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Sportflugzeug: LTA nicht nach Herstellerangaben durchgeführt


| 31.07.2006 23:13 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf



An meinem Sportflugzeug wurde eine Lufttüchtigkeitsanweisung (LTA) durch einen, nach JAR 145 zertifizierten Betrieb, (Sitz ein Deutschland) nicht gemäss den, vom Luftamt bewilligten Vorgaben des Herstellers durchgeführt.

Wichtigste Mängel

1.
Verwendeter Klebstoff gemäss beiliegendem Zertifikat des Umbaukits verfallen (Ablaufdatum überschritten). Der Betrieb behauptet, anderen Klebstoff verwendet zu haben.

2.
Bespannung nicht gemäss Herstellervorgaben durchgeführt. Aluminium UV - Schutzlack wurde nicht appliziert.

3.
Vorgeschriebene Wägung vor und nach der Reparatur wurde nicht durchgeführt.

4.
Schmutzpartikel im Flügel vorhanden und werden zwischen Holm und Bespannung eingeklemmt.


Meine Forderungen:
1.
Nachlieferung eines gültigen Zertifikates und den Beweis, dass der Klebstoff nicht verfallen war.
Sollte dies nicht möglich sein, müsste vermutlich. der Tragflügel ersetzt werden (mehrere 10´000 EURO).

2.
Bezahlung der Reparaturkosten für die Bespannung. Möchte die Reparatur bei uns in der Schweiz durchführen lassen (Transportkosten, kein Vertrauen mehr in Wartungsbetrieb).

3.
Ersatz aller Unkosten wie Wägung, Ausfall des Flugzeuges, Anwaltskosten, meine Umtriebe.


Wie soll ich vorgehen?
Besteht rechtlich die Möglichkeit, die Korrekturmaßnahmen in einem anderen Betrieb durchführen zu lassen?
Wer muss für die Transportkosten des Flugzeuges aufkommen?




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Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten.

Bezüglich des verwendeten Klebstoffes kommt es auf die der Reparatur vorausgegangene Vereinbarung zwischen Ihnen und dem Reparaturbetrieb an. Sollten Sie die Verwendung des genannten Klebers vereinbart haben, sollten Sie den Unternehmer unter Fristsetzung schriftlich auffordern, den entsprechenden Nachweis zu erbringen.

Auch hinsichtlich der Wägung kommt es auf Ihre Absprache mit dem Verkäufer an.

Die Beauftragung eines anderen Betriebes mit der Vornahme der Reparaturen ist lediglich unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Zunächst sind Sie verpflichtet, den Gegner schriftlich unter Setzung einer angemessenen Frist zur Nacherfüllung aufzufordern. Dieser hat grundsätzlich ein Wahlrecht zwischen Mängelbeseitigung und Neuherstellung. Wobei letzteres wohl nicht in Betracht kommt.
Der Gegner hat im Falle der Mängelbeseitigung die zu diesem Zwecke erforderlichen Aufwendungen (Transport-, Arbeits-, Materialkosten) zu tragen.
Sollte der Gegner die Nacherfüllung verweigern, die gesetzte Frist ungenutzt verstreichen lassen oder die Nacherfüllung fehlgeschlagen sein, sind Sie im Anschluss berechtigt, die Mängel selbst beseitigen zu lassen oder selbst zu beseitigen.
Die Nacherfüllung gilt frühestens ab dem zweiten erfolglos durchgeführten Nacherfüllungsversuch als fehlgeschlagen.
Die für die Mängelbeseitigung erforderlichen Aufwendungen - auch solche für Ihre eigene Tätigkeit zur Mängelbeseitigung - hat der Gegner zu tragen.
Erforderlich sind solche Aufwendung, die ein wirtschaftlich handelnder Besteller auf Grund sachkundiger Beratung für vertretbar, das heißt geeignet und Erfolg versprechend hält. Hinsichtlich der Transportkosten des Flugzeugs in die Schweiz kommt es dahingehend insbesondere darauf an, ob es Ihnen nicht zugemutet werden kann, ein Unternehmer in der Nähe des jetzigen Standortes zu beauftragen. Dies wird regelmäßig der Fall sein.

Die Kosten für die Einschaltung eines Anwalts wird der Gegner erst ab Verzugseintritt zu tragen haben. Verzug ist schuldhafte Nichtleistung trotz Fälligkeit und Mahnung.

Die Ausfallkosten des Flugzeuges können Sie eventuell als Schadensersatzanspruch geltend machen. Ob und inwiefern Ihnen ein solcher zusteht, kann an dieser Stelle aufgrund der von Ihnen gelieferten Informationen nicht abschließend geklärt werden. Diesbezüglich kommt es auf den Vertragsinhalt und die darin eventuell vereinbarten Fristen an.

Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen: Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die vorliegend im Allgemeinen zu beachten sind. Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
www.kanzlei-kaempf.net

Nachfrage vom Fragesteller 01.08.2006 | 12:32

Sehr geehrter Hr. Kämpf,
vielen Dank für Ihre prompte Antwort.

Bezüglich Auftrag:
Ist es nicht so, dass JAR-145 Unterhaltsbetriebe für zertifizierte Flugzeuge sich bei LTAs an die behördlich bewilligten Arbeitsanweisungen halten müssen? Mein Auftrag war die entsprechende LTA durchzuführen. Darin ist alles, auch der zu verwendende Klebstoff definiert.

Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.08.2006 | 09:04

Sehr geehrter Fragesteller,

Zunächst bitte ich zu entschuldigen, dass ich Ihre Nachfrage erst heute beantworte.

Nach Ihrer Schilderung verwendete der Betrieb Klebstoff dessen Verfallsdatum überschritten war, behauptete aber, er habe einen anderen Klebstoff benutzt.
Hier müsste der Betrieb den Nachweis erbringen, welchen Klebstoff er benutzte.

Grundsätzlich ist der Betrieb auch gehalten, den von Ihnen erteilten Auftrag nach Ihren Maßgaben - hier LTA - zu erbringen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

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