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Steht Freistellung über Krankenschein ?

06.12.2017 19:13 |
Preis: 38,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Folgende Situation.

Am 28.11.2017 hatte ich eine OP und bekam einen Krankenschein bis zum 05.12.2017.

Am 28.11.2017 bekam ich eine Zusage einer anderen Firma und kündigte den bestehenden Arbeitsvertrag am 29.11.2017 zum 1.1.2018.
Demnach befinde ich mich jetzt in der Kündigungsfrist.
Als ich den Krankenschein verlängern wollte, bis zum 12.12.2017 , informierte ich meinen jetzigen AG darüber. Daraufhin meinte er (brauchst du nicht, ich habe dich freigestellt vom Dienst).

Es stellte sich heraus, dass die Freistellung auf meinen Überstunden basiert ist.
Natürlich besitze ich den verlängerten Krankenschein, welcher genau zu meinen Urlaubsbeginn am 13.12.2017 endet.
Meine Frage nun: Fakt ist doch, das ich einen Krankenschein bis zum Beginn der restlichen Urlaubstage habe, also zählt doch seine Freistellung nicht? Meine Überstunden kann ich doch nur absetzen, wenn bis zum Ende meines Vetrages Zeit dazu ist, da diese aber schon gefüllt mit Krankschreibung/Urlaubstage sind, muss er mir doch die Überstunden auszahlen, richtig?
Meine Überstunden betragen 150 Std, wir sind zwei Angestellte, also ein Kleinunternehmen. Spielt das ein Rolle? Gibt es da für ihn irgendein Schlupfloch?
Ich danke im Vorfeld für Ihre Hilfe und eine schnelle Antwort.
Liebe Grüße

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Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie habn mit Ihrer Vermutung recht und sollten die Folgebescheinigung der Arbeitsunfähigkeit dem Arbeitgeber vorlegen.


Für diese Zeit kann der Arbeitgeber Sie dann auch nicht "freistellen", da es ja keine Tätigkeit gibt, die freizustellen wäre. Er kann auch keine Überstunden abziehen, da die Arbeitsunfähigkeit vorgeht.


Die Überstunden haben also weiterhin Bestand und können von Ihnen grundsätzlich geltend gemacht werden. Achten Sie auf mögliche vertragliche oder tarifvertragliche Ausschlussfristen, die ggfs. zur Anwendung kommen könnten.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2017 | 20:36

Danke für Ihre kompetente und schnelle Antwort. Was sind das für Ausschlussfristen und wo finde ich diese ? Liebe Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.12.2017 | 20:42

Sehr geehrter Ratsuchender,


unter Ausschlussfristen (manchmal auch „Verfallfristen" oder „Verfallklauseln" genannt) versteht man Fristen, innerhalb derer Ansprüche oder sonstige Rechte geltend gemacht werden müssen, damit sie nicht untergehen.

Entweder sind sie im Arbeitsvertrag enthalten und betragen drei bis sechs Monate, innerhalb deren die Ansprüche geltend gemacht werden müssen oder aber sind in einem Tarifvertrag aufgeführt.

Wollen Sie sicher gehen, sollten Sie die Überstundenabgeltung innerhalb von drei Monaten geltend machen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


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