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Stelle nach der Elternzeit - 2 interne Bewerbungen

| 14.04.2015 18:43 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


21:29

Zusammenfassung:

Bewerbung auf eine interne Arbeitsstelle; billiges Auswahlermessen des Arbeitgebers und Diskriminierung

Guten Abend,
ich hätte folgender Anliegend:
Es geht es um eine interne Stelle wofür ich mich vor 10 Tagen beworben hatte. Die ausgeschriebene Stelle ist eine identische Stelle zur meiner jetzigen Stelle (Teamassistant & Billing Assistant in Teilzeit).
Heute teilte mir die HR-Abteilung die Absage mündlich mit, dass eine Kollegin die aus der Elternzeit (2 Jahre) kommt bevorzügt würde weil:

1. Die Kollegin eine Deutsche Herkunft hätte (wegend Korrekturlesen von Unterlagen)
2. Dass die Abteilungsabläufe & Kollegen ihr bereits bekannt wären.

Diese neue Stelle (Teilzeit) würde ausgeschrieben und intern veröffentlicht da die Kollegin ihre ursprüngliche Stelle (Vollzeit) nicht asüben will. Theoretisch ist ihre Stelle weggefallen weil die neue Stelle beinhaltet neue zusätzliche Aufgaben die der Kollegin nicht anvertraut ist. (Billing). Diese neue Stelle wiederum wiederspiegelt meine 100%.
Dazu hätte ich fast 2 Jahre Erfahrung mit dem Billing- und Abrechnungsverfahren der Firma und besitze dazu ein Studium in Finanzen.

Meine Fragen wären:

1. Reicht aus es eine mündliche Absage mir gegenüber?

2. Die Kollegin würde beorzügt da sie Deutsche ist. Bin ich hier als Ausländer benachteiligt worden?

3. Welche Möglichkeiten hätte ich gegen die Absage vorgehen?

Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen.
Vielen Dank!

14.04.2015 | 19:20

Antwort

von


(1746)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Einen im Gesetz bestimmten Versetzungsanspruch eines Arbeitnehmers auf einen intern ausgeschriebenen Arbeitsplatz gibt es leider grundsätzlich nicht.
Das wäre dem Arbeitsrecht im Gegensatz zum System des öffentlichen Dienstrecht nämlich fremd und entgegen der Vertragsfreiheit.

Ein Arbeitnehmer hat nur dann einen Rechtsanspruch auf einen bestimmten Arbeitsplatz/-bereich, wenn sich dieses direkt aus dem Arbeitsvertrag ergibt, dieses also dort näher geregelt ist.

Die Entscheidung des Arbeitgebers über ein Versetzungsgesuch erfolgt nach pflichtgemäß auszuübenden Ermessen, womit seine eigenen Interessen mit denen des Arbeitnehmers abzuwägen sind. Dabei sind auch soziale Kriterien (z. B. familiäre Bindungen am Arbeitsort etc.) zu beachten.

Meines Erachtens erfordert es die Fürsorgepflicht, sein Ermessen schriftlich, zumindest auf Anfrage des Arbeitnehmers mitzuteilen.

2.
Eine Bevorzugung oder Benachteiligung allein wegen dr Herkunft ist unzulässig und häufig diskriminierend, insbesondere dann, wenn es keinen sachlichen Grund für eine Benachteiligung/Bevorzugung gibt.

Das ergibt sich aus dem AGG, dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz:
Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft u. a. sind zu verhindern oder zu beseitigen.
Eine unterschiedliche Behandlung deswegen ist ausnahmsweise nur zulässig, wenn dieser Grund wegen der Art der auszuübenden Tätigkeit oder der Bedingungen ihrer Ausübung eine wesentliche und entscheidende berufliche Anforderung darstellt, sofern der Zweck rechtmäßig und die Anforderung angemessen ist.

Das liegt hier aber nicht vor, wenn Sie selbst hier studiert haben bzw. die deutsche Sprache sehr gut beherrschen, wovon ich ausgehe.

Zudem haben Sie selbst Erfahrung und bewerben sich auf eine gleichwertige Stelle.

3.
Sie müssten schnell handeln:
In aller Regel unterliegen alle Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sehr kurzen arbeitsvertraglichen beziehungsweise tarifvertraglichen Ausschlussfristen von wenigen Monaten, was in Ihrem Arbeitsvertrag beziehungsweise im einschlägigen Tarifvertrag enthalten sein dürfte.

Diese gelten schon für die außergerichtliche Geltendmachung.

Ansonsten müssten Sie Klage erheben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 14.04.2015 | 19:42

Vielen Dank für Ihre schnelle Beratung. Wie soll die Klage denn heißen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.04.2015 | 21:29

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Die Klage müsste sich gegen die Stellenbesetzung und für eine Neubesetzung (durch Sie) wenden bzw. sich inhaltlich darstellen.

Es geht also um einen Wiederherstellungsanspruch des abgelehnten Bewerbers in Zusammenhang mit dem Abbruch eines Auswahlverfahrens zur Besetzung einer Stelle durch den anderen Bewerber.

Die Einzelheiten sind sehr detailreich und schwierig, so dass ich dass ohne anwaltlichen Beistand nicht allein durchführen würde.

Auch müsste ggf. ein einstweiliger/vorläufiger (Eil-)Rechtsschutz geprüft und gerichtlich beantragt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 16.04.2015 | 07:06

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