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Standortumzug, nachträgliche Anpassung im Arbeitsvertrag 2 Jahre später

27.06.2019 01:49 |
Preis: 40,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Hallo,

mein AG hat vor ca. 2 1/2 Jahren den Standort gewechselt. Die Distanz zwischen dem neuen und alten Standort (geschlossen) beträgt ca. 18 km. Ich bin dem AG gefolgt, ohne dass es eine Änderung/Nachtrag des Vertrages diesbezüglich gab.

Nun steht eine Betriebsprüfung im Haus und es ist aufgefallen, dass es keine Änderung/Nachtrag des Arbeitsvertrages gab.

Der AG hat mir einen Nachtrag (so steht es auf dem Dokument) vorgelegt, den ich unterschreiben soll. Datiert wurde dieser Nachtrag auf Ende 2016. Jetzt erscheint mir dieser Nachtrag als komplett neuer Vertrag (eventuell ist das eher ein Änderungsvertrag als ein Nachtrag in meinen Augen), da viele Punkte geändert worden sind, die im vorigen Vertrag nicht so detailliert waren und nachteilig mir gegenüber sind im Bezug zum alten Vertrag.

Muss ich auf diesen theoretischen Änderungsvertrag eingehen, da der AG mich ja trotz Standortumzuges ohne Anpassung im Vertrag ja dennoch über 2 Jahre weiterbeschäftigt hat? Oder reicht es wenn er nur nachträglich den Standortwechsel anpasst und wenn ja mit welchem Datum unterschreiben?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Sie müssen auf die geänderten Bedingungen nicht eingehen. Eine einseitige Änderung eines Arbeitsvertrags ist rechtlich nicht möglich.
Da der Standortwechsel schon seit 2 Jahren so praktiziert wird, könnte man diesen Punkt auch schon als einvernehmlich vereinbart ansehen, da ein Arbeitsvertrag nicht zwingend schriftlich sein muss, sondern auch mündlich geschlossen werden kann, es sei denn im bisherigen Vertrag ist für die Änderung die Schriftform vereinbart.
Möglicherweise ist die vermeintliche Steuerprüfung nur ein willkommener Anlass/ Vorwand, um den Arbeitnehmern schlechtere Konditionen unterzujubeln.
Wenn der Arbeitgeber andere Konditionen einseitig durchsetzen will, bleibt ihm nur eine Änderungskündigung. Gegen diese können Sie klagen.
Von einer rückwirkenden Unterzeichnung ist ohnehin abzuraten, da die Gefahr besteht, dass eventuell gewährte Leistungen dann als nachträglich freiwillig deklariert werden.

Wenn Sie also nicht einverstanden sind, sollten/müssen Sie nicht unterschreiben.

Ich hoffe Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Draudt Rechtsanwältin

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