Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Sterbegeld der Firma


04.06.2005 12:52 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Unser verstobener Vater war mit einer Thailänderin verheiratet,
sie hat aus Thailand Ihr Enkelkind mitgebracht unser Vater wollte das Kind Addoptieren ,leider kam es nicht mehr dazu.Nun Teilen wir drei Kinder mit Ihr die Erbengemeinschaft,dadurch das es einen Ehevertrag gab mit Gütertrennung über dem Tod hinaus bekommt jeder 1/4. Da unser Vater noch vor seinen Tod ein Arbeitsverhältnis hatte zahlt die Firma eine freiwillige drei monatige Unterstützung ( Art Sterbegeld )
Die Ehefrau ist der Meinung das Ihr das Geld alleine gehöre.
Nun meine Frage wem steht dieses Geld zu?
Das Geld ist auf dem Konto von meinen Vater eigegangen.
Nachlassgericht teilte mit es stehe der Erbengemeinschaft zu.
Notar äußerte sich dazu es gehöre der Ehefrau .
Die Firma will das Geld zurück, bis geklärt ist wem das Geld gehöre. Ich habe mal gelesen das es auch dem zustehe der die Beerdiungskosten gezahlt hat. Ich bin mit einer Anzahlung in Vorkasse getreten. Die Erbengemeinschaft zahlt die Beerdigungskosten. Unser Vater hatte ein Haus indem die Ehefrau mit dem Kind lebt. Sie hat sämtliche Schlösser ausgetauscht.
Sie hat kein Wohnrecht und auch keinen Mietvertrag.
Können wir einen Schlüssel verlangen?
Und wie können wir erwirken das Sie das Haus verlässt?
Darf ich das Schlafzimmer betreten in dem Unterlagen von meinen Vater sind die Sie uns nicht geben möchte?
Ich bin vom Nachlass Gericht und allen Erben die Nachlassverwalterin.

Vielen Dank für Ihre Antwort
Mit freundlichen Grüßen


Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst zum Punkt "Sterbegeld": Hatte Ihr Vater mit seiner Firma eine Vereinbarung über die Zahlung eines "Sterbegeldes" getroffen? Dann müsste sich aus dieser Vereinbarung ergeben, wem das Geld zustehen soll - ob es zur kurzfristigen Versorgung der Ehefrau dienen soll oder die gesamten durch den Tod Ihres Vaters entstehenden Kosten abdecken und somit der gesamten Erbengemeinschaft zustehen soll. Im Zweifel würde ich zu letzterem Ergebnis tendieren, da das Geld von der Firma auf das Konto Ihres Vaters gezahlt wurde und ja die Erbengemeinschaft und nicht lediglich die Ehefrau in die Rechtsstellung Ihres Vaters gerückt ist. Sollte es aber keine solche Vereinbarung geben, sondern sollte die Firma nach dem Tod Ihres Vaters erst beschlossen haben, noch eine dreimonatige finanzielle Unterstützung zu gewähren, dann muss die Firma auch bestimmen, wem das Geld zugute kommen soll. Es wundert mich etwas, dass sich die Firma selbst so unklar darüber ist, wem sie das Geld zuwenden will.

Sofern die Ehefrau Ihres verstorbenen Vaters tatsächlich kein Wohnrecht an dem Haus hat, dann haben Sie und Ihre Geschwister genauso wie sie ein Gebrauchsrecht an dem Haus (§§ 2038 Abs. 2, 743 Abs. 2 BGB). Dies können Sie notfalls gerichtlich durchsetzen, indem Sie die Ehefrau entsprechend verklagen und gegen sie zudem eine einstweilige Verfügung erwirken, die zumindest Ihnen als Nachlassverwalterin ab sofort ein Zugangsrecht zum Haus verschafft, damit Sie sich Klarheit über den Umfang des Nachlasses verschaffen können. Außerdem haben Sie gegenüber der Ehefrau einen Auskunftsanspruch gemäß § 2028 BGB dahingehend, dass die Ehefrau Ihnen mitteilen muss, welche erbschaftlichen Geschäfte sie geführt hat und was ihr über den Verbleib der Erbschaftsgegenstände bekannt ist. Diese Auskunft können Sie ebenfalls einklagen. Zuerst einmal aber sollten Sie die Ehefrau - am besten über einen Rechtsanwalt - schriftlich auffordern, Ihnen den Mitgebrauch am Haus einzuräumen sowie die genannten Auskünfte zu erteilen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER