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Stark alkoholisiert Unfall verursacht - Rechtslage?

04.01.2019 00:28 |
Preis: 75,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Guten Abend,

folgender Tatbestand: Mein Freund(21) hat sehr viel Alkohol konsumiert. Zu späterer Stunde ist er von A nach B gerannt und hat dabei jemanden umgeworfen. Die Person fiel rückwärts auf den Boden, zog sich eine Platzwunde zu, die genäht werden musste und wurde ins Krankenhaus gebracht. Mein Freund wurde von der Polizei mit aufs Revier genommen und durfte dort die Nacht zum ausnüchtern verbringen. Mein Freund muss sich wohl auch sofort und mehrmals beim Verletzten entschuldigt haben, dass es keine Absicht war und er ihn nicht gesehen habe.

Mein Freund kann sich an nichts erinnern, lediglich, dass er vom Polizeibeamten am nächsten Tag in der Zelle geweckt und über den o.g. Tatbestand informiert wurde. Er solle sich auf eine Anzeige und Post einstellen.

Nun meine Frage: Was könnte meinen Freund strafrechtlich und zivilrechtlich erwarten? Ist er voll schuldfähig? Gilt der Vorfall als "Unfall"?

Mit freundlichen Grüßen
Eingrenzung vom Fragesteller
04.01.2019 | 00:30
04.01.2019 | 00:56

Antwort

von


(13)
Q7, 24
68161 Mannheim
Tel: +4962143685444
Tel: +491602009461
Web: https://strafrechtskanzlei-kolivas.com/
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage kann mit den gegebenen Informationen nicht seriös beantwortet werden. Ich biete Ihnen daher an, mich morgen telefonisch zu kontaktieren.

Ich möchte dennoch versuchen, Ihnen Ihre Frage so gut wie möglich zu beantworten.

Die Schuldfähigkeit hängt entschieden von der festgestellten Blutalkoholkonzentration bzw. einer Rekonstruirung der Blutalkoholkonzentration ab. Schuldunfähigkeit kann grundsätzlich erst ab 3,0 Promille in Betracht gezogen werden. Eine verminderte Schuldfähigkeit liegt grundsätzlich ab 2,00 Promille vor. Ohne zu wissen, welcher Promillewert festgestellt wurde kann dies meinerseits nicht eingeschätzt werden.

So wie Sie den Sachverhalt schildern, gehe ich davon aus, dass Ihrem Freund wahrscheinlich eine fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen wird. Sofern er schuldfähig war und nicht vorbestraft ist, sehe ich bei einer Verteidigung durch einen Rechtsanwalt gute Chancen, dass das Verfahren eingestellt oder maximal mit einer kleinen Geldstrafe geahndet wird.

In zivilrechtlicher Hinsicht ist er grundsätzlich auch betrunken als deliktsfähig einzuschätzen, sodass er für die zivilrechtlichen Schäden haften muss.

Ich rate Ihnen bzw. Ihrem Freund dazu, sich mit einen auf das Strafrecht spezialisierten Anwalt in Verbindung zu setzen und sich verteidigen zu lassen und ohne anwaltlichen Beistand keine Aussage zu tätigen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Georgios Kolivas

ANTWORT VON

(13)

Q7, 24
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