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Steuer auf Kapitalerträge nach 2+ Jahren mit Wohnsitz im Ausland?

| 07.10.2009 13:13 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Ich wohne seit Sep 2008 in den Vereinigten Arabische Emiraten, will aber Jan 2011 nach Deutschland zurückkehren.

Ich habe in Aug 2008 (vor dem Wegzug) Anteile einer in Dubai registrierten, privaten Firma gekauft, die ich entweder im Herbst 2010 (vor dem Zuzug) oder Frühjahr 2011 (nach dem Zuzug) verkaufen werde.

Ich habe auch in Feb 2009 (nach dem Wegzug), Anteile in einer privaten amerikanischen Firma gekauft. Die werde ich auch entweder vor oder nach dem Zuzug verkaufen.

Wie werden diese Kapitalerträge versteuert? Ich bin mometan beschränkt Steuerpflichtig (bin EU Bürger, aber kein deutscher Staatsbürger). Was für eine Rolle spielt der Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Veräußerung (vor allem nach der Einführung der Abgeltungssteuer)?

Es ist mir schon klar, dass die Erträge steuerfrei sind, wenn ich die Anteile in 2010 verkaufe, da mein Wohnsitz weiterhin Dubai ist. Was passiert aber danach?

07.10.2009 | 15:15

Antwort

von


(181)
Ulzburger Straße 841
22844 Norderstedt
Tel: 040/58955558
Web: http://www.ra-moehlenbrock.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts beantworte ich Ihre Anfrage hiermit im Rahmen einer Erstberatung wie folgt:

Sobald Sie wieder einen Wohnsitz in Deutschland haben, sind Sie wieder unbeschränkt steuerpflichtig, § 1 Abs. 1 Satz 1 EStG nach dem Welteinkommensprinzip. Das gesamte Einkommen, egal ob im Inland oder Ausland erzielt, unterliegt dann wieder der deutschen Besteuerung unter Berücksichtigung gegebener Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit den maßgeblichen Staaten.

Das Besteuerungsrecht an Unternehmensgewinnen steht nach den DBA in der Regel dem Sitzstaat des Unternehmens zu.

Das Besteuerungsrecht für Veräußerungsgewinne richtet sich nach der Art des veräußerten Gegenstands. Die Besteuerung von Gewinnen aus der Veräußerung von Privatvermögen oder Beteiligungen obliegt in der Regel allein dem Wohnsitzstaat des Veräußerers.

Ausnahmen gelten nach einigen DBA für die Veräußerung von Beteiligungen im Privatvermögen nach § 17 EStG .

Auch Kapitalerträge, die im Ausland erzielt wurden, unterliegen grundsätzlich der Abgeltungssteuer. Sie werden aber nicht automatisch abgezogen, sondern sind dem Finanzamt dann in der Einkommenssteuererklärung anzugeben und es folgt entsprechende Veranlagung.

Die Anrechnung ausländischer Quellensteuer auf ausländische Kapitalerträge, die der Abgeltungsteuer unterliegen, ist in § 32d Abs. 5 EStG neu geregelt. Ab 2009 ist damit die Anrechnung oder der Abzug ausländischer Quellensteuer nach § 34c EStG nur für Einkünfte anzuwenden, die nicht der Abgeltungsteuer unterliegen. Bei ausländischen Einkünften, die der Abgeltungsteuer unterliegen und für die nach einem Doppelbesteuerungsabkommen fiktive Quellensteuern zu erfassen sind erfolgt die Anrechnung mithin im Sinne des §32d Abs. 5 EStG

Die steuerpflichtigen Veräußerungsvorgänge wurden mit dem § 20 Abs. 2 EStG komplett neu gefasst. Eine wichtige Rolle spielt hierbei das Zu-und Abflussprinzip für die Besteuerung der Kapitaleinkünfte. Kapitalerträge, die ab 2009 zufließen, unterliegen der Abgeltungsteuer.

Gewinnausschüttungen unterliegen in voller Höhe dem 25%-igen Abgeltungsteuersatz zzgl. Solidaritätszuschlag. Die mit der Gewinnausschüttung im wirtschaftlichen Zusammenhang stehenden Werbungskosten sind nicht mehr abzugsfähig.

Für alle Anteile an Unternehmen, die ab dem 1.1.2009 gekauft werden gilt die neue Regelung.
Mit der Abgeltungssteuer wird die bestehende Spekulationsfrist von einem Jahr für Kapitalvermögen abgeschafft. Betroffen sind Kapitalanlagen, die nach dem 31.12.2008 erworben werden. Für vorher angeschafftes Kapitalvermögen bleibt es bei der jetzigen Regelung, auch wenn sie erst 2009 verkauft werden.

