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Statt 20-30 % Schuldanteil nun 65 % laut gegnerische Versicherung - soll ich klagen?


04.03.2007 12:24 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling



Im Dezember letzten Jahres kam es zu einem Unfall aufgrund folgender Situation: Kurz vor einem Ortsschild fing der vor mir fahrende Wagen an zu bremsen, was ich noch nicht weiter seltsam fand, denn schließlich folgte eine geschlossene Ortschaft. Auf Höhe des Ortsschilds wurde er jedoch sehr langsam und bremste immer wieder. Jeder kennt sicherlich die Situation, wenn vor einem jemand fährt, der sich etwas orientierungslos verhält und der dann bremst und bremst und nicht so genau weiß, was er jetzt tun soll bzw. wo er hin muss. So eine Situation war das. Als die Fahrerin nur noch etwa 15 km/h fuhr, setzte ich instinktiv zum Überholen an. Als ich fast auf gleicher Höhe ihres Wagens war, nahm ich aus den Augenwinkeln war, dass sie nach links in die Seitenstraße abbog. Hierbei ist zu sagen, dass vorher keinerlei Blinkzeichen ihrerseits erfolgten, sonst hätte ich natürlich nicht überholt. Es steht hier aber Aussage gegen Aussage (sie sagt, sie hätte geblinkt), es waren aber leider keine Augenzeugen vor Ort. Die Fahrerin hatte noch eine Beifahrerin dabei, ich fuhr alleine. Jedenfalls ist sie mir dann voll in die rechte Seite gekracht, die Schäden an meinem Fahrzeug begannen am vorderen rechten Radkasten und endeten an der hinteren rechten Tür. Ein vollständiges Sachverständigengutachten mit Fotos liegt vor. Sowohl der Sachverständige als auch die Werkstatt, wo die Reparatur erfolgte, sagten mir, dass es hierüber Vergleichsurteile gibt, demnach würde ich wohl etwa 20 - 30 % der Schuld bekommen, da sich die Fahrerin vor mir mit einem Schulterblick hätte vergewissern müssen, dass hinter bzw. neben ihr kein anderes Fahrzeug ist. Nun habe ich aber die Abrechung der gegnerischen Versicherung bekommen. Das Sachverständigengutachten in Höhe von knapp 600 € hat die Versicherung komplett übernommen. Ansonsten setzt sich die Abrechnung wie folgt zusammen:
Reparaturkosten: 4.900 EUR
Minderwert: 375 EUR
Mietwagenkosten: 260 EUR
Sachverständiger: 600 EUR
_________________________________
Zwischensumme: ca. 6.000 EUR
abzügl. Mithaftungsanteil 4.000 EUR

Zwischensumme: 2.000 EUR
abzügl. Sachverständiger 600 EUR
_________________________________
gesamt: 1.400 EUR

Das ist der Betrag, den die Versicherung übernommen hat, also letztendlich 2.000 EUR, das macht ein Drittel der Kosten aus. Begründung lt. Versicherung: "Eine Mithaftung war zu berücksichtigen, da Sie das hier versicherte Fahrzeug überholt haben, obwohl die Verkehrslage für Sie unklar war."

Nun meine Frage: Ist es gerechtfertigt, mir eine so hohe Mithaftung anzulasten? Ist es korrekt, dass laut Vergleichsurteile diese wesentlich geringer hätte ausfallen müssen?
Kernfrage: LOHNT ES SICH ZU KLAGEN?

-- Einsatz geändert am 04.03.2007 12:26:10

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie nachfolgend beantworten:

Die Durchsetzung Ihrer Ansprüche mit einer höheren Quote wären mit Sicherheit erfolgreich, wenn Sie einen Zeugen hätten, der aussagen könnte, dass die Unfallbeteiligte nicht geblinkt hat. Auf diesem Sachverhalt basieren die von Ihnen genannten Urteile mit einer Quote von 70-80% für Sie. In Ihrem Fall ist kein Zeuge vorhanden und anderweitig lässt sich wohl nicht nachweisen, dass die Unfallbeteiligte nicht geblinkt hat. Denn Sie müssten als Kläger beweisen, dass die Unfallbeteiligte nicht geblinkt hat. Es bestehen danach in einem gerichtlichen Verfahren wenig Erfolgsaussichten.

Im weiteren kann Ihnen nachteilig angelastet werden, dass Sie bereits erkannt hatten, dass die Unfallbeteiligte langsam fuhr und sich nicht auskannte, sofern Sie gegenüber der Versicherung diesen Punkt dargelegt haben. Denn das Gericht geht davon aus, dass jeder Verkehrsteilnehmer sich äußerst rücksichtsvoll verhalten muss und seine Fahrweise der jeweiligen Verkehrslage anzupassen hat.

Nach dem dargelegten Unfallhergang und der gegenteiligen Aussagen hinsichtlich des Blinkvorganges bestehen für die Durchsetzung in einem gerichtlichen Verfahren nur ganz geringe Erfolgsaussichten.


Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich gern für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin
Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
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