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Staatsbügerschaft wiedererlangen nach Verzicht / Aufenthaltstitel

| 23.04.2015 20:59 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Wiederlangung der deutschen Staatsangehörigkeit bzw. sonstiges Aufenthaltsrecht

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

es geht um eine Aufenthaltsgenehmigung bzw. Arbeitsgenehmigung hier in Deutschland für meine Freundin. Sie ist chilenische Staatsbürgerin, wurde jedoch 1991 in Frankfurt am Main als Tochter eines deutschen Vaters (inzwischen verstorben) und einer spanischen Mutter geboren und lebte bis 2006 in Deutschland, seit 2008 in Chile. Eine Geburtsurkunde liegt jedoch nicht vor. Da sie 2015 von dem Freund ihrer Mutter (chilenischer Staatsangehöriger) adoptiert wurde, hatte sie schon 2013 den Verzicht auf die deutsche Staatsangehörigkeit erklärt, die sie bis zu diesem Zeitpunkt innehatte.

Unter welchen Voraussetzungen kann die deutsche Staatsbürgerschaft erneut beantragt werden? Kann man sozusagen die Wirkungen von §26 bzw. §27 StAG „rückgängig" machen?

Was gibt es sonst für Möglichkeiten, einen Aufenthaltstitel zu bekommen? Im Moment ist sie mit einem Touristenvisum hier. Was wäre Ihre Empfehlung?

Vielen Dank und freundliche Grüße!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ehemaligen Deutschen bietet der § 13 StAG die Möglichkeit, auch bei Beibehaltung ihres Wohnsitzes im Ausland die deutsche Staatsangehörigkeit wieder zu erwerben.

Es handelt sich hierbei um eine Kann- und damit um eine Ermessens­vorschrift, so dass kein gebundener Anspruch auf Wiederein­bürgerung besteht.

Eine Wiedereinbürgerung nach § 13 StAG ist aber unter erleichterten Voraussetzungen möglich.
Voraussetzung hierfür ist, dass den Antragstellern bei rechtzeitigem Antrag eine Beibehaltungsgenehmigung erteilt worden wäre (damals, als sie schon 2013 den Verzicht auf die deutsche Staatsangehörigkeit erklärt hat) und die für die Erteilung einer Beibehaltungsgenehmigung erforderlichen Bindungen an Deutschland auch heute weiterhin bestehen.

Die Sache ist jedoch natürlich dann einfacher, wenn sie sich in Deutschland aufhält.

Das sollte jetzt versucht werden.

Einem ehemaligen Deutschen, der seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland hat, kann eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden, wenn er über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt.

Bei der Ermessensausübung sind u. a. auch die Umstände,
die zum Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit
geführt haben, das Lebensalter, der Gesundheitszustand, die Lebensumstände des Antragstellers im Ausland sowie die Sicherung seines Lebensunterhaltes und ggf. die Erwerbsaussichten in Deutschland angemessen zu berücksichtigen.

Im Wege des Ermessens ist auch zu berücksichtigen,
ob der Antragsteller fortbestehende Bindungen an Deutschland glaubhaft machen kann.

Das gilt also auch hier, ähnlich wie oben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 23.04.2015 | 22:08

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