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Standkosten ohne Vereinbarung

27.10.2008 17:44 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Kugler


Hallo ich hatte vor einiger Zeit einen Autounfall selber verschuldet. Nach dem mein Auto von der Autobahn zur Abschlepp-Werkstatt gebracht wurde hatte ich die Werkstatt gebeten mir doch einen Kostenvoranschlag zu machen. Nach einiger dann Zeit hatte ich mich entschieden das Auto bei meiner Hauswerkstatt reparieren zu lassen. Jetzt stand der Transport von der einen Werkstatt zu anderen an. Die Abschlepp-Werkstatt schilderte mir nun das ich doch erst die entstanden Kosten begleichen müsse (Abschleppkosten und Standgebühren). Mir war nun klar das ich die Abschleppkosten bezahlen müsse, jedoch tauchte auf der Rechnung des weiteren Standgebühren auf. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt nie was unterschrieben oder erfahren das ich für den Aufenthalt meines Autos dort bezahlen müsse. Hätte ich dies früher gewusst hätte ich nicht über eine Länge von 47 Tage und einem Tagessatz von 9,50€ ohne Mehrwertsteuer mein Auto dort stehen gelassen. Ist es legitim ohne eine Vereinbarung oder eine Information des Kunden eine Standgebühr in der Höhe zu verlangen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zunächst möchte ich mich für Ihre gestellte Frage bedanken und diese in Anbetracht Ihres geschilderten Sachverhalts und Ihres Einsatzes kurz wie folgt beantworten.

Wenn nach dem Unfall Ihr Wagen auf dem Gelände einer Werkstatt oder eines Abschleppdienstes steht, müssen Sie für den Platz, den Ihr Wagen dort wegnimmt, täglich eine Pauschale zahlen.

Problematisch ist bei Ihnen, dass Sie vorab nicht durch den Abschleppdienst darüber aufgeklärt wurden. Weiter ist problematisch, dass z.B. bei einem Nichtverschulden Ihrerseits die gegnerische Haftpflichtversicherung zwar zur Erstattung der Standgebühren verpflichtet wäre. Allerdings wären 47 Tage aufgrund einer Ihnen obliegenden Schadensminderungspflicht nicht erstattungsfähig, sondern maximal 14 Tage.

Ich würde Ihnen daher raten, das Abschleppunternehmen zunächst anzurufen und diesem mitzuteilen, dass Sie eine Zahlung der Standgebühren mangels vertraglicher Vereinbarung ablehnen. Weisen Sie das Unternehmen darauf hin, dass wenn überhaupt aufgrund Ihrer Schadensminderungspflicht maximal 14 Tage vertretbar wären. Mangels vertraglicher Vereinbarung besteht jedoch nur ein Anspruch auf Erstattung der Abschleppkosten, so dass nach Zahlung dieser Kosten auch kein Zurückbehaltungsrecht besteht.

Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sascha Kugler
Rechtsanwalt

Zum Abschluss möchte ich Sie noch auf Folgendes ausdrücklich hinweisen:

Diese Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich diese Auskunft lediglich auf die Informationen, die mir Rahmen der Sachverhaltsschilderung zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine umfassende verbindliche Beratung unerlässlich. Deshalb weise ich Sie ausdrücklich daraufhin, dass diese Leistung nicht im Rahmen der Online-Beratung erbracht werden kann.

Bitte beachten Sie auch bei der Beantwortung Ihrer Nachfrage. Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Darüber hinaus ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Schon daraus ist erstichtlich, dass diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen kann. Ich bitte Sie dies stets zu beachten!

Nachfrage vom Fragesteller 28.10.2008 | 18:03

Ich musste nun aus zeitgründen das Geld bezahlen damit ich mein Auto abschlepp konnte und da sonst weitere Standkosten angefallen wären. Wie sieht es jetzt aus wenn ich das Geld welches ich per Überweisung getätigt habe wieder zurück buchen lasse? Und der Werkstatt nur die Kosten für die 2 Wochen bezahle? Da sie nicht einsicht mir gegenüber war und den vollen Betrag haben wollte.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.10.2008 | 10:03

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

wenn es Ihnen noch möglich ist, das Geld zurück buchen zu lassen, sollten Sie dies auf jeden Fall versuchen. Anschließend sollten Sie jedenfalls den Betrag für die Abschlepppkosten bezahlen. Wenn Sie darüber hinaus noch für 2 Wochen Standgebühren zahlen, ist dies mangels vorheriger vertraglicher Einigung über die Standgebühren mehr als kulant.

Die Werkstatt wird in diesem Falle wegen der Kosten für die restlichen Tage auch nicht das Risiko einer klageweise Geltendmachung des Restbetrages in Kauf nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Sascha Kugler

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