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Spesen und Feiertage


13.10.2005 20:54 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo,

ich bin Außendienstmitarbeiter bei einem bundesweit tätigen Unternehmen mit Sitz in NRW, und bin einer Niederlassung in Hessen zugeordnet. Ich habe meinen Firmenwagen vorm Haus stehen und starte meine Einsätze von hier aus und beende meine Arbeit auch abends wieder hier. Wenn ich zwischendurch nach Hause komme, gilt das als Unterbrechung der Spesen. Allerdings wird eine Fahrt in die Niederlassung von der Firma ebenfalls als Unterbrechung gewertet, wodurch mir Geld verloren geht.
- Ist es denn zulässig, das die Spesen an verschiedenen Orten unterbrochen werden ? Ist hier nicht nur mein Wohnsitz zu werten ?
- Und wie verhält sich das mit den bundesuneinheitlichen Feiertagen ? (1.Nov Feiertag in Rheinland-Pfalz und NRW, aber nicht in Hessen) Ich wohne in Rheinland-Pfalz und werde auch fast ausschließlich hier eingesetzt, der Feiertag wird mir jedoch nicht gegönnt. In meinem Arbeitsvertrag ist leider weder etwas von einem Einsatzgebiet, noch von der Zuordnung zu einer bestimmten Niederlassung erwähnt.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

die Rechtslage stellt sich in der von Ihnen dargestellten Konstellation folgendermaßen dar:

1.
Mit den Spesen verhält es sich so:
Die Auslagen als solche, die Sie für Ihren Arbeitgeber übernommen haben, müssen Ihnen in jedem Fall erstattet werden.

Anders verhält es sich bei der pauschalen Abgeltung eines Mehrbedarfs für die – erschwerte – auswärtige Verpflegung und Unterbringung. Diese kann in der Tat nur bei ununterbrochener Abwesenheit vom Wohnsitz über einem bestimmten Zeitraum hinaus geschuldet werden.

Lassen Sie sich die Abrechnung von Ihrem Personalchef noch mal genau aufschlüsseln, wenn noch nicht geschehen.

Auf einen anderen „Unterbrechungsort“ als Ihren Wohnsitz könnte sich Ihr Arbeitgeber nämlich allenfalls berufen, soweit er Ihnen an seiner (Zweig-)Niederlassung Verpflegung und Unterbringung zur Verfügung stellt.
Aber auch dann kann Ihnen zumindest noch eine Abwesenheitspauschale zustehen, auch für solche Einsatzorte, die zufällig auch Ort einer Niederlassung sind.

2.
Den Ort der Arbeitsleistung kann der Arbeitgeber – im Rahmen seines Direktionsrechts – bestimmen, wenn dies im Arbeitsvertrag vorgesehen ist.
Als Außendienstmitarbeiter werden Sie sich folglich bereits von der Art der Tätigkeit her einem entsprechenden Weisungsrecht unterworfen haben, unabhängig davon, ob ein besonderes Einsatzgebiet ausdrücklich geregelt ist.

Gleichwohl muss der Arbeitgeber sich an die am jeweiligen Einsatzort geltenden Feiertage halten, nachdem hierüber anscheinend in Ihrem Arbeitsvertrag nichts anderes bestimmt ist.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit weiterhelfen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Gerne übernehme ich auch Ihre weitere Vertretung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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