finanzamt schickt mir Briefe nach Italien, in die Wohung meiner Eltern.
Nun habe ich die Einkommenssteuerbescheid für 2015 erhalten. Die Einkünfte aus der Vermietung belaufen sich auf ca. 4200 Euro. Zur Berechnung meiner Einkommenstuer wurde dieser um den Grundfreibetrag erhöht. und dann die Einkommensteuer mit dem Grundtarif berechnet (zu versteuern nach dem Grundtarif: ca. 12700). Somit zahle ich ca. 760 Euro Steuern.

Wird diese Berechnungsmethode im Regelfall angewandt oder ist es Möglich meine Einkommenssteuer anders berechnen zu lassen. Meine Einkünfte für 2015 waren niedriger als der Freibetrag und ich diese schon in Kanada versteuert. Wiso werden meine Mieteinnahmen um den Grundfreibetrag erhöht? kann ich verlangen, dass das Finanzamt eine andere berechungsmethode anwended?

VG


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ohne die Vorlage des ESt-Bescheides kann ich natürlich nicht Genaueres sagen. Ich vermute jedoch, dass das FA Ihre ESt-Besteuerungsgrundlagen nach § 162 AO geschätzt hat. Dafür spricht die Addition des Grundfreibetrages. Die Schätzung liegt darin begründet, dass Sie bisher noch keine ESt-Erklärung abgegeben haben. Für das Grundstück in DE sind Sie jedoch beschränkt steuerpflichtig und müssen dafür eine partielle Steuererklärung abgeben. Das Besteuerungsrecht nach dem DBA Kanada steht auch DE zu. Eine etwaige entstehende Steuer könnten Sie sich dann aber auf Ihre kanadische ESt nach dem Doppelbesteuerungsabkommen mit Kanada anrechnen lassen.

Der Steuer in DE entgehen Sie, in dem Sie dem FA mitteilen, dass Sie hier keinen Wohnsitz inne hatten und dann oder damit einhergehend eine Erklärung mit den Vermietungseinkünften (nur beschränkte Steuer

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2017 | 03:37

Sehr geehrter Herr Barzig,
Ich habe von 2009 bis 2014 in Deutschland gearbeitet, deswegen habe ich für diesen Zeitraum eine Einkommensteuererklärung abgegeben. In 2014 bin nach Kanada gezogen und habe dies auch dem Finanzamt mitgeteilt. Das FA weiss, dass mein Wohnsitz seit 2015 in Kanada ist.

Mein Einkommen von 2015 wurde nicht nach dem nach § 162 AO geschätzt, sondern nach § 50 Sondervorschriften für beschränkt Steuerpflichtige um den Grundfreibetrag des § 32a Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 erhöht. Dieser beträgt 2015 8.472 Euro.

Nun wurden meine Mieteinkünfte (4178 Euro) um den Grundfreibetrag erhöht und auf der Basis dieser Summe (12650 Euro) die Einkommensteuer nach dem Grundtarif (Einkommensteuertabelle 2015) berechnet.

Meine Einkünfte in Kanada von 2015 + meine Mieteinkünfte von 2015 waren geringer als der Grundfreibetrag.

Nun stellt sich die Frage wiso werden meine Einkünfte in Deutschland um den Grundfreibetrag erhöht? meine gesamten Einkünfte in Deutschland waren ja nur die Mieteinnahmen.

Mit dieser Berechnung zahle ich 20 % Einkommensteuer auf 4178 Euro Einkünft, weil es auf 12650 (Mieteinnahmen+Grundfreibetrag), jedoch sind eigentlichen Einnahmen (In- und Ausland) viel geringer waren.

Kann ich verlangen, dass das FA meine Einkommensteuer neu berechnet und als Grundlage meine Einkünfte aus Kanada + meine Mieteinnahmen aus Deutschland verwended. Zusammen liegen diese unter dem Grundfreibetrag.

Wie kann ich das vom Finanzamt richtigstellen lassen/umgehen?

VG



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.01.2017 | 06:23

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Bewertung des Fragestellers 07.02.2017 | 04:17

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