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Ständig wiederholter ungerechtfertigter SCHUFA-Eintrag

| 20.05.2015 20:59 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Seit einiger Zeit habe ich Probleme mit einem negativen Eintrag, der trotz mehrfacher Löschung immer wieder wirksam wird und mir dadurch eine Menge Ärger bereitet.

Das Spiel lief bisher immer folgendermaßen: Der Eintrag wurde wirksam, die SCHUFA teilte mir dies mit oder ich erfuhr es über meine jährliche Auskunft dort. Oder auf die unangenehmere Tour durch Benachrichtigungen meiner Banken und Kreditkartenunternehmen, bzw. deren Handlungen (Anrufe, Schreiben, Kündigungen).

Ich habe daraufhin immer ein Schreiben (per Einwurfeinschreiben) an die SCHUFA gerichtet und mich auf den § 28a BDSG berufen und betont, dass es sich hier um eine bestrittene Forderung handelt. In der Tat ist die Forderung mir als solches nicht bekannt. Ich habe dies in den Schreiben immer betont.

Meine Einwände wurden dann auch immer einigermaßen kurzfristig anerkannt und der Eintrag durch die SCHUFA gelöscht. Allerdings wurde er dann später immer wieder wirksam. Wieder ein Einwand meinerseits mit Fristsetzung, wieder Löschung. Bisher drei- oder viermal. Ich bin diesmal darauf aufmerksam geworden, weil die ING DiBa mir fristlos meinen Dispokredit gekündigt hat und mir eine Frist zur Rückzahlung des in Anspruch genommenen Betrags gesetzt hat (zum Glück nur rund 46 Euro, da dies nur ein Neben-Girokonto von mir ist). Meine Befürchtung ist natürlich immer, dass auch meine anderen Banken und Kreditunternehmen folgen werden und ich finanziell deutlich schlechter dastehe. Außerdem wird in meinem Beruf ein negativer SCHUFA-Eintrag seitens des Arbeitgebers nicht gerne gesehen (ich arbeite bei einem Finanzdienstleister). Einwandfreie Bonität ist hier obligatorisch.

Ich vermute, es handelt sich hier um einen internen Fehler der SCHUFA ode bei deren einmeldenden Vertragspartnern. In den Antwortschreiben räumt die SCHUFA ja selbst ein, dass die Forderung und die Rechtmäßigkeit der Einmeldung trotz angeblich intensiver Recherchen nicht nachgewiesen werden konnte.

Ich werde jetzt noch mal einen (leicht abgewandelten) Einwand an die SCHUFA senden, wiederum unter Fristsetzung (15. Mai 2015).

Wie kann ich nachhaltig verhindern, dass sich der oben geschilderte Kreislauf endlos wiederholt? Aus meiner beruflichen Praxis heraus vermute ich, dass erst das energische Einschreiten eines Rechtsanwalts den nötigen Ein-, bzw. Nachdruck schaffen kann.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da ich die genauen Hintergründe nicht kenne, kann ich nicht abschließend beurteilen, ob die Schufa-Einträge tatsächlich ungerechtfertigt erfolgen. Ich gehe deshalb ausschließlich von Ihren Angaben aus, dass Ihnen die Forderung nicht bekannt und von Ihnen bestritten ist.

Sie sind hier bereits den richtigen Weg gegangen. Erfolgt durch die Schufa eine falsche Eintragung, sind Sie als Betroffener in Ihrem allgemeinen Persönlichkeitsrecht verletzt, das durch § 823 Abs. 1 BGB geschützt wird. Sie haben daher einen Anspruch auf Löschung des falschen Eintrags gegen die Schufa direkt. Daneben besteht auch ein Löschungsanspruch gegen die meldende Stelle. Sie sollten sich daher auch an diese direkt wenden. Denn die meldende Stelle ist nach § 28 a Abs. 3 BDSG verpflichtet, Änderungen innerhalb von 1 Monat an die Schufa zu melden.

Bisher hat die Schufa die Löschungen nach Ihren Angaben immer vorgenommen. Tut sie das zukünftig nicht mehr, können Sie Ihren Löschungsanspruch gerichtlich durchsetzen.

Darüber hinaus käme aufgrund der Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts die Durchsetzung eines Unterlassungsanspruchs in Betracht. Auch ein Schadenersatzanspruch ist möglich, sofern Ihnen durch die falsche Eintragung ein Schaden entstanden ist.

Bevor gerichtlich vorgegangen wird, muss in jedem Fall genau geprüft werden, ob es sich tatsächlich um eine falsche Eintragung handelt und die Voraussetzungen für eine gerichtliche Durchsetzung vorliegen.

Sofern gerade wieder eine solche falsche Eintragung besteht, fordern Sie die Schufa wiederum zur Löschung auf. Drohen Sie für das nächste Mal gerichtliche Schritte an. Wenden Sie sich unbedingt auch an die meldende Stelle, so dass diese ebenfalls eine entsprechende Meldung an die Schufa vornimmt.

Sollten Sie, um der Aufforderung Nachdruck zu verleihen, anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen wollen, stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung. Hierzu kontaktieren Sie mich einfach per E-Mail. Diese finden Sie in meinem Profil.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen
A. Krüger-Fehlau
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 21.05.2015 | 08:09

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Sehr schnelle, freundliche und über die Erwartung hinaus ausführliche Antwort. Ich wurde in meiner bisherigen Vorgehensweise fachlich bestätigt und es gab darüber hinaus einen ergänzenden Aspekt. Auch das von mir erwartete Angebot zur weiteren Verfolgung des Falls fehlte nicht. Durch diese durchweg positive Erfahrung mit Frau Krüger-Fehlau denke ich zur Zeit über eine Mandatierung nach.

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