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Steuer, Auszahlung, Versicherung

04.07.2012 22:11 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


folgender Sachverhalt:
Ich bin nebenbei Künstler (beim Finanzamt gemeldet, aber noch keine Einnahmen)und plane ein halbprofessionelles Video zu drehen.

Ein "Darstellerin" (macht so etwas auch nur nebenbei, genauen Status kennen ich nicht, ggf. Freiberuflerin)und ein Techniker sollen jeweils ca. 50-100 € und Ihre Auslagen erstattet bekommen.

Studenten die mir unentgeltlich bei der Technik helfen wollte ich als kleines Dankeschön 20 € auszahlen.

Kann ich das Geld bar auszahlen und wie soll ich es in den 3 Fällen schriftlich bei der Auszahlung benennen und ist sonst noch etwas zu berücksichtigen?

Man kann in allen Fällen aufgrund der geringen Höhe wohl nicht von einem richtigen Honorar oder Gage sprechen

Wie sieht es mit einer Versicherung der Beteiligten aus, falls etwas passieren sollte (Unfall etc.)? Kann ich darauf verweisen, dass sie sich selbst darum kümmern sollen?

04.07.2012 | 23:51

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender, 

Ihre Fragen beantworte ich Ihnen unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung und des gewählten Einsatzes im Rahmen einer Erstberatung gerne wie folgt. 


Die Art der Auszahlung (bar oder unbar) bleibt Ihnen überlassen. 


Eine Versicherungspflicht (Rentenversicherung, Kranken- und Pflegeversicherung, Unfallversicherung, Arbeitslosenversicherung) besteht in erster Linie bei Arbeitnehmern. Unter Umständen kann sie auch bei eigentlich Selbständigen bestehen. Voraussetzung ist jedoch immer eine abhängige Beschäftigung (sog. Scheinselbständigkeit und arbeitnehmerähnliche Person). 

Bei dem von Ihnen dargestellten Sachverhalt besteht das Problem dieser Thematik jedoch nicht. Bei einer einzelnen Beauftragung liegt eine abhängige Beschäftigung unzweifelhaft nicht vor. Es fehlt schon - unabhängig von den sonstigen Punkten/Einzelheiten - an der Dauerhaftigkeit der Tätigkeit.  


Genauso sind Sie nicht für die Versteuerung der Zahlungen zuständig. 


Gleichwohl kann es natürlich nicht schaden, sondern nur nutzen, Ihre Vertragspartner darauf hinzuweisen. Wenn Sie dies tun, empfiehlt es sich, sich dies auch (zu Beweiszwecken) bestätigen zu lassen. 
Zugleich empfehle ich, sich eine (evtl.) Barzahlung quittieren zu lassen. Wenn möglich lassen Sie sich eine Rechnung erstellen. Neben der Dokumentation kann dies insbesondere auch für eine Berücksichtigung als Ausgabe interessant werden, sobald Sie Einnahmen erzielen. 


Ich hoffe, Ihnen geholfen und einen ersten Überblick verschafft zu haben. Hierzu dient das vorliegende Forum. Eine Einzelfalltätigkeit kann und will dieser Beitrag natürlich nicht ersetzen. Für eine solche stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. 

Sollte noch eine Unklarheit bestehen, können Sie selbstverständlich gerne auch von der kostenfreien Nachfragemöglichkeit Gebrauch machen. 


Rechtsanwalt Christoph M. Huppertz

Rückfrage vom Fragesteller 05.07.2012 | 19:52

Hallo,

mit der ersten Antwort haben sie mir schon mal ein stück weitergeholfen und eine gute Bewertung ist ihnen sicher.

Was noch fehlte war die Beantwortung der Frage wie ich die Auszahlungen benennen soll?
Also kann ich bei der Darstellerin und den Techniker einfach Honorar oder Gage auf den Beleg
schreiben? bzw. für mich ist das dann sowie relativ egal

Und sofern ich den Beleg ausstelle (und keine Rechnung geschrieben wird von der anderen Seite) muss ich eine Mwst. ausweisen?

Aufgrund ihrer Empfehlung habe ich folgenden Satz formuliert der dann auf den Auszahlungsbeleg gesetzt wird:
Ich nehme zur Kenntnis, dass für meine Mitwirkung am Projekt kein Versicherungsschutz besteht und ich für alle Versicherungen (Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung) sowie für die Versteuerung der Einnahmen selbst verantwortlich bin.



Ich bedanke mich nochmal für Ihre freundliche Beratung

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.07.2012 | 20:07

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfragen beantworte ich Ihnen gerne wie folgt.


Falls Ihnen (von den Beauftragten) eine Rechnung gestellt wird, ist der Betreff der Zahlung die Rechnung ("vom ...") bzw die Rechnungsnummer.

Andernfalls können Sie einfach "Auslagen" bzw. - bei den Technikern - "Aufwandsentschädigung" vermerken.


Mehrwert-/Umsatzsteuer müssten wenn die Dienstleister in ihrer Rechnung an Sie ausweisen, wenn diese umsatzstuerpflichtig wären. Sie müssten die Steuer "lediglich" bezahlen. Die Dienstleister wären für die Weiterleitung an das Finanzamt zuständig.
Ein solcher Fall scheint bei Ihnen allerdings nicht vorzuliegen.


Ihre Formulierung ist einwandfrei.

Allerdings empfiehlt es sich, dies gesondert - und vor allem vor den Arbeiten - unterschreiben zu lassen.


Mit freundlichem Gruß


-Huppertz-
Rechtsanwalt

www.anwalt-huppertz.de



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