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Splitting von Hotel-Übernachtungskosten


| 09.02.2007 08:08 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Bei Dienstreisen erlaubt der Arbeitgeber Übernachtungskosten bis 100EUR pro Nacht.

Da ich in Hotels übernachten möchte mit einem "guten" Fitnessbereich, finde ich häufig kein mir zusagendes Hotel bis 100EUR.
Daher habe ich in der Vergangenheit manchmal Hotels gebucht für z.B. 110EUR. Die 10EUR zahlte ich aus eigener Tasche. Nun hätte ich gerne zwei Quittungen/Rechnungen vom Hotel:
1.) Rechnung 1 auf den Arbeitgeber: 100EUR
2.) Rechnung 2 auf mich: 10EUR

In einigen Hotels wurde mir gesagt, dass solch ein Splitting verboten ist und nur eine Rechnung auf den Gesamtbetrag von 110EUR erstellt werden kann.

Fragen:
a) Ist diese Aussage richtig: Ist ein Splitting der Hotelrechnung tatsächlich verboten?
b) Gibt es eine Alternative falls (siehe a)) kein Splitting erlaubt ist?(Das Einreichen von Belegen in der Reisestelle mit einem Betrag von 110EUR Übernachtungskosten würde ich gerne vermeiden, da dies immer wieder - bei wechselnden Sachbearbeitern - zu Erklärungsbedarf führt).
Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

Das Verbot des Splittings einer Hotelrechnung ist mir nicht bekannt.

Grundsätzlich läßt sich zu Rechnungen folgendes sagen:

1. Die Rechnung ist die Abrechnung über das Entgelt einer Leistung oder für eine Lieferung. Sie dient den Geschäftspartnern als Buchungsbeleg und spielt im Zivilrecht (außer ihrer Beweisfunktion) keine Rolle. Entsprechend gibt es im zivilrecht keine gesetzlichen Regelungen hinsichtlich einer Rechnung.

2. Erst seit der Einführung des Mehrwertsteuersystems hat die Rechnung eine über den Buchungsbeleg hinausgehende (steuer-)rechtliche Bedeutung. Dementsprechend finden sich auch nur im Steuerrecht (UStG) entprechende Regelungen bezüglich einer Rechnung.

Bei den steuerechtlichen Bestimmungen finden sich aber auch keine verbote eines Splittings. Auch steuerrechtlich ist die Rechnung nur eine realaktähnliche Mitteilung, der vom Fakturierenden durchgeführten Leistungs- und Preisberechnung.
Entsprechend kann die Leistungsberechnung wie von Ihnen begehrt, durch zwei Rechnungen erfolgen. Ausgehend von der Systematik kann daher die Leistung in zwei Teilleistungen mit entprechend zwei Rechnungen durchgeführt werden.

Die Frage ist wahrscheinlich eher der Aufwand, der durch ein Splitting beim jeweiligen Hotel betrieben werden müsste. Vorstellbar ist z.B., das die entprechenden Buchungsprogramme der Hotels nicht ohne weiteres ein Splitting mitmachen und der Aufwand für die Hotels daher zu groß ist.

Andererseits sehe ich keine Probleme bei der Einreichung der Rechung über 110 € bei Ihrem Arbeitgeber. Soweit ich Sie verstanden habe, ist eine Hotelrechung über 100 € unproblematisch. Eine Prüfung hinsichtlich der Erforderlichkeit eines teuren Hotels für 100 € scheint es nicht zu geben. Aus meiner Sicht wäre es daher relativ einfach, zusammen mit der Rechnung den entsprechenden Geldbetrag (hier 10 €) der Rechnugn beizupacken.

Für Nachfragen können Sie gerne die Nchfragefunktion nutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Mirko Heyne
Rechtsanwalt
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