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Spesen


01.09.2005 00:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Hallo,
meine Frau hat mich auf Auskunft verklagt.
Nun bin ich öfter für meine Firma im In- und Ausland unterwegs.
Die Übernachtungen werden auf Beleg abgerechnet.
Für den Verpflegungsmehraufwand erhalte ich eine Pauschale nach den gesetzlichen Regelungen, in Deutschland am ersten und letzen Tag 8€ und sonst für jeden Tag 24€.
Wenn ich in Deutschland unterwegs bin, fahre ich für gewöhnlich am WE nach Hause, dann zahlt die Firma eine Übernachtungspauschale und den Verpflegungsmehraufwand die allerdings mit der Gehaltsabrechnung versteuert werden. Dafür muss ich die Heimfahrt am WE selbst finanzieren, d.h.mit dem eigenen PKW, die ich aber bisher beim Lohnsteuerausgleich als Werbungskosten für Familienheimfahrt ansetzen konnte.

1. Gilt das mit der Famileinheimfahrt auch im Trennungsjahr ?
2. Muss ich bei der Auskunft außer den zu versteuernden Pauschalen für die WE die ja ohnehin auf der Gehaltsabrechnung stehen auch noch die Pauschalen für den "Verpflegungsmehraufwand" angeben ?
3. Muss ich Belege sammeln, um zu beweisen dass es sich wirklich nur um eine Mehraufwandsentschädigung handelt ?
Diese Pauschalen stagnieren seit ungefähr 10 Jahren und wurden zudem noch gerade am ersten und letzten Tag sogar noch reduziert. Da bleibt nichts mehr übrig.

Vielen Dank

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

1. Die Heimfahrten gelten unabhängig vom Trennungsjahr. Entscheidend ist, daß Sie arbeitsbedingt am Beschäftigungsort wohnen und außerhalb dieses Ortes einen eigenen Hausstand haben. § 9 EStG. Das Trennungsjahr ist nicht entscheiden, sondern das Sie Ihren Lebensmittelpunkt am Ort des Hausstandes haben.

Hierzu ein Auszug aus einer BFH (BFH-Urteil vom 6.10.1994 (VI R 136/89) BStBl. 1995 II S. 184) Entscheinung:

Nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG sind Werbungskosten auch notwendige Mehraufwendungen, die einem Arbeitnehmer wegen einer aus beruflichem Anlaß begründeten doppelten Haushaltsführung entstehen, und zwar unabhängig davon, aus welchen Gründen die doppelte Haushaltsführung beibehalten wird. Eine doppelte Haushaltsführung liegt vor, wenn der Arbeitnehmer außerhalb des Ortes, in dem er einen eigenen Hausstand unterhält, beschäftigt ist und auch am Beschäftigungsort wohnt.

2. Hinsichtlich der Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen betreffen diese das Verhältnis Arbeitsgeber/Arbeitnehmer. Der Arbeitgeber leistet hier pauschal eine Geldzahlung für mögliche Mehraufwendungen, die Sie als Steuerpflichtiger vorübergehend von ihrer Wohnung und ihrem Tätigkeitsmittelpunkt entfernt erbringen. Versteuert werden diese vom Arbeitgeber.

Der Anspruch auf Vorlage von Belegen erstreckt sich nur auf die Einkünfte. Die folgende Übersicht zeigt daher, worauf sich der Beleganspruch erstreckt:

Vorzulegen sind bei Nichtselbstständigen:
monatliche Verdienstbescheinigungen
Steuerbescheid nebst Steuererklärung,
Arbeits- oder Dienstvertrag.

Die Pauschale betrifft hier keine Einkünfte, sondern soll die Mehraufwendungen des Arbeitnehmers abdecken und sind insoweit nicht anzugeben, soweit Sie von Ihnen nicht zu versteuern sind.

3. Demzufolge müssen auch keine Belege gesammelt werden, den gerade dies soll eine Pauschale verhindern. Es wird davon ausgegangen, daß die Pauschale von Ihnen auch in Anspruch genommen wird. Ob dies tatsächlich der Fall ist, ist hierbei nicht entscheidend.

Da Sie von Ihrer Frau auf Auskunft verklagt worden sind, kann es sinnvoll seinen einen Kollegen mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftrage, zumahl Sie beruflich auch viel unterwegs sind.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und stehe Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen
RA Schröter

Nachfrage vom Fragesteller 18.10.2005 | 22:04

Hallo,
unter meinrecht.de steht aber beim Unterhalt, dass die Gerichte davon ausgehen, dass Spesen zu 1/3 als Einkommen angerechnet wwerden. Was ist nun aber richtig ?
Kann ich auch bei einem Auslandsaufenthalt wo ich nur alle 6 Wochen eine bezahlte Heimreise habe einen privaten Heimflug als
Werbungskosten ansetzen die bei der Berechnung des Unterhalts angerechnet werden ?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.10.2005 | 00:14

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

Zunächst bitte ich um Verständnis, daß Nachfragen mit den Fragestellungen der ursprünglichen Frage in Zusammenhang stehen müssen. In Ihrem Fall handelt es sich um zwei Fragestellungen, die über die drei Fragestellung der ursprünglichen Frage hinaus gehen und auch einen andere Rechtsfrage darstellen. Daher kann ich auch aufgrund des Einsatzes nur eine kurze Einschätzung geben. Soweit Sie weiteren Beratungsbedarf haben, verweise ich Sie auf die Online-Anfrage oder bitte eine neue Frage bei F-E-A aufzugeben.

Zu Ihrer Frage der Spesen. Richtig ist, daß Gerichte Spesen pauschal zu einem Drittel anrechen oder konkreit die Spesen auf das Einkommen anrechnen, die effektiv nicht verbraucht werden. Bei den Verpflegungspauschalen zwischen € 8 und € 24,- am Tag, ist es sicherlich nur schwer vorstellbar, daß von diesen niedrig angesetzten Tagespauschalen eine Anrechungen auf das Einkommen erfolgen soll. Insoweit ist auch zwischen Spesen und Verpfelgungspauschalen zu unterscheidenm, da sich Spesen nicht nach den Pauschalen richten und häufig über diesen liegen.

Hinsichtlich Ihrer zweiten Frage, bitte ich um Verständnis, daß in Anbetracht des Einsatzes und meinem Haftungsrisikos dies außer Verhältnis steht, zumal bei Auslandsreisen verschiedene Pauschalen je Land gelten und es sich um eine völlig neue Fragestellung handelt. Ich empfehle eine neuen Frage zu stellen, die Sie gerne auch an mich persönlich richten können.

Mit besten Grüßen
RA Schröter

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