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Steuer Fehlerhafte Berechnung

| 09.01.2019 22:50 |
Preis: 60,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.


Guten Tag,
ich bin Selbständig..
Habe 2017 Produkte von einem Hersteller an den Kunden Verkauft,
Für den Hersteller bin ich ebenfalls als Monteur/Subunternehmer tätig.
Kunde hat gezahlt, Hersteller hat mir die Summe als Darlehen gewährt welche ich durch meine Rechnungen die ich an den Hersteller für Montage regelmäßig schreibe immer zu 50/50 mit dem Darlehen verrechnet.
Steuerberater wusste davon, hat regelmäßig zum Buchen die Kto Auszüge sowie Kopie der geschriebenen Rechnungen erhalten.
Nun ist es so das der Steuerberater heute damit rum kommt das ich ja noch UST zu zahlen habe!?
der Angestellte der die Daten eingepflegt hat, hatte immer nur die 50% meiner Rechnungen mit 19% berechnet nicht aber die 50% die zum Abtrag an den Hersteller gingen.
Die Summe die sich hierdurch zusammen gesetzt hat kann mich nun meinen Kopf kosten.. was kann ich tun??

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Frage, ob Ihr Steuerberater für die nun möglicherweise eintretenden Schäden haftet, hängt davon ab, ob der Steuerberater ein umfassendes Beratungs- und Betreuungsmandat hatte und ob Sie als Laie hätten erkennen können, dass noch nicht sämtliche Umsatsteuer aus den jeweiligen Transaktionen abgeführt wurde.

Anspruchsgrundlage für eine Inhaftungnahme des Steuerberaters ist § 280 BGB i. V. m. § 241 Abs. 2 BGB . Diese umfasst die Verletzung von Hauptleistungs-, Nebenleistungs- und Schutzpflichten. Bei ordnungsgemäßer Mandatswahrnahme wäre die entstandene Umsatzsteuer zeitnah abgeführt worden. Somit wäre kein Steuerrückstand aufgelaufen und Sie hätten auch die liquiden Mittel besser verplanen können.

Andererseits ist durch den Steuerberater kein wirtschaftlicher Schaden eingetreten. Denn die Umsatzsteuer hätte so oder so abgeführt werden müssen, gleich ob diese jetzt für das Jahr 2017 und 2018 erklärt wird oder ob diese sofort im jeweiligen Zeitraum erklärt wurde. Hingegen ist ein Zinsschaden über den Haftungsanspruch einfach zu realisieren.

Sofern Sie durch die Nachzahlung nunmehr in Liquiditätsschwierigkeiten geraten und erwägen, den Steuerberater in Haftung zu nehmen, hängt eine Entscheidung des Gerichts maßgeblich von dem Umstand ab, ob Sie erkennen konnten, dass noch Umsatzsteuer anfällt oder ob Sie darauf vertrauen durften, dass der Steuerberater alles ordnungsgemäß ggü. dem Finanzamt erklärt hat.

Insgesamt erachte ich eine erfolgreiche Inhaftungnahme des Steuerberaters eher als schwierg.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 09.01.2019 | 23:58

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