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Stellenauschreibung, Absage, Schadenersatz nach AGG?

| 09.07.2008 11:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Ein Untenehmen schreibt eine Stelle aus, in der ausdrücklich eine Mitarbeiterin gesucht wird. Die Stellenauschreibung wird auf den Internetseiten des Unternehmens und in eine Internet-Jobbörse veröffentlicht. Gleichzeitig werden in der Stellenbörse und auf den Internet-Seiten weitere Angebote veröffentlicht, die sich an beide Geschlechter wenden.

Die beschriebenen Anforderungen für die ausgeschriebene Stelle "Mitarbeiterin" werden von mir erfüllt und ich bewerbe mich als "Mitarbeiter", da ich männlich bin. Eine Eingangsbestätigung wird mir ein paar Tage später zugesandt.

Einige Wochen später werden mir die Unterlagen mit einer Absage zurück gesandt. Als Begründung wird nur genannt, dass mittlerweile ein "anderer Bewerber" eingestellt worden wäre.

Die Auschreibung für die Stelle ist weiter auf den Internet-Seiten des Unternehmens veröffentlicht, ebenso wurde die Auschreibung einige Tage vor der Absage an mich neu in der Stellenbörse veröffentlicht. Beide Beschreibungen wenden sich nun an beide Geschlechter.

Besteht die Möglichkeit das Unternehmen auf Schadenersatz bezgl. des AGG in Anspruch zu nehmen?
Wie werden die Chancen hierzu eingeschätzt?
Übernimmt eine vorhandene Rechtschutzversicherung ggf. die Kosten?

Sehr geehrter Ratsuchender,


die Möglichkeit besteht in der Tat, sofern es sich Ihrerseits um eine ernstgemeinte Bewerbung handelt und Sie ansonsten qualifiziert gewesen wären.

Denn aufgrund der nachgeschalteten weiteren Anzeigen liegt - vorbehaltlich einer geaueren Prüfung aller relevanten Unterlagen - eine nach dem AGG zu vermeidene Benachteiligung vor, ohne dass dafür eine Berechtigung aus Ihrer Sachverhaltsdarstellung entnommen werden kann.

Das Unternehmen muss Sie zwar nicht einstellen, aber nach §§ 15 II, VI AGG (nachzulesen über unsere Homepage). Diese Entschädigung kann auf bis zu drei Monatsgehälter begrenzt sein, wenn nachgewiesen werden kann, dass Sie auch ohne diese Diskriminierung nicht beschäftigt worden wären.

Den Anspruch auf Schadenersatz oder Entschädigung innerhalb von zwei Monaten beim Unternehmen schriftlich geltend machen. Bei Zahlungsverweigerung muss innerhalb von drei Monaten Klage beim Arbeitsgericht erhoben werden.


Vorbehaltlich der genaueren Prüfung der Unterlagen stehen die Chancen nicht schlecht - hier würde ich die weitergehende Prüfung anraten.


Ob der Rechtsschutzversicherer eintritt, lässt sich ohne Kenntnis des Versicherungsvertrages kaum beantworten. Hier sollten Sie beim Versicherer anrufen, dort den Sachverhalt schildern und um Kostendeckungszusage bitten.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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