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Spielstrasse - Problem mit Nachbarn


03.09.2006 18:30 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Wir wohnen in einer verkehrsberuhigten Zone ("Spielstrasse"), in der unsere Kinder gelegentlich auf der Strasse Fussball spielen.
Niemand von den Nachbarn hat damit ein Problem bis auf einen, der in dem Bereich eine Garage hat. (Auch andere haben da weitere Garagen)
Dieser hat auch schon mehrfach meine Kinder angebrüllt (ihnen definitiv Angst gemacht), sie sollen das unterlassen. Seine Garage "würde durch das Ball spielen beschädigt". (Nebenbei: Er hat auch schon mich angebrüllt und gelegentlich auch beleidigt)

Alle anderen Nachbarn/Kinder haben mittlerweile aufgegeben und spielen nicht mehr in der Strasse, nur wir nicht.

Tatsache ist, dass ich 1) bei der Grage beim besten Willen keinen Defekt erkennen kann und 2) niemals direkt GEGEN eine der Garagen gespielt wird (das ist wirklich zu laut, wenn man sie als Fussball-Tor benutzt) sondern immer nur längs der Strasse entlang, so dass allenfals gelegentlich ein Ball (seitlich) gegen eine der Garagen prallt.

Neulich erhielt wir ein (mehrfach angedrohtes) Schreiben von einem Anwalt, in dem wir aufgeordert wurden, das Ball spielen zukünftig endgültig zu unterlassen ("Sachbeschädigung" - mindestens 1000 EUR teueres Garagentor)

Der Schrieb war allerdings - für uns überraschend - keine (ich weiss nicht, ob der Terminus so korrekt ist) strafbewehrte Unterlassungserklärung, er enthielt auch keine Rechnung des gegnerischen Anwalts wie bei Abmahungen, es war einfach ein Schrieb, in dem wir aufgefordert wurden, das zu unterlassen.

Wie sollen wir weiter vorgehen?

a) meine Kinder werden selbstverständlich weiterhin in der Spielstrasse spielen

b) ich wünsche nicht, dass dieser Mann meine Kinder anbrüllt. Ich habe ihn mehrfach aufgefordert, seine Beschwerden direkt an uns Eltern zu richten, das hat ihn allerdings nicht interessiert.






Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),


Ihre Kinder können und dürfen auch weiterspielen, sollten die örtlichen Ruhezeiten aber einhalten. Dieses ist bei der Spielstraße auch erlaubt, so dass dazu jedes weitere Wort überflüssig ist.


Dass Ihre Kinder nicht von Nachbarn angebrüllt werden dürfen, ist ebenso verständlich, wie auch rechtlich durchsetzbar.

Hier sollten Sie nun Ihrerseits die Unterlassung dieses Verhaltens (schriftlich per Einschreiben/Rückschein) fordern und dann im Wiederholungsfall auch mit anwaltlicher Hilfe dann diesen Unterlassungsanspruch durchsetzen. Ein solches "nachbarschaftliches" Verhalten ist nicht hinnehmbar.

Sofern noch die Hoffnung bestehen sollte, irgendwie mit dem Nachbarn reden zu können, sollten Sie, um die Sache nicht weiter eskalieren zu lassen, daneben noch den Schiedmann der örtlichen Gemeinde anrufe, um so vielleicht dann außergerichtlich doch noch etwas zu retten.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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