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Sperrzeit bei berfistetem Vertrag

| 06.09.2014 16:13 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Meine Tochter arbeitet als Hotelfachfrau in einem Hotel. Sie hat einen von vornherein befristenen Arbeitsvertrag für ein Jahr, der demnächst ausläuft. Sie möchte den Vertrag auslaufen lassen, weil die Arbeitsbedengungen dort sehr schlecht sind und der Chef Terror ausübt, und die AN unter Druck setzt. Es gibt keinerlei Überstundenzuschläge usw. Bekommt meine Tochter eine Sperrfrist vom Arbeitsamt für das ALG1, wenn sie den Vertrag einfach auslaufen lässt und ein Angebot des Chefs das Arbeitsverhältnis zu verlängern,ausschlägt? Wenn ja, wie lange wäre die Sperrfrist
bei einem ALG- Bezug von 6 Monaten? Sie hat nur 12 Monate innerhalb der letzten 2 Jahre gearbeitet (Berufsanfänger)
Vielen Dank

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Einen Anspruch auf Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit hat, wer arbeitslos ist, sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet und die Anwartschaftszeit erfüllt hat (§ 137 SGB III). Die regelmäßige Anwartschaftszeit hat erfüllt, wer in der Rahmenfrist von 24 Monaten (§ 143 SGB III) mindestens zwölf Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis gestanden hat. Gemäß § 147 Abs. 2 SGB III beträgt die Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld nach Versicherungspflichtverhältnissen mit einer Dauer von insgesamt mindestens 12 Monaten, 6 Monate.

Eine Sperrzeit aufgrund des befristeten Vertrages hat Ihre Tochter nicht zu befürchten. Eine Sperrzeit tritt ein, wenn Sie ohne wichtigen Grund Ihr Beschäftigungsverhältnis gelöst oder durch ein arbeitsvertragswidriges Verhalten Anlass für die Lösung des Beschäftigungsverhältnisses gegeben und dadurch die Arbeitslosigkeit zumindest grob fahrlässig herbeigeführt hätte ohne dass es für Ihr Verhalten einen wichtigen Grund gäbe (§ 159 Abs. 1 Nr.1 SBG III).

Mit anderen Worten: Solange Ihre Tochter nicht kündigt oder dem Arbeitgerber einen Anlass für eine außerordentliche Kündigung gibt hat Sie keine Sperrfrist zu befürchten.

Bitten beachten Sie aber, dass eine Sperrzeit bei verspäteter Arbeitssuchendmeldung nach § 159 Abs. 1 Nr. 7 SBG III möglich ist wenn Ihre Tochter der Meldepflicht nach § 38 Abs. 1 SGB III nicht nachgekommt. Danach müssen sich Personen, deren Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis endet spätestens drei Monate vor dessen Beendigung persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend melden. Wer sich nicht rechtzeitig arbeitsuchend meldet hat jedoch lediglich eine Sperrzeit von einer Woche zu befürchten (§ 159 Abs. 6 SGB III).


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Sollten weiterhin Unklarheiten bestehen, nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Winter, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.09.2014 | 17:18

Vielen Dank, nur zum Verständnis: Auch wenn der Chef ihr einen neuen Vertrag anbietet kann sie ihn ohne Sperrfistfolge ablehnen??

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.09.2014 | 17:29

Das ist absolut korrekt. Bei der Sperrzeit kommt es auf die Lösung vom Arbeitsverhältnis an. Im Falle einer Befristung läuft das Arbeitsverhältnis jedoch aus. Es besteht keine Verpflichtung das Arbeitsverhältnis zu verlängern um einer Sperrzeit zu entgehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet und letzte Zweifel ausgeräumt zu haben.
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Sebastian Winter, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 06.09.2014 | 17:55

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