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Steuer auf Grundstücksverkauf

| 03.05.2014 13:32 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lorenz Weber


Ich habe 2012 ein Grundstück von einem nichtverwandtem Ehepaar zu gleichen Teilen geschenkt bekommen. Das Finanzamt stellte den Grundbesitzwert fest und erhob wegen der Halbierung des Wertes unter den Freibetrag keine Schenkungssteuer.
Welche steuerlichen Folgen hat das, wenn ich jetzt einen Teil oder das Ganze Grundstück verkaufen möchte und dabei mehr erlößen würde.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Die Veräußerung des Grundbesitzes stellt grundsätzlich ein privates Veräußerungsgeschäft im Sinne von § 23 I EStG dar, dessen Versteuerung nach § 22 EStG erfolgt. Anzeichen für eine gewerbliche Tätigkeit entnehme ich Ihrem Sachverhalt nicht.

Es handelt es sich um ein privates Veräußerungsgeschäft, wenn das Veräußerungsgeschäft bei Grundstücken bei denen zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre liegen.

Beim unentgeltlichen Erwerb tätigt der Rechtsnachfolger ein privates Veräußerungsgeschäft, wenn er das Grundstück innerhalb von zehn Jahren seit der Anschaffung beim Rechtsvorgänger veräußert. Die Haltezeit des Schenkers ist Ihnen mit anzurechnen, § 23 Abs. 1 S. 3 EStG. Auf Grund dessen kommt es darauf an, wann das Ehepaar, von dem Sie das Grundstück geschenkt bekommen haben, dieses erworben hat. Maßgeblich ist dabei der Zeitpunkt des Vertragsschlusses, nicht etwa der Eintragung.

Hat das Ehepaar also das Grundstück schon vor 2004 erworben, wird das keine steuerlichen Folgen außer der Grunderwerbssteuer zu Lasten des Käufers. Ihre Frage zielt aber eher auf die persönliche Versteuerung ab, welche Sie dann nicht zu befürchten hätten.

Teilen Sie daher bitte kurz mit, wann die Schenker das Grundstück erworben haben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 03.05.2014 | 14:16

Die Schenker haben das Grundstück ca. 1965,also vor rund 50 Jahren erworben. Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.05.2014 | 14:25

So etwas dachte ich mir schon, weswegen ich mir zunächst weitere Ausführungen gespart hatte, die Ihnen nichts gebracht und die Sachlage nur verkompliziert hätten. Wegen § 23 Abs. 1 S. 3 EStG haben Sie wie dargestellt daher keine eigene Steuerlast zu befürchten.

Bewertung des Fragestellers 03.05.2014 | 14:49

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