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Spielsucht Kündigungsgrund in der Ausbildung ?

09.05.2015 20:30 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


23:17
Hallo,

es geht um folgenden Fall: Ein Auszubildender (Ende 2. Lehrjahr / 3,5 Jahre Ausbildungsdauer) im Berufsfeld der Verwaltung (Kaufmann) ist hochgradig spielsüchtig

Er merkt, dass ihm die Spielsucht entgleitet. In seiner Ausbildung hat der Zugang zu hohen Bargeldbeträgen. Er hat Sorge, dass er der Sucht nicht wiederstehen kann und Gelder veruntreut und somit eine Pflichtverletzung begeht (was bisher noch nicht der Fall war).

Frage:

Die Idee ist, den Arbeitgeber und ggf. gleichzeitig den Betriebsrat schriftlich über das Problem der Spielsucht sowie die Sorge das Pflichtverletzung auftreten könnten in Kenntnis zu setzen und an die Sorgfaltspflicht des Arbeitgebers zu appelieren.

Der Ausbildungsbetrieb muss ja alle Möglichkeiten ausschöpfen, die zu einem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung führen könnten.

Ist dies möglich oder ist aufgrund der Kenntnis des Ausbildungsbetriebes, dass der Auszubildene spielsüchtig ist bereits eine Kündigung im vorliegenden Fall möglich ? (z.B. gestörtes Vertrauensverhältnis oder weil die Ausbildung einfach den vertraulichen Umgang mit hohen Bargeldsummen fordert - also mangelnde Eignung)

---

Weiter bitte ich um eine kurze Formulierung - falls eine überhaupt möglich - über welche man dem Arbeitgeber eben den oben genannten Fall schriftlich mitteilen könnte, ohne dadurch eine Angriffsfläche für eine Kündigung zu bieten.

Und sollte ein solches Schreiben nur mit Attest versendet werden oder kann in diesem darauf hingewiesen werden, dass bei Bedarf gerne eine ärztlich Überprüfung möglich ist.

Herzlichen Dank !
09.05.2015 | 20:54

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

eine Kündigung ist nur immer dann möglich, wenn eine konkrete Gefahr einer Rechtsgutverletzung vorliegt, die auch nicht verhindert werden kann.

Durch die Mitteilung aber, besitzt der Ausbilder die Möglichkeit, der Gefahr einer möglichen Veruntreuung / Diebstahl durch das hinzuziehen einer weiteren Aufsichtsperson oder besserer Kontrolle entgegen zu wirken, sodass die bloße Anzeige für der Spielsucht keinen Kündigungsgrund darstellt.

Sie sollten allerdings auf ein ärztliches Attest verzichten, da dieses die Lage ggf. auch ernster macht als sie ist. Folgende Formulierung könnten Sie verwenden:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf darauf hinweisen, dass beim Auszubildenen XY eine Spielsuchtgefährdung eingetreten ist. Der Auszubildende ist sich seiner Verantwortung bewusst und wird alle Möglichkeiten ausschöpfen, um der Sucht entgegen zu treten.

Ich dard diesbezüglich allerdings um eine erhöhte Obhutspflicht bitten, ggf. Hilfestellungen zu geben, die mögliche Schäden / Pflichtverletzungen im Rahmen der Ausbildung, verhindern."

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 09.05.2015 | 21:03

Hallo Herr Hoffmeyer,

herzlichen Dank für die schnelle und kompetente Antwort.

Ist, wie in der ursprünglichen Frage erwähnt, eine Einbeziehung des Betriebsrates hilfreich (dieser muss ja im Falle einer möglichen Kündigung auch angehört werden) oder ist diese rechtlich nicht weiter notwendig / von Vorteil ?

Man muss das Thema ja im Unternehmen ansonsten nicht unnötig breit treten - allerdings wenn es ggf. nützlich sein kann, sollte man dies ja auch tun.

Dankeschön.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.05.2015 | 23:17

Sehr geehrter Fragesteller,

die Einbeziehung des Betriebsrates ist nicht notwendig, da die Rechtmäßigkeit einer Kündigung allein daran geprüft wird, was der Arbeitgeber wusste.

Eine Ausweitung der Informationen auf den Betriebsrat ist daher nicht notwendig und bringt rechtlich keine Vorteile.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder rechtliche Hilfe brauchen sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte und sich meine Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die Gebühren dieser Frage würden dann entsprechend angerechnet werden.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

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