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Stell Dir vor, Du erbst, aber es sagt Dir keiner Bescheid.


26.12.2010 14:27 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dennis Meivogel



Guten Tag - und "Fröhliche Weihnachten",

mir stellt sich folgende Frage:

Meine Mutter ist vor etwa einem halben Jahr verstorben. Demzufolge rücke ich ja an ihrer Stelle in die Erbfolge meiner Großeltern mütterlicherseits. Diese hatten schon vor Jahren ein Testament errichtet, nachdem der Längerlebende der Großeltern zunächst Alleinerbe sein soll und dann deren drei Töchter, von denen ja eine meine Mutter war.

Mein Großvater mütterlicherseits ist bereits vor einem Jahr verstorben, die Großmutter, die nach dem o.a. Testament Alleinerbin ist lebt noch.

Da ich über 600 km entfernt von eben diesem Teil der Familie lebe und auch keinerlei Kontakt mehr zu diesen Leuten habe, stellt sich mir die Frage, ob sich für mich Nachteile ergeben, sollte man mir nicht mitteilen, wenn der nächste Erbfall eintritt (die Großmutter ist wohl zunehmend hinfällig und es geht ihr nicht so gut).

Ich bin, was diesen Teil der Familie belangt, nur darauf aus, möglichst hohen finanziellen Nutzen aus einem weiteren Erbfall ziehen zu können...

Für mich stellt sich die Fragen:
- Kann ich schon heute verfügen, dass, für das eintreten des Todes der Großmutter, die beiden anderen Erben (die zwei verbliebenen Töchter), nicht auf das Vermögen der Großmutter zugreifen können. Also Sperrung der Konten und Depots etc. Ich befürchte ernstlich, dass sonst einiges verschwinden wird.

-Kann ich schon heute festlegen, dass für die Beisetzung der Großmutter und auch evtl. anfallende Pflegekosten, möglichst wenig ausgegeben wird.

-Gibt es eine Möglichkeit, beim Standesamt oder Amtsgericht zu hinterlegen, dass ich nach dem Tod der Großmutter umgehend informiert werde. Oder kann ich die beiden anderen Erben dazu verpflichten? Ich befürchte ernstlich, dass man mich über ein Ableben nicht informieren wird - und ich wohlmöglich erst Monate später informiert werden würde. Und den anderen Erben so jede Menge Zeit bleiben würde, Gegenstände aus dem Haus zu entfernen etc.

Für Ihre Antwort schon jetzt vielen Dank!

Beste Grüße

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen wie folgt.

Hinsichtlich des von Ihnen angenommenen Einrückens in die Erbenstellung Ihrer Mutter sollten Sie eine weitere Prüfung vornehmen lassen. Zwar ist es grundsätzlich so, dass die Abkömmlinge hinsichtlich der Erbenstellung an die Stelle ihrer Eltern treten. Bei einer letztwilligen Verfügung von Todes wegen steht aber der Wille des Erblassers an erster Stelle. Ggfls. ist das Testament auszulegen um zu ermitteln, ob im Falle des Vorversterbens eines Erbens dessen Abkömmlinge an seine Stelle treten, oder ob eine Anwachsung auf die übrigen Erben gewünscht ist.

Sollte demnach eine Anwartschaft auf eine Miterbenstellung gegeben sein, so führt dies nicht dazu, dass Sie derzeit, also vor Eintritt des Erbfalles, irgendwelche Verfügungen über den Nachlass treffen können. Auch gegenüber Dritten, wie Banken und Versicherungen, haben Sie keinerlei rechtliche Stellung um über das Vermögen der Großmutter Entscheidungen zu treffen. Zu Lebzeiten kann Ihre Großmutter frei über ihr Vermögen verfügen. Wenn Sie befürchten, dass Ihre Großmutter dazu nicht in der Lage ist, weil Sie etwa psychisch nicht in der Lage hierzu ist, so können Sie eine Betreuung beim Amtsgericht beantragen.

Nach Eintritt des Erbfalles können Sie zusammen mit den anderen Erben den Nachlass verwalten, über ihn verfügen und auseinandersetzen. Dies betrifft auch die Art und Weise der Beerdigung.

Sie können niemanden verpflichten, Ihnen das Ableben der Großmutter mitzuteilen. Sie können diesbezüglich mit dem Standesamt Kontakt aufnehmen um zu erreichen, dass Sie informiert werden. Rechtlich verpflichtet ist dazu aber niemand. Auch die späteren Miterben haben diesbezüglich keinerlei Verpflichtung. Vielleicht kennen Sie jemanden in der Gemeinde, in der die Großmutter lebt, der Ihnen im Falle des Ablebens Mitteilung machen kann.
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