Soweit es im Einzelfall für ihn günstiger ist, kann der Steuerpflichtige beantragen, dass die Einkünfte aus Kapitalvermögen in die Besteuerung mit dem individuellen Steuersatz einbezogen werden. Aber auch dann werden die Einkünfte aus Kapitalvermögen so ermittelt wie im Rahmen der Abgeltungsteuer, also ohne Berücksichtigung etwaiger Vorbelastungen oder Werbungskosten.

Bitte beachten Sie, dass die Erstberatung in diesem Untermenü der Plattform keiner ausführlichen Prüfung einer Sach- und Rechtslage entsprechen kann.

Ich hoffe, Ihnen Ihre Fragen im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung hinreichend beantwortet zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Britta Möhlenbrock
Rechtsanwältin

Internet: www.ra-moehlenbrock.de
Email: info@ra-moehlenbrock.de


Rechtsanwältin Britta Möhlenbrock

Rückfrage vom Fragesteller 07.10.2009 | 15:56

Meine Frage wurde nicht beantwortet.

Bitte die Frage so beantworten:

Investition A (KG Dubai):
Verkauf im 2010. Gewinn steuerpflichtig? Ja/Nein
Verkauf im 2011. Gewinn steuerpflichtig? Ja/Nein

Investition B (KG USA):
Verkauf im 2010. Gewinn steuerpflichtig? Ja/Nein
Verkauf im 2011. Gewinn steuerpflichtig? Ja/Nein

Vielen Dank

PS Auf ihrer Internetseite steht es nicht, dass Steuerrecht ihr Schwerpunkt ist.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.10.2009 | 18:48

Sehr geehrter Ratsuchender,

es wäre doch freundlich gewesen, die Antwort auf Ihre Nachfrage wenigstens abzuwarten.

Ich bedauere, dass Sie die erwartete Antwort nicht erhalten haben, aber die von Ihnen gewünschte Antwort kann angesichts Ihrer Sachverhaltsschilderung und im Rahmen dieser Plattform nur sehr begrenzt gegeben werden.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist das Steuerrecht sehr überschaubar, weil dort im Wesentlichen weder von natürlichen noch von juristischen Personen Steuern erhoben werden, in Deutschland ist das jedoch nicht der Fall. Bitte werfen Sie wenigstens einen Blick (soweit nicht verlinkt, ist das Einkommensteuergesetz jedenfalls veröffentlicht im Netz) in § , dann ist wohl nachvollziehbar, dass Ihre Frage in der gewünschten Form aufgrund der erhaltenen Informationen nicht zu beantworten ist.

Was beantwortet werden kann in der gewünschten Art bezogen auf die Steuerpflicht in Deutschland(!):

Investition A:
Verkauf 2010 – Gewinn steuerpflichtig – nein (Art. 13 Abs. 4 Doppelbesteuerungsabkommen BRD – VAE)

Allerdings auch dazu ist anzumerken: VAE und Deutschland haben im Dezember 2008 ein neues Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) verständigt. Der Wortlaut des neuen Abkommens ist aber noch nicht veröffentlicht. Das neue DBA wird rückwirkend zum 1.1.09 in Kraft treten.

Investition B:
Verkauf 2011 – Gewinn steuerpflichtig – ja
Verkauf 2010 – Gewinn steuerpflichtig – nein

Im Übrigen ist der genaue Gegenstand der beabsichtigten Veräußerung anhand der Gesetze zu bewerten („private Firma“???), was sicher nicht im Rahmen einer solchen Anfrage auf dieser Plattform möglich ist, sondern nur durch Einsicht in die tatsächlichen Verträge etc.. Sie sollten einen Anwalt Ihres Vertrauens mit der konkreten Prüfung der Sache beauftragen, was aber sich nicht zu dem Betrag, den sie hier investiert haben, möglich ist.

Eines ist sicher: Günstiger wird es sein, die Beteiligungen zu verkaufen, bevor sie wieder unbeschränkt in Deutschland steuerpflichtig werden (vor Zuzug).

Mit freundlichen Grüßen

Britta Möhlenbrock
Rechtsanwältin

Internet: www.ra-moehlenbrock.de
Email: info@ra-moehlenbrock.de

Ergänzung vom Anwalt 07.10.2009 | 18:54

Ergänzung: Einzusehende Gesetze zum Nachvollzug der Komplexität der Frage z.B.: § 20 EStG , § 23 EStG , § 32 d EStG (siehe auch ursprüngliche Antwort und dortige Verlinkung)

Bewertung des Fragestellers 07.10.2009 | 15:33

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