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Staatsbürgerschaft aufgrund der Abstammung

| 12.03.2016 10:58 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Sehr geehrte Anwälte,
mein Freund (25 Jahre alt) ist in Venezuela geboren und besitzt somit die venezolanische Staatsangehörigkeit und lebt auch in Venezuela. Sein Vater ist und war auch zum Zeitpunkt der Geburt meines Freundes französischer Staatsbürger, die Mutter war Kolumbianerin. Derzeit hält er sich mit einem Touristenvisum und dem erforderlichen Einladungsschreiben für 3 Monate in Frankreich auf. Nun möchte mein Freund die französische Staatsangehörigkeit annehmen, um in Zukunft in Frankreich zu leben und ohne Visum zwischen beiden Ländern reisen zu können. Aufgrund seiner französischen Abstammung (ius anguinis) müsste dies meiner Kenntnis nach eigentlich problemlos möglich sein. Nun habe ich aber gehört, dass er dazu vorab einen Studien- bzw. Arbeitsplatz nachweisen muss.
Ich möchte gerne wissen, ob mein Freund ohne Probleme die französische (und in seinem Fall die doppelte, also die venezolanische und die französische) Staatsbürgerschaft erhalten kann. Welche Schritte muss er dazu in die Wege leiten (erforderliche Papiere) und wie lange würde die Bearbeitung dauern?
Herzlichen Dank für Ihre Antwort!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Für Ihren Freund sollte es eigentlich kein großes Problem sein, zusätzlich einen französischen Pass zu erhalten. Sie hatten selbst ja bereits auf das ius anguinis hingewiesen. Die Website der französischen Botschaft in Deutschland enthält dazu folgenden Hinweis: "Kinder erhalten die französische Staatsangehörigkeit bei Geburt, wenn zumindest ein Elternteil zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes im Besitz der französischen Staatsangehörigkeit ist." (siehe http://www.ambafrance-de.org/Staatsburgerschaftsrecht-Die-franzosische-Staatsangehorigkeit).

Nach Ihrer Schilderung ist das bei Ihrem Freund der Fall, so dass m. E. davon auszugehen ist, dass er bereits seit Geburt (auch) die französische Staatsbürgerschaft hat. Einen Antrag, um diese zu erhalten (Einbürgerung), braucht er daher nach meinem Verständnis nicht zu stellen.

Vielmehr wird es bei ihm darauf ankommen, auch einen französischen Reisepass zu erhalten, um tatsächlich frei reisen zu können. Die Voraussetzungen dafür sind auf dieser französisch-sprachigen Website dargestellt: https://www.service-public.fr/particuliers/vosdroits/F14929. Nach meinem Verständnis der Website wird Ihr Freund seine französische Staatsbürgerschaft nachweisen müssen. Dazu wird er eine (ggf. übersetzte) Geburtsurkunde o. ä. Nachweis benötigen, aus der die Identität und vor allem die Nationalität seiner Eltern hervorgeht. Inwieweit es solche Nachweise in Venezuela gibt, vermag ich allerdings nicht zu beurteilen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 16.03.2016 | 19:32

Sehr geehrter Herr Anwalt,
vielen Dank für Ihre Antwort. Wenn ich die von Ihnen erwähnte Website (https://www.service-public.fr/particuliers/vosdroits/F14929) richtig verstehe, bekommt nur derjenige einen fanzösischen Reisepass, der auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt. In Venezuela erwibt man die Staatsangehörigkeit nach dem Geburtsort; er ist also Venezolaner. Ist es dennoch ausreichend, mit einer apostillierten Geburtsurkunde aus Venezuela, aus der hervorgeht, dass der Vater meines Freundes zum Zeitpunkt von dessen Geburt französischer Staatsbürger war, zur zuständigen französichen Behörde zu gehen und einen Reisepass zu beantragen und dieser würde ihm auch ausgestellt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.03.2016 | 21:24

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Genau so verstehe ich die zuerst zitierte Website. Dort wird ausdrücklich unterschieden zwischen den Fällen, in denen man die Staatsbürgerschaft ohne besonderen Verleihungsakt erwirbt (qua Abstammung oder qua Wohnsitz) und solchen Fällen, in denen das später durch Verwaltungsakt geschieht. Bei Ihrem Freund ist nach Ihrere Schilderung m. E. der erste Fall gegeben. Nach meinem Verständnis hat er daher die Staatsbürgerschaft bereits bei Geburt erworben.

Bewertung des Fragestellers 18.03.2016 | 06:33

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"Es hat einigie Tage gedauert, bis ein Anwalt auf meine Frage geantwortet hat.Das mag allerdings an der Komplexität meines Anliegens gelegen haben. Auf meine Nachfrage erhielt ich dann umgehend eine Antwort. "
Stellungnahme vom Anwalt:
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