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Staaatsexamen Hochschule


05.05.2005 17:15 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

in einem Moment großer Verzweiflung schreibe ich diesen Sachverhalt hier und würde mich sehr über eine baldige Antwort freuen. Gestern habe ich an der Universität meine mündliche Prüfung für ein höheres Lehramt an Gymnasien absolviert und dies leider nur mit einer für mich desaströsen 3,0 . Die mündliche Prüfung dauert lt. Prüfungsordnung etwa 60 Minuten und wird von 2 Professoren und einem Prüfungsvorsitzenden durchgeführt (dieser Prüfungsvorsitzende ist immer ein aktiver Lehrer des entsprechenden Faches). In der Regel läuft die Prüfung so ab, das zunächst der eine Professor 30 Minuten prüft dann 30 Minuten der andere. Bei mir lief das zunächst auch so ab, bis schließlich der 2.Professor sagte, okay die Zeit ist um, die Prüfung beendet. Sodann schaltete sich zu meiner großen Verwunderung der Prüfungsvorsitzende ein, um mich weitere 5 Minuten zu fragen (grundsäzlich sein gutes Recht) . Als ich dann später erfuhr, dass ich lediglich eine 3,0 erhalten hatte, stellte ich einen der beiden Professoren unter 4 Augen zur Rede. Er teilte mir mit, dass ich mindestens eine 2,5 erhalten hätte, wenn die Fragen von diesem Prüfungsvorsitzenden nicht gewesen währen.
Ich möchte nunmehr Widerspruch gegen diese Prüfung einlegen und ggf. die mündliche Prüfung wiederholen oder meine Note auf 2,5 korrigiert bekommen (auf den Schnitt, den ich ohne die Fragen des Prüfungsvorsitzenden auch erhalten hätte) .
Begründung : letzte Woche wurden mehrere Kommilitonen geprüft mit einem anderen Prüfungsvorsitzenden, der durchweg unbeteiligt die Prüfung verfolgte. Sicherlich kann man nicht erwarten, dass jeder Prüfungsvorsitzende die Prüfung gleich führt oder die gleichen Fragen stellt. Jedoch meine ich eine gewisse Chancengleichheit nicht vorgefunden zu haben, wenn einerseits ein Prüfungsvorsitzender völlig unbeteiligt ist und die Leute durchweg gute Zensuren erreichen und anderseits eine Woche später ein Prüfungsvorsitzender mehrere Minuten intensiv prüft und dann noch für eine Notenverschlechterung sorgt !?
Es währe nett, wenn mir jemand ssagen könnte in wie weit mein Ansinnen Aussicht auf Erfolg haben könnte.
Mit fruendlichen Grüßen

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Guten Tag,

ich kann Ihnen leider keine allzu große Hoffnung hinsichtlich einer Revidierung des Prüfungsergebnisses machen.

Grundsätzlich haben Sie die Möglichkeit, gegen den Bescheid, mit dem Ihnen die einzelnen Prüfungsnoten mitgeteilt werden, Widerspruch einzulegen. Dies gilt auch dann, wenn Sie nur mit der Note aus der mündlichen Prüfung nicht einverstanden sind. Die Verwaltungsbehörde muß dann noch einmal die Prüfungsergebnisse überprüfen. Dies wird in der Praxis dadurch geschehen, daß die beiden Fachprüfer und sodann der Prüfungsvorsitzende noch einmal eine Stellungnahme hinsichtlich des Ablaufes und der Prüfung abgeben.

Da aber natürlich in der Bewertung für jeden einzelnen Prüfer ein relativ großer Ermessensspielraum steckt, überprüft die Rechtsprechung Prüfungsentscheidungen nur eingeschränkt.
So erstreckt sich nach ständiger Rechtsprechung die gerichtliche Kontrolle von Prüfungsentscheiden nur darauf, ob das Verfahren ordnungsgemäß durchgeführt worden ist, die Prüfer von falschen Tatsachen ausgegangen sind, die Prüfer allgemein anerkannte Bewertungsmaßstäbe beachtet haben, die Prüfer sich von sachfremden Erwägungen haben leiten lassen oder die Bewertung willkürlich ist.

Es handelt sich damit also nur um eine kursorische Prüfung, die im wesentlichen den äußeren Ablauf der Prüfung umfaßt. Gerade in dem relativ knappen Bereich eines Notensprunges, wie es bei Ihnen der Fall ist, haben Anfechtungen in der Regel leider keinen Erfolg.

Auch wenn es möglicherweise ungewöhnlich ist, daß der Prüfungsvorsitzende sich in die Prüfung einschaltet, ist ihm dies nicht verwehrt. Die Prüfungsordnungen sehen dies regelmäßig vor. Schließlich muß er aus den beiden Noten der Fachprüfern eine Abschlußnote bilden. Es ist ihm deshalb nicht verwehrt, selbst dem Prüfling "auf den Zahn zu fühlen". Es hilft Ihnen auch nicht weiter, daß andere Vorsitzende dies nach Ihren Angaben nicht tun, da dies allein Sache jedes Vorsitzenden ist.

Ich kann deshalb wenig Hoffnung machen, daß Sie das Prüfungsergebnis revidieren. Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